Anfahrt: Über die Brennerautobahn A 22 oder die Staatstraße 12 nach Sterzing. Hier der Beschilderung zum Penser Joch folgen und über die Bergstraße bis zum Scheitelpunkt des Passes (2215 m). Rechts findet man einen Wanderparkplatz. Von Süden her erreicht man das Penser Joch durch das Sarntal.
Anfahrt planen mit Google-Maps Ausgangspunkt: Penser Joch (2215 m), Wanderparkplatz rechts der Passstraße.
Route: Direkt beim Wanderparkplatz beginnt der ausgeschilderte Weg (Nr. 12a) zum Sarner Weißhorn. Am kleinen Penser-Joch-See vorbei, quert man lange - ohne großen Höhengewinn - in leichtem Auf und Ab Richtung Westen. Auf Höhe der Röthenspitze dreht der Weg dann nach Südwesten, traversiert aber weiterhin die Hänge unterhalb des Kammverlaufes. Höhe Gartlspitze, bei den kleinen Seen, kommt man an eine Verzweigung. Die Sicherheitsvariante führt links hinunter und mit Abstand zu den steinschlaggefährdeten Hängen hinauf zum Gröller Joch (2557m). Die meisten Bergwanderer folgen jedoch dem Steig geradeaus weiter und queren die brüchigen Steilhänge, um auf diese Weise schneller ins Joch aufzusteigen. Im Joch nach rechts und auf den felsigen Gipfelaufbau zu. Man quert in die Flanke und klettert dann über Felsen und Schrofen ziemlich steil, teilweise recht brüchig und etwas ausgesetzt, meist entlang eines Seiles, hinauf zum Gipfelgrat. Auf ihm nach rechts und in wenigen Schritten zum exponierten Kreuz.
Abstieg: Wie Aufstieg.
Charakter/Schwierigkeit: Bis zum Gipfelaufbau einfache Bergwanderung auf gutem Bergsteig. Der Gipfelanstieg durch die steile Felsflanke (UIAA I.) entspricht eher einer mäßig schwierigen Bergtour (S4), ist also deutlich anspruchsvoller, denn er ist ausgesetzt, erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit und ist nur stellenweise seilgesichert. Dazwischen gibt es immer wieder ein paar ausesetzte, ungesicherte Passagen. Für Geübte kein Problem. Der Gipfelaufbau ist recht brüchig und so muss man vorsichtig sein, damit man nichts lostritt. Insbesondere bei starker Frequentierung empfehlen wir einen Steinschlaghelm zu verwenden. Das Sarner Weißhorn gehört wohl zu den schönsten Aussichtbergen im gesamten Ostalpenraum.
Gehezeit: Aufstieg: 2,5 Stunden; Abstieg: 2 Stunden
Tourdaten: knapp 600 Höhenmeter (inkl. Gegenanstiege); Distanz: 5 km (einfach)
Beste Jahreszeit: Juli bis zum Wintereinbruch
Stützpunkt: Auf Tour keine Einkehrmöglichkeit. Direkt am Ausgangspunkt ist jedoch der Alpenrosenhof (2211 m) zu empfehlen. Gute südtiroler Küche. Geöffnet von Anfang Mai bis Ende Oktober. 20 Übernachtungsplätze (Einzel- und Doppelzimmer). Telefon +39 / 0472 / 647 170.
Hinweis: Knapp 600 Höhenmeter für eine Tour - das klingt wie ein Spritztour. Wegen der Entfernung (insgesamt sind über 10 km zurückzulegen) und des Gipfel-Auf- und Abstieges, der Konzentration erfordert, zieht sich die Tour dann doch etwas in die Länge.
Ausrüstung: Der Gipfelaufbau ist recht brüchig und so ist ein Steinschlaghelm kein Luxus. Insbesondere bei starker Frequentierung empfehlen wir einen Helm zu verwenden.
Karte: Kompass Blatt 44, Sterzing, 1:50.000.
Autor: Bernhard Ziegler