Anfahrt: Von der Inselhauptstadt Cres auf der Landstraße (100) Richtung Süden. Dann biegt man nach Valun (ausgeschildert) ab und fährt ca. 5 km in Auf und Ab über eine Bergstraße bis Valun. Die Abzweigung nach Lubenice lässt man dabei links liegen. In Valun findet man mehrere Parkplätze. Im Idealfall fährt man am ersten vorbei und parkt man unteren nördlichen Parkplatz mit dem Wartehäuschen, denn das ist auch der Ausgangspunkt für diese Wanderung.
Anfahrt planen mit Google-Maps Ausgangspunkt: Valun, nördlicher (unterer) Parkplatz (20 m)
Route: Direkt beim Wartehäuschen beginnt diese Tour. Hier findet man auch einen braunen Wegweiser nach Lubenice. Ihm folgt man und steigt auf einer asphaltierten Straße, an den letzten Häusern des Ortes vorbei, nach Süden an. In einer Kehre verlässt man die Straße und wandert auf einem Schotterweg knapp 100 Meter weiter, bis man eine beschilderte Abzweigung nach Lubenice findet. Auf einem schmalen holprigen Steig geht es nun teilweise steil bergan, bis man auf 220 m auf die Straße nach Zbicina trifft. Ihr folgt man aber nur 150 m, dann zweigt man auf einen teilweise betonierten Wirtschaftsweg ab. 1,3 km geht es nun bergauf, ehe man auf eine schlecht markierte Verzweigung trifft. Nach Lubenice geht es geradeaus weiter. Zunächst mit etwas Höhenverlust führt der Weg nun mit idyllischem Blick auf Lubenice hinauf zum Dorf. Bei der ersten Kirche gibt es eine kleine Bar – ein toller Rastplatz mit Blick auf den Ort und das Meer! Den Gipfel erreicht man jedoch, indem man in das Dorf hineinwandert und sich dabei links hält, dann findet man bald den höchsten, felsigen Punkt (382 m) mit dem Fernrohr.
Abstieg: 1. Wie Aufstieg.
2. Eine bezaubernde, jedoch nicht gerade kurze Runde kann man machen, indem man über Pernat nach Valun absteigt. Dazu durchquert man den Ort nach Norden, wandert durch einen Steinbogen (Ww. Pernat), an der Friedhofskapelle vorbei und nun auf schmalem Pfad, über einen besonders malerischen Abschnitt, entlang des breiten Rückens nach Norden. Der Pfad mündet in eine Forststraße. Bei einer Abzweigung rechts. (Man könnte auch über die Forststraße weiterwandern, das ist aber weiter und nicht so schön, jedoch evtl. bequemer.) So landet man kurz vor Pernat auf der asphaltierten Straße, welche einen, an einer Kapelle vorbei, geradeaus in den Ort hineinführt. Man findet einen Wegweiser an einer Steinmauer und folgt diesem nach links. Jetzt wird der Pfad schmal und ist stellenweise auch etwas von Büschen überwuchert, er führt aber ganz eindeutig über längere Zeit zwischen den Trockenmauern hindurch, bis man die Kapelle Sv. Juraj erreicht. Der Weg quert weiter nach Südosten. Eine Abzweigung lässt man rechts liegen, dann stößt man auf eine etwas unübersichtliche Verzweigung. Hier geht es nur wenige Meter links, dann gleich wieder rechts weiter. Auf einem holprigen Weg, über Stock und Stein erreicht man schließlich den Ortsrand von Valun, und folgt der asphaltierten Straße (die man vom Anstieg kennt zurück zum Ausgangspunkt.
Alternative: Anstelle der Rundtour kann man auch von Lubenice zur Blauen Grotte absteigen (Abstieg: 45 Minuten, Wiederaufstieg: knapp 1 Stunde)
Charakter/Schwierigkeit: Abwechslungsreiche, technisch nur mäßig schwierige Bergwanderung, die teils über holprige, steile Steige wie auch über gute Wanderwege, ja kurz sogar über betonierte Passagen führt. Dabei kann man landschaftlich großartige Eindrücke sammeln. Insbesondere der Gipfelblick bei Lubenice aufs Meer und auf das Festland sind vom Allerfeinsten.
Gehezeit: Rundtour insg. 4:00 Stunden. Anstieg: 1:30 Stunden; Abstieg auf der Anstiegsroute: gut 1 Std., Abstieg über Pernat: 2:30 Std.
Tourdaten: Höhendifferenz: 400 Höhenmeter; Distanz: 3,7 km auf der Anstiegsroute (einfach); knapp 11 km auf der gesamten Rundtour.
Beste Jahreszeit: Ganzjährig möglich. Im Hochsommer jedoch sehr heiß.
Stützpunkt: In Lubenice findet man eine Bar (15 bis 18 Uhr geöffnet); und abends haben auch zwei Restaurants geöffnet. Eines davon ist für Lamm-Spezialitäten bekannt.
Wissenswertes: Lubenice wurde (so wird vermutet) bereits vor 4000 Jahren von den Illyrern gegründet. Wegen der strategisch günstigen Lage mit hervorragendem Blick auf die Adria, aber auch ins Inselinnere entwickelte sich die Besiedlung zu einer bedeutenden Festung, vermutlich sogar zum Zentrum des Archipels. Auch den kroatischen Piraten diente diese Festung ab dem ausgehenden Mittelalter als Stützpunkt. Heute gibt es kaum noch Einwohner in Lubenice – die Zählungen schwanken zwischen 6 und 24 ständigen Bewohnern. Wie früher wird hier Schafzucht, Weinbau und Imkerei betrieben. Von der einst bedeutenden Festungsstadt sind fünf Kirchen, Reste der mittelalterlichen Stadtmauer und ein Tor erhalten. Der älteste Bewohner des Dorfes dürfte allerdings der hier immer spürbare Wind sein.
Karte: Wanderkarte in brauchbarem Maßstab haben wir leider bisher nicht gefunden. Für die gesamte Dalmatinische Küste Nord gibt es eine Kompass-Karte (1:100.000), die Sie hier bestellen können.
Autor: Bernhard Ziegler