Touren

Branderschrofen (1880 m) - Gelbe-Wand-Steig 

Vom Tegelberg hat man den besten Ausblick auf die Allgäuer Seenplatte. Eine abwechslungsreiche Route führt über den renovierten Gelbe-Wand-Steig zum Tegelberghaus. Das Finale bildet dann der schrofige Gipfelaufbau des Branderschrofen. Der ehemals alpine versicherte Steig wurde vor einigen Jahren zum sog. Klettersteig-Lehrpfad ausgebaut und der beinhaltet sogar eine Seilbrücke. Es handelt sich aber - im Gegensatz zum anspruchsvollen Tegelberg-Klettersteig - um eine leichte Klettersteig-Route.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Klettersteig | Bayern | Ammergauer Alpen | Schwangau

Tourensteckbrief Branderschrofen via Gelbe-Wand-Steig

Anfahrt: Auf der B17 nach Schwangau. Hier biegt man in die Tegelbergstraße ein. Wenn man auf der B17 von Norden kommt, kann man auch schon in die Colomanstraße einbiegen und dann links auf die Tegelbergstraße. Hier findet man vor der Talstation der Tegelbergbahn große, gebührenpflichtige Parkflächen (5 Euro / Tag – Stand 2020).
Navi-Adresse: D-87645 Schwangau, Tegelbergstraße 33

Ausgangspunkt: Talstation der Tegelbergbahn (820 m) in Schwangau, Tegelbergstraße

Route: Vom Parkplatz an der Tegelbergbahn wandert man auf asphaltiertem Sträßchen links der Sommerrodelbahn hoch zum Waldrand. Bei der Wegverzweigung nach etwa 10 Minuten links und weiter auf dem nun schmäler werdenden Sträßchen entlang eines Baches. Nach 20 Minuten trifft man auf eine Wegtafel. Der Normalweg führt geradeaus weiter zur Rohrkopfhütte. Die Route zur Gelben Wand (Tegelberg-Klettersteig und Gelbe-Wand-Steig) zweigt hier nun rechts ab; man folgt einfach dem Wegweiser zum Klettersteig. Durch ein Schlupfloch passiert man einen Weidezaun nach rechts und überquert einen Bach, dann folgt man dem Stufensteig und dem Ww. Klettersteig bis zum ausgeschilderten Anseilpunkt. In der Folge überquert man einen Bachlauf und steigt (ca. weitere 10 Minuten) entlang von Drahtseilsicherungen bis zum Einstieg in den Tegelberg-Klettersteig bei einer senkrechten Leiter. Achtung, hier trennen sich die Routen! An der Leiter vorbei nach rechts und auf einem Pfad weiter. Der Steig führt nun zum Teil als alpiner Weg, zum Teil als leichter Klettersteig weiter, wobei man eine Seilbrücke benutzen oder umgehen kann. In Serpentinen geht es durch das schrofige Felsgelände. Dann erkennt man schon rechts oben die Bergstation der Seilbahn. Die Sicherungen enden und man wandert weiter durch lichten Wald auf schönem Steig höher, bis man auf den breiten Wanderweg in Richtung Marienberg trifft. Auf diesem links hinauf zu zum Kamm. Bei der Wegverzweigung rechts weiter und in einer Viertelstunde auf dem steilen, gestuften Weg unterhalb der Bergstation hindurch zum Tegelberghaus. Am Tegelberghaus rechts vorbei, dann auf dem breiten Wanderweg entlang des teilweise bewaldeten Kamms höher. Der Gipfel mit auffälligem Kreuz liegt direkt oberhalb. Nun links ab vom Hauptweg und auf einem Steig an die Gipfelfelsen heran, dann drahtseilgesichert über die steilen Schrofen zum höchsten Punkt.

Abstieg: Über das Tegelberghaus zurück auf dem Anstiegsweg bis zur Wegverzweigung unterhalb (Wegweiser: „Ilgmösle, Drehhütte, Bannwaldsee“). Dort jedoch rechts weiter auf gestuften Wanderweg hinab in eine Mulde, dann links an zwei Lifthäuschen vorbei und in zahlreichen Serpentinen hinunter zur bereits sichtbaren Rohrkopfhütte. Vor der Rohrkopfhütte beginnt links ein schmaler Wirtschaftsweg („Schutzengelweg“ mit Infotafeln), der seitlich am Rohrkopf vorbei talwärts führt. Der Fahrweg wird zweimal linkshaltend auf Wanderweg abgekürzt. Dann zu einer Lichtung und hinab zu Wegverzweigung direkt vor der Hornburg. Links weiter in den großen Graben - einige rutschige Passagen - und in Serpentinen hinab zum Fahrweg. Dort rechts weiter und hinab zum Ausgangspunkt an der Talstation.

Alternative: Deutlich anspruchsvoller ist der sog. Tegelberg-Klettersteig. Ein schwerer Klettersteig dessen Zustieg mit dem untersten Teil des Gelbe-Wand-Steiges identisch ist. Allerdings nur bis zur Leiter, dann wird es mit einigen anhaltend knackigen C-Passagen deutlich schwieriger.

Charakter / Schwierigkeit: Der Gelbe Wand Steig ist eine Mischung aus alpinem Steig und leichtem Klettersteig. Die Sicherungen der Route wurden erneuert und dazu eine hübsche Seilbrücke angelegt, die jedoch auch umgangen werden kann. Auch am Gipfel des Branderschrofen gibt es ein paar Drahtseilsicherungen. Die komplette Route ist im Rahmen der Klettersteigbewertung leicht; es gibt nur A- und B-Stellen. Sie erfordert aber bereits im Zustieg sowie im steilen Schrofengelände echte Trittsicherheit. Bei Nässe und Glätte ist von der Tour abzuraten.

Gehzeit: Aufstieg zum Tegelberghaus 2 bis 2,5 Stunden, Gipfelabstecher zum Branderschrofen 45 Minuten; Abstieg über die Rohrkopfhütte 2 Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz: 1060 Höhenmeter; 10 km (gesamte runde inkl. Branderschrofen)

Beste Jahreszeit: Mitte Juni bis zum ersten Schneefall. Nie bei Glätte

Stützpunkt: Tegelberghaus (1707 m), privat, 23 Schlafplätze, ganzjährig bewirtschaftet; Restaurant an der Bergstation, Rohrkopfkütte; Imbiss an der Talstation.

Karte: Kompass Blatt 4, Füssen / Außerfern, 1:50.000. Oder Topographische Karte 1:50.000 „Füssen und Umgebung“, herausgegeben vom Bayerischen Landesvermessungsamt.

Autor: Heinrich Bauregger; Bilder: Bernhard Ziegler

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