Touren

Große Kesselspitze (2361 m)

Ein gemütlicher Anstieg über eine Forststraße, ein paar malerische Hütten, ein für die Gegend so typischer und wunderschöner Lärchenwald, dazu im zweiten Teil skifahrerisch lohnende steile Mulden und ein kurzer, etwas alpinerer Gipfelanstieg – so kann man die wirklich schöne Skitour auf die Große Kesselspitze zusammenfassen. Der Gipfel über Obertauern bietet zudem eine herrliche Aussicht.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skitour | Salzburg | Niedere Tauern | Obertauern

Tourensteckbrief Große Kesselspitze

Anfahrt: Über die sog. Katschbergstraße (B99). Entweder von Norden kommend über Radstadt und Obertauern; oder vom Süden, aus dem Lungau kommend, über Mauterndorf und Tweng. Nördlich eines Straßentunnels, direkt südlich einer Brücke über die Taurach findet man bei Straßenkilometer 49,6 einen kleinen Rast- und Parkplatz an der Westseite der Passstraße. Wegweiser „Obertauern Passhöhe – Weg 20“.

Ausgangspunkt: Rast- und Parkplatz (1410 m) an der Katschbergstraße (B99) – ca. 4 km südlich von Obertauern und 3 km nach Tweng.

Route: Man folgt dem Wegweiser „Obertauern Passhöhe“. Auf der Forststraße zunächst ein paar Meter nach Süden, dann macht die Straße jedoch eine Kehre und quert steile, lawinenbedrohte Hänge nach Norden. Über zwei weitere Kehren erreicht man nach insgesamt ca. 45 Minuten die Gastalm (1742 m). Ortskundige könnten die Forststraße auf ca. 1620 m auch abkürzen und direkt zur Gastalm aufsteigen, die Forststraße hat jedoch eine recht angenehme Steigung, so dass man hier gut vorankommt. An den Hütten vorbei nach Norden und wenige Meter dahinter nach links (Osten) durch lichten Lärchenwald in den Kessel unter der Sichelwand. Doch schon auf 1850 m dreht man wieder nach rechts (Norden) ein und erreicht durch lichten Wald den Südostrücken der Großen Kesselspitze mit seiner Mulde. Man folgt der Mulde über einige steilere Stufen empor bis direkt unter den felsigen Gipfelaufbau. Mit Ski soweit wie möglich an ihn heran, wobei man in diesem Bereich auf kleinräumig angewehte Flächen achten sollte. Der Gipfelanstieg erfolgt dann in der Regel zu Fuß von rechts unten nach links oben, je nach Verhältnissen über Stapfschnee oder leichte Felsen.

Abstieg: 1. Entlang der Aufstiegsroute, bzw. die Forststraße zwischen den oberen beiden Kehren abkürzend.
2. Vom Gipfel direkt nach Süden in den Kessel der Mittereckalm und dann über wunderschöne Böden nach Osten zur Gastalm. Diese Variante erfordert absolut sichere Verhältnisse.
3. Von der Gastalm aus gibt es auch eine Variante direkt nach Osten hinunter. Dazu biegt man gleich bei den ersten Hütten (im Abfahrtssinn) links, nach Osten ab und fährt über eine steile Waldschneise und durch überwiegend lichten Wald hinunter bis man fast im Talgrund auf einen querführenden Weg trifft. Auf ihm quert man nach Süden. Schon bald könnte man auf einer Brücke den Bach (Taurach) überqueren, müsste dann aber ca. 700 m entlang der Straße zurück zum Ausgangspunkt wandern. Man kann aber auch – verbunden mit einem etwas mühsamen Auf und Ab - auf der rechten Hangseite (immer oberhalb vom Bach!) bleiben und durch lichten Wald zurück zum Ausgangspunkt queren.

Alternative: Bei der Gastalm, bzw. bereits ein Stück davor, kann man nach Südwesten zur Sichelwand aufsteigen.

Charakter / Schwierigkeit: Technisch mittelschwere, nur stellenweise steile Skitour mit einer maximalen Hangneigung von etwas über 30 Grad. Der kurze, steile Gipfelanstieg zu Fuß über leichte Felsen und Plattenschutt (bzw. Stapfschnee – je nach Verhältnissen) erfordert Trittsicherheit, ist aber bei normalen Verhältnissen ebenfalls nicht schwierig. Die Tour bietet in der oberen Hälfte super Abfahrtsmöglichkeiten, wobei man in den Mulden oft guten Schnee findet. Die Abfahrtsvariante nach Süden ist rassiger und erfordert absolut sichere Verhältnisse.

Lawinengefahr: Mittel. Der erste Teil der Forststraße quert einen Lawinenstrich. Hier ist nach Neuschneefällen und Erwärmung auf die Bedrohung von oben zu achten. Beim Gipfelanstieg durch die Mulde gibt es etwas steilere Passagen; hier kann man aber zum Teil Geländekönnen einsetzen.

Exposition: Südost und Ost

Aufstiegszeit: 2,5 Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz: 950 Höhenmeter; Distanz: 5 km (einfach)

Beste Jahreszeit: Hochwinter bis März

Stützpunkt: Auf Tour keine Einkehrmöglichkeit.

Karte: Alpenvereinskarte Blatt 45/2, Niedere Tauern II (östliche Radstädter und westliche Schladminger Tauern), 1:50.000. Erhältlich in unserem AV-Karten-Shop.

Autor: Bernhard Ziegler

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Galerie

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