Touren

Latschenkopf (1487 m) 

Auch in den Münchner Hausbergen gibt es noch ein paar wenig bekannte Touren für Liebhaber. Allerdings hat die Ruhe und Abgeschiedenheit auch meist ihren Preis. Im Falle vom Latschenkopf, einem kleinen Gipfel im Schatten der mächtigen Benediktenwand, braucht man Trittsicherheit und ein wenig Gespür fürs Gelände, sprich eine Portion Orientierungssinn. Hat man den Mainstream zur Benewand verlassen, wird man im Gipfelbereich mit Ruhe, kleinen Pfaden nach Indianerart und einer tollen Aussicht belohnt.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Bayern | Bayerische Voralpen | Jachenau

Tourensteckbrief Latschenkopf

Anfahrt: Von Bad Tölz auf der B 13 Richtung Achenpass. Kurz nach Lenggries biegt man ab in die Jachenau und fährt bis zum kleinen Weiler Petern. Er befindet sich zwischen Straßenkilometer 21,5 und 22,0 und hat kein Ortsschild. Rechts der Straße findet man die Zufahrt zum beschilderten und gebührenpflichtigen Wanderparkplatz (2 Euro / Tag – Stand 2015).

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Petern (730 m) in der Jachenau

Route: Vom Wanderparkplatz auf der Sandstraße nach Westen. Nach knapp 400 m zweigt man an der Gabelung - dem Wegweiser zur Benediktenwand folgend - nach rechts ab. Der breite Forstweg zieht gleich kräftig an und führt in einer knappen Stunde Gehzeit hinauf zum Langenecksattel (1167 m). Dabei bleibt man immer auf dem Hauptweg, Abzweigungen auf Karren- und Holzwege lässt man also links, bzw. rechts liegen. Am Langenecksattel verzweigen sich mehrere Wege. Man nimmt den linken, nach Westen führenden, unbeschilderten Forstweg. Dieser leitet einen, am Punkt 1270 vorbei, wiederum teilweise steil, nach Westen. Der Forstweg verliert kurz an Höhe; eine Abzweigung lässt man rechts liegen. Nach ca. 1 km (ab Langenecksattel) kommt man an der Einmündung des Rückwegs vorbei. Auch hier geht es geradeaus weiter. Man bleibt also immer auf dem Hauptweg und steigt so zur idyllisch gelegenen Laichhansen-Alm (1368 m) auf, wo der Weg endet. Jetzt hat man endlich einen fantastischen Ausblick, doch für den Weiterweg muss man hier der Orientierung die ganze Aufmerksamkeit widmen. Vor der Hütte zweigt man im spitzen Winkel nach Nordnordost ab und wandert weglos über die Almwiese zu ihrem oberen Rand; dabei peilt man ungefähr die Mitte an. Im oberen Bereich findet man auch wieder Pfadspuren, die in eine licht bewaldete Mulde leiten. Durch diese ohne Orientierungsprobleme zu einem schwach ausgeprägten Sattel im lichten Wald. Wer zum Gipfel will, darf nun den Spuren nicht nach links unten folgen, sondern geht weglos, ca. 15 m geradeaus. Hier findet man einen Zaun. Links hinter dem Zaun beginnen wieder Pfadspuren. Sie führen steil empor und leiten einen über die zum Teil steil abbrechende Südseite nach Osten zum Latschen bestandenen Gipfel mit kleinem Kreuz.

Abstieg: 1. Am Gipfel wendet man sich nach Norden; schon nach wenigen Metern findet man wieder einen deutlichen Pfad durch das Krummholz. Er leitet einen, leicht nach links ziehend, hinunter zu einem breiten Wiesensattel. Nun in spitzem Winkel nach Südosten und auf Pfadspuren durchs Krummholz, den Hang nach unten querend, bis man auf den deutlich ausgeprägten Steig trifft, der sich flach und hufeisenförmig durch den Kessel der Erbhofer Alm zieht. Auf diesem Steig rechts weiter und nach Nordosten zu einem Wirtschaftsweg. Auf ihm höhengleich um einen Hügel herum und noch ca. 500 Meter auf dem Forstweg abwärts, bis man auf die Anstiegsroute trifft. Auf ihr zurück zum Ausgangspunkt. (Alternativ kann man auch vom oben erwähnten Wiesensattel weglos – die ersten Meter sehr steil – direkt über die Wiese zum querführenden Steig bei der Erbhofer Alm absteigen.)
2. Außerdem gibt es auch eine Möglichkeit vom Gipfel nach Osten abzusteigen. Dazu geht es auf dem Anstiegsweg zuerst knapp 10 m nach Westen zurück. Dann zweigt in spitzem Winkel ein Pfad nach Osten ab und führt zu einem Wiesensattel. Pfadspuren leiten nun wenige Meter bergauf zum Wiesenkamm mit lichtem Wald und dort ohne größere Orientierungsprobleme im leichten Bergauf und Bergab weiter. Man erreicht dann nach einem kurzen Abstieg den um den Hügel herumführenden Forstweg aus Abstieg (1).

Charakter / Schwierigkeit: Bis zur Laichhansen-Alm handelt es sich um eine leichte Wanderung auf breiten, teilweise ziemlich steilen und sogar recht hübschen und schattigen Forstwegen. Dann jedoch, beim Gipfelanstieg, ist Orientierungssinn und Trittsicherheit unerlässlich. Es fehlen nicht nur jegliche Markierungen, die Pfade (Trittspuren) sind teilweise steil und führen an kurzen Stellen über Absturzgelände. Kurze Passagen sind auch weglos. Die Tour ist also insgesamt eine anspruchsvolle Bergwanderung, eine Route für erfahrene, selbständige Wanderer. Während man bis zum Langenecksattel, den Weg mit den Benediktenwand-Aspiranten teilt, wird es danach recht ruhig, an manchen Tagen auch einsam. Ähnlich ist es mit dem Panorama: Erst ab der Laichhansen-Alm kann man eine Aussicht genießen, dann aber eine umso schönere! Es warten tolle Ausblicke auf Benediktenwand und Karwendel.

Gehzeit: Aufstieg: 2 bis 2,5 Stunden; Abstieg: 1,5 Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz: 800 Höhenmeter; Distanz: 11 km (gesamte Runde)

Beste Jahreszeit: Mitte Mai bis zum Wintereinbruch

Stützpunkt: -

Karte: Alpenvereinskarte BY 11, Isarwinkel, Benediktenwand, 1:25.000.
Erhältlich in unserem AV-Karten-Shop.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Jachenau
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Galerie

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Bild des Monats

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Benutzer: Linus_Z

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