Touren

Tschachaun (2334 m) 

Eine wilde, imposante Gipfelszenerie und wunderbar breite, ideal-steile, Skihänge machen den Tschachaun attraktiv – und das, obwohl man dafür zuerst einmal einen langen Talanstieg hinter sich bringen muss. Doch auch dieser ist landschaftlich nicht ohne Reiz. Gleich zwei Aufstiegsvarianten gibt es, die man zu einer Runde zusammenfügen kann. Oft ist jedoch nur die Route durchs Faselfeiltal gespurt.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skitour | Tirol | Lechtaler Alpen | Lechtal

Tourensteckbrief Tschachaun

Anfahrt: A95 München-Garmisch und weiter auf der B2 nach Garmisch-Partenkirchen. Hier auf der B 23 Richtung Reutte. Über Lermoos nach Bichlbach. (Hierher aus dem Allgäu über Füssen und Reutte.) Durch den Ort und links nach Berwang. Weiter über Rinnen, sowie Kelmen nach Namlos. Gleich nach der Straßenkehre fährt man in den Ort hinein und findet gegenüber von einem Gasthaus Parkmöglichkeiten.

Ausgangspunkt: Namlos (1225 m)

Route: Vom Parkplatz wieder zurück zur Landstraße. Man überquert die Straße und findet rechts (westlich) der Straßenkehre den beschilderten Wanderweg zur Anhalter Hütte. Über diesen Weg wandert man gemütlich ins Brentersbachtal. 3 km bleibt man links vom Bach, dann teilt der Imster Mitterberg das Tal und es gibt zwei Anstiegsmöglichkeiten:
1. Route durchs Faselfeiltal: Man bleibt auf dem breiten Wanderweg und zielt in das vom Imster Mitterberg linke, also östliche Tälchen. Vorbei an der Sagboden-Hütte geht es taleinwärts. Auf ca. 1530 m - von links mündet ein Seitenbach ein - wird es enger und man weicht nach rechts aus. Meistens wird hier gleich die kleine Bachschlucht überwunden und die Spur anschließend in die rechte Hangseite gelegt, welche dann nach Süden gequert wird bis sich das Gelände wieder öffnet. Bei Lawinengefahr aus der Flanke könnte man aber auch über eine licht bewaldete Rampe in der Talmitte aufsteigen. Nun öffnet sich ein herrlicher Kessel. Durch eine Steilmulde geht es genau nach Süden hinauf zum Kromsattel, den man am Ende nach rechts (Westen) abdrehend erreicht. Hier nach Norden über den anfangs flachen Gipfelhang, dann steiler über den Südostrücken hinauf zum Gipfel.
2. Route durchs Brennhüttental: Noch bevor der Wanderweg sichtbar ansteigt, verlässt man diesen und überwindet, meist etwas mühsam, den mäandernden Bach. Am besten weicht man schon bald in den Osthang aus, um diesen, ungefähr entlang des Sommerweges, durch Latschenfelder, nach Südwesten ins enge Brennhüttental zu queren. Wenn sich die Bachschlucht wieder etwas weitet, zieht man die Spur durch den Talgrund zum Obernamlosbödele. Hier teilt sich das Tal erneut; man lässt das Obernamloskar rechts liegen und peilt links (Süden), durch eine Mulde, das Imster Grubigjöchl (1831 m) an. Nun etwas steiler linkshaltend nach Süden empor in das flachere Gelände unweit der Anhalter Hütte. Diese lässt man jedoch rechts liegen und zielt nach Osten hinauf in den Kromsattel. Hier weiter - wie oben beschrieben - nach Norden und über den Südostrücken zum Gipfel.

Abfahrt: Abgefahren wird in der Regel über die Aufstiegsmöglichkeit (1), da diese skifahrerisch lohnender ist.

Charakter / Schwierigkeit: Mittelschwere Skitour mit eher kurzen Steilstellen bis ca. 35° - jedoch keine ausgesetzten Passagen.  Wegen der langen Stecke ist die Tour konditionell nicht zu unterschätzen. Der Hohe landschaftliche Reiz und traumhaft schönes Skigelände im oberen Bereich der Tour entschädigen für einen ziemlich langen, jedoch schönen Talanstieg. Ein von imposanten Felsgipfeln eingerahmtes Kar und großartige Ausblicke, wie zum Beispiel auf die Namloser Wetterspitze, bringen einen zum Staunen. Welche der beiden Anstiegsmöglichkeiten landschaftlich schöner ist, darüber kann man streiten. Der Anstiegs durchs Brennthüttental ist vielleicht noch etwas abwechslungsreicher, jedoch auch mühsamer und eine Idee weiter. Daher bietet sich an, die beiden Routen zu einer Runde zu verbinden. Für die Abfahrt würde ich persönlich jedoch das Faselfeiltal bevorzugen.

Lawinengefahr: Mittel. Eine eventuelle Gefährdung ergibt sich bei beiden Anstiegsmöglichkeiten aus den steilen Talflanken (besonders jedoch im Brennhüttental). Der Gipfelhang, die Steilmulde am Ende des Faselfeiltales und die Steilstelle oberhalb vom Imster Grubigjöchl können bei ungünstigen Verhältnissen schneebrettgefährdet sein.

Exposition: Südost (Gipfelhang) und Nord

Aufstiegszeit: 3 bis 3,5 Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz: 1150 Höhenmeter; Distanz: 8 km (durchs Faselfeiltal, durchs Brennhüttental etwas weiter)

Beste Jahreszeit: Januar bis April

Stützpunkt: Auf Tour kein Stützpunkt. In Namlos gibt es einige Gasthäuser.

Ausrüstung: Ist der sonnseitige, steile Gipfelhang verharscht, sind Harscheisen zu empfehlen.

Tipp: Wer noch zusätzliche Abfahrtsfreuden sucht, kann aus dem Faselfeiltal nach Westen Richtung Faselfeiljöchl aufsteigen und hier schöne Hänge genießen.

Karte: AV-Karte 3/4, Lechtaler Alpen „Heiterwand und Mutekopfgebiet“, 1:25.000 – erhältlich in unserem Karten-Shop

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Lechtal
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Sa, 23.02.2019 sonnig
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Niederschl.: 0 % Wind: 9 km/h NW
Lechtal
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So, 24.02.2019 sonnig
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Galerie

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Bild des Monats

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Sonnenaufgang hinter den Drei Zinnen

Benutzer: mikemagic

Beschreibung: in der Zeit um Weihnachten geht die Sonne direkt hinter den Drei Zinnen auf. Zu diesem Spektakel ziehen jedes Jahr täglich über hundert Leute auf den Dürrenstein, um diesem Naturschauspiel bezuwohnen.
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Endlich Winter!

Benutzer: Linus_Z

Beschreibung: Rechtzeitig zum Jahreswechsel hat sich der Winter in den Bayerischen Bergen eingestellt. Selbst ein trüber Tag hat dann seinen Reiz, wie hier am Lempersberg in den Bayerischen Voralpen.
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Über den Wolken

Benutzer: Bergfreund

Beschreibung: Blick vom Hirschberg bei Scheidegg auf den Pfänder und die Schweizer Berge im Hintergrund. Bodensee, Rheintal und Bregenzer Wald liegen unter den Wolken. Was für ein Sonnenuntergang!
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