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Gamsknogel (1750 m) 

Eine wunderschöne Überschreitung mit herrlichen Ausblicken und einer wunderschönen Gratwanderung. Lange verläuft der schmale Steig auf der Nordseite des Berges durch schattigen Wald, doch dann wird die Aussicht zunehmend schöner und die Route immer interessanter. Die Krönung ist dabei der technisch einfache Grat, an dem ganz leichte Felsstufen überwunden werden und das Panorama wirklich großartig ist. Auch beim Abstieg ist der Forstweganteil sehr gering und am Ende landet man im vielleicht schönsten Gastgarten Bayerns direkt am Fuße des Berges.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Bayern | Chiemgauer Alpen | Inzell

Tourensteckbrief Gamsknogel

Anfahrt: Auf der Salzburger Autobahn (A8) bis zur Ausfahrt Siegsdorf, dann weiter auf der B306 bis Inzell. Hier links abbiegen und der Adlgasser Straße nach Adlgass (beschildert) folgen. Man parkt auf dem Wanderparkplatz unterhalb des Gasthauses oder auf dem kleineren Parkplatz direkt oben am Gasthaus.

Ausgangspunkt: Forsthaus Adlgass (806 m) bei Inzell

Route: Die ausgeschilderte Route führt direkt am Forsthaus vorbei und hinter dem Gastgarten bei einem Drehkreuz über die Wiese zum Waldrand, wo man auf den breiten Forstweg trifft (Ww. Zwiesel/Gamsknogel). Auf ihm überquert man kurz danach eine Forststraße, wandert nunmehr auf einem Karrenweg bergan bis man erneut eine Forststraße überquert. Hier beim Wegweiser nimmt man nun den schmalen, manchmal recht feuchten Waldpfad, der einen in Serpentinen empor führt. Auf 1300 m folgt eine längere Querung nach Osten, wobei der Wald immer mehr Ausblicke frei gibt. Es folgen ein schöner Aussichtspunkt, leichte Felsstufen und eine nach Südwesten ansteigende Querung durch steile Schrofen- und Latschenhänge ehe man den Kamm erreicht. Hier rechts weiter (Ww. Gamsknogel). Auf herrliche und sehr aussichtsreiche Art folgt der schmale Bergsteig nun dem Kamm bis zum Gipfel. Dabei sind einige kurze drahtseilgesicherte Passagen und leichte Felsstufen zu überwinden.

Abstieg: Um eine Runde zu machen, überschreitet man den Gipfel nach Westen und steigt in Serpentinen über den steilen Rücken hinunter zur Kohleralm (1450 m). Auch hier sind einige drahtseilgesicherte, jedoch sehr einfache Passagen auf dem schmalen Steig zu bewältigen. Bei der Kohleralm wendet man sich nach rechts und folgt der Beschilderung nach Adlgass in den Wald. Auf schmalem Steig abwärts. Bei einer Gabelung kann man sowohl den gelben wie auch den rot-weißen Markierungen folgen. (Der rot-weiß markierte Steig ist direkter und somit auch etwas steiler und kürzer.) Beide Wege landen am Ende auf einer Forststraße. Nun kann man ganz bequem über die Forststraße gehen oder über eine unmarkierte Abkürzung auf kleinem, aber deutlichem Pfad durch den Wald absteigen. Auch der Abkürzer landet am Ende wieder auf der breiten Forststraße, welcher man nach Adlgass folgt. Im Tal angelangt, zweigt unmittelbar vor dem Parkplatz an der Straße eine neue Forststraße nach rechts ab. Über diese – parallel zur Straße und zum Bach – ca. 0,5 km nach Osten. Kurz vor Adlgass erreicht man eine querlaufende Forststraße; auf ihr links zur sichtbaren Landstraße und über diese in wenigen Schritten nach Adlgass.

Alternative: 1. Man kann auch auf der beschriebenen Abstiegsroute zum Gamsknogel (via Kohleralm) aufsteigen. Das ist etwas länger, jedoch technisch etwas einfacher. Ausgangspunkt: ein Wanderparkplatz ca. 0,5 km vor Adlgass (Beschilderung zum Gamsknogel vorhanden.)
2. Alternativ kann man auch Zwiesel und Zennokopf als Gipfelziel ansteuern. Dazu am Kamm nach links (Ww. Zwiesel) und über den einfachen Gratrücken zum Gipfel. Möglich wäre anschließend auch ein Abstieg zur Zwieselalm, welche auf der Südseite des Berges liegt. Danach wandert man auf der Südseite entlang nach Osten und erreicht mit einem Gegenanstieg nach Norden die Kohleralm. Weiterer wie oben beschrieben.

Charakter / Schwierigkeit: Landschaftlich sehr schöne Überschreitung. Technisch entspricht sie einer anspruchsvollen Bergwanderung, denn sie führt hauptsächlich über schmale Steige, garniert mit einigen ganz einfachen Felsstufen; teilweise sind diese Passagen drahtseilversichert. Die Route ist für Geübte völlig unschwierig, erfordert jedoch Trittsicherheit. Die Anstiegsroute ist etwas anspruchsvoller als der Abstieg, jedoch dadurch auch interessanter. Wir empfehlen die Runde also aus gutem Grund in der angegebenen Richtung. Besonders schön und aussichtsreich ist der Weg über den Ostgrat zum Gipfel, hier darf man ein großartiges Panorama genießen.

Gehzeit: Aufstieg: 3 Stunden; Abstieg: 2,5 Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz: 1000 Höhenmeter (inkl. ganz kleiner Gegenanstiege); Distanz: ca. 10 km (gesamte Rundtour)

Beste Jahreszeit: Mitte Juni bis zum Wintereinbruch. Weil die Route auf der Nordseite des Berges lange Zeit durch schattigen Wald führt, ist sie auch für den Hochsommer zu empfehlen.

Stützpunkt: 1. Forsthaus Adlgass (806 m) am Ausgangspunkt der Tour, privater Gasthof mit wunderschönem Gastgarten. Montag und Dienstag ist Ruhetag. Telefon: +49/(0)8665/483. Siehe auch hier.
2. Kohleralm (1450 m), Almhütte mit sporadischer Bewirtung; vor allem an schönen Wochenende werden Getränke und kleine Brotzeiten angeboten.

Karte: Alpenvereinskarte BY19, Chiemgauer Alpen Ost, 1:25.000.
Erhältlich ist die Karte in unserem AV-Karten-Shop.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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