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Puig de l‘Ofre (1093 m) 

Am Ausgangspunkt beeindrucken die felsigen Nachbargipfel etwas mehr als der bewaldete Kegel des Puig de l’Ofre. Doch dieser erste Eindruck täuscht, der Ofre ist ein ausgezeichneter Aussichtsberg und die Route landschaftlich ungemein reizvoll. Während der erste Teil dieser Bergwanderung flach und wenig anstrengend auf breiten Wegen am smaragdgrünen Auge des Cúber-Stausees vorbei und durch ein Hochtal führt, sind Gipfelanstieg und Abstiegsroute wild und erfordern ein Minimum an Trittsicherheit. Toller Blick auf Sóller, das Meer und den höchsten Berg Mallorcas.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Mallorca | Serra de Tramuntana | Sóller

Tourensteckbrief Puig de l‘Ofre

Anfahrt: Auf der Ma-11 nach Sóller und am Ortszentrum vorbei Richtung Port de Sóller. Am südlichen Ortsrand biegt man bei einem Kreisverkehr auf die Ma-10 Richtung Fornalutx. Nun immer auf der gut ausgebauten Bergstraße (Ma-10) bis zum Cúber-Stausee (Embassament de Cúber). An der Nordost-Ecke des Sees findet man einen kleinen Parkplatz; er befindet sich direkt neben einem dunkelgrünen Eisengatter, hinter dem die Versorgungsstraße zur Staumauer beginnt.

Ausgangspunkt: Cúber-Stausee (Embassament de Cúber) – kleiner Wanderparkplatz (763 m)

Route: Ob man links oder rechts am Stausee entlang geht, ist zeitlich egal, denn die Entfernung ist identisch. Rechts herum ist es aber landschaftlich reizvoller und so zielt man bei der Überblickstafel zunächst nach rechts (Ww. GR 221). Am Ende des Stausees angelangt, folgt man einfach weiter dem Weg (GR 221) taleinwärts. Flach geht es bis zur Finca Binimorat (790 m), einem kleinen bäuerlichen Anwesen links des Weges. Hier folgt man dem Wegweiser (GR 221) und verlässt den breiten Fahrweg nach rechts und steigt nun auf einem schmalen Wanderweg durch lichten Wald hinauf zu einem breiten Sattel mit Eisenkreuz, dem Coll de l’Ofre (880 m). Hier weiter auf dem breiten Fahrweg; die Abzweigung des GR 221 lässt man rechts liegen. Schon nach wenigen Metern trifft man erneut auf eine Gabelung. Hier nimmt man den rechten Abzweig und folgt dem mit blauen Punkten markierten flachen Wirtschaftsweg auf die Südseite des Puig de l’Ofre. Am Coll de Poma ist nun der Weg Richtung Orient angeschrieben. Wer zum Gipfel will, zweigt aber hinter der Trockenmauer nach links (Norden) ab und wandert auf einem schmalen Waldpfad zum Gipfelaufbau. Bald führt der Steig steil über Felsstufen, durch Buschwerk und hohe Gräser nach oben. Dabei muss man genau schauen, wo der richtige Weg entlangführt; Steinmandl helfen bei der Orientierung. Kurz unterm Gipfel trifft man auf einen mit einer blassen blauen Schrift markierten großen Felsen. Hier zweigt rechts die Abstiegsroute ab. Zum Gipfel geht es wenige Meter geradeaus weiter zum Kamm hinauf und auf ihm nach links über einfache Felsen zum höchsten Punkt.

Abstieg: Wir empfehlen eine Rundtour zu machen. Dazu Abstieg zurück zum markierten Felsen, dann zweigt direkt hinter ihm im Abstiegssinn links (Osten) ab. Ein etwas eingewachsener, aber immer gut erkennbarer Pfad führt über den breiten Rücken nach Nordosten und am Ende über eine kurze steile Felsstufe bei einem Strommast hinunter zu einem Sattel (Coll des Cards – ca. 960 m). Hier links durch eine Maueröffnung einige Höhenmeter abwärts zu einer Gabelung. Man nimmt den rechten Weg (links geht es zurück zum Coll de l’Ofre!), welcher parallel zur Stromleitung abwärts führt. Beim 4. Mast vollzieht der Pfad eine Kehre. Es geht an einer Quelle vorbei, der Pfad mündet in einen breiten Weg, dann kann man rechts auf einem kleinen Pfad zur Finca Binimorat abkürzen, wo man die Anstiegsroute erreicht.

Alternative: Weitere Touren in der Serra Tramuntana finden Sie hier.

Charakter / Schwierigkeit: Insgesamt technisch mittelschwere Tour – Schwierigkeitsstufe 3. Bis zum Gipfelaufbau sehr leichte und überwiegend flache Wanderung auf guten Wegen. Im Schlussanstieg aber anspruchsvoller; am steilen Pfad ist schon etwas Trittsicherheit erforderlich. Hält man sich genau an die Beschreibung ist die Orientierung nicht schwer, auch wenn der Gipfel an keiner Stelle ausgeschildert ist. Gerade der Gipfelanstieg erfordert Aufmerksamkeit, da er nur mit einigen Steinmandln markiert ist. Diese Wanderung zeigt wie abwechslungsreich und vielfältig die mallorquinische Berglandschaft ist und bietet eine großartige Aussicht.

Gehzeit: Insgesamt 3 bis 3,5 Stunden - Aufstieg:  1,5 bis 2 Stunden; Abstieg: 1,5 Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz: 460 Höhenmeter (inkl. kleiner Gegenanstiege); Distanz: 11,5 km (gesamte Runde)

Beste Jahreszeit: Meist ganzjährig möglich.

Stützpunkt: Auf Tour keine Einkehrmöglichkeit; die Cúber-Hütte ist nicht bewirtschaftet.

Tipp: In der Hochsaison ist die Gegend um den Stausee gut besucht. Außerdem wird es ab Mittag während der Sommersaison sehr heiß. Wir empfehlen daher einen frühen Aufbruch, so hat man weder ein Problem mit dem Parken noch mit der Hitze und mit Glück hat man den Gipfel für sich alleine.

Wissenswertes: 1. Der Cúber-Stausee wurde Ende der 1960er Jahre bis Anfang der 1970er Jahre errichtet. Wie auch der benachbarte Stausee Gorg Blau dient er der Trinkwasserversorgung der Großstadt Palma. Weil die Gemeinde Palma stark gewachsen ist, liefern die beiden Seen heute nur noch einen geringen Teil des Trinkwassers.
2. Der bei dieser Tour so gut sichtbare und imposante Puig Major (Großer Berg) ist mit 1445 m der höchste Berg Mallorcas. Da er in einem militärischen Sperrgebiet liegt, kann er nicht bestiegen werden.

Karte: Kompass Wanderkarte Mallorca, Blatt 230, 1:75.000. 
Erhältlich in unserem Kompass-Karten-Shop.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Sóller
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

GPS Daten zum Download

Hier können Sie sich die Route als GPS-Track im GPX-Austausch-Format (GPX-Exchange) herunterladen. Die Nutzung der Daten ist nur für den privaten Gebrauch und auf eigene Gefahr erlaubt. Eine Weitergabe oder die Veröffentlichung der Daten ist nicht gestattet.

Galerie

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