Anfahrt: Durch das Inntal bis nach Wiesing; hier biegt man ab auf die B169 ins Zillertal. Bei Fügen verlässt man die Bundesstraße und fährt über die Hochfügenerstraße in einigen Kehren hinauf nach Hochfügen. Am besten man parkt am Ende des großen Parkplatzes, denn hier beginnt die Tour. Der Parkplatz ist für Skitourengeher gebührenpflichtig (5 Euro / Tag – Stand 2026)
Navi-Adresse: A-6264 Hochfügen (Fügenberg), Hochfügen 31
Anfahrt planen mit Google-Maps Ausgangspunkt: Hochfügen (1474 m), Großparkplatz des Pistenskigebiets
Route: Am südlichen Ende des Parkplatzes beginnt die Straße (im Winter Rodelbahn) in den Finsinggrund. Ihr folgt man über zwei Kehren - oder diese abkürzend – zum Pfundsalm Niederleger (1640 m). Hier endet die Rodelbahn. Man folgt der Almstraße weiter taleinwärts, rechts des Finsingbaches, bis unter den Pfundsalm Mittelleger, am besten jedoch noch ein kurzes Stück weiter. Bei schlechten Schneeverhältnissen kann man hier weiterhin die Straße nehmen, bei guten Verhältnissen geht es nun direkt nach Westen hinauf und deutlich links an den Almhütten vorbei. Die westliche Grundrichtung beibehaltend, trifft man auf ca. 1980 m erneut auf die Almstraße, welche nun nach Süden zu einer Felsnase zielt. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder vor der Felsnase etwas steiler nach Südwesten hinauf, bis man wieder flaches Gelände erreicht. Oder zunächst noch auf dem Weg um das Geländeeck herum und dann erst nach Westen in den Karkessel unter dem Kleinen Gilfert. Zunächst rechts haltend über flache Böden auf den Pfaffenbichl zu. Wenn das Gelände aufsteilt (ca. 2160 m), quert man jedoch nach links (Südwesten) in die Gipfelmulde des Kleinen Gilfert. Durch die steile Karmulde rechtshaltend hinauf in den Sattel und nach links zum Gipfelaufbau, dann in wenigen Schritten (bei guten Verhältnissen mit Ski) bis zum kunstvollen Gipfelkreuz-Friedenssymbol.
Abfahrt: Die weiten Hänge lassen bei der Abfahrt viele Varianten zu. Überall locken freie Hänge, so dass man entweder weiter nördlich oder südlich in den Talgrund abfahren kann – auch neigen sich einige Passagen mehr nach SO, andere nach NO. Im Talgrund angekommen, auf der Fahrstraße zurück zum Ausgangspunkt. Bei schlechten Schneeverhältnissen ist es angenehm, dass man bereits auf ca. 2000 m vom freien Gelände auf die Almstraße wechseln kann.
Alternative: Auch schön, aber deutlich weiter, ist die Westroute von Innerst durch das Nurpenstal auf den Kleinen Gilfert.
Eine lohnende Variante der Tour - nicht nur, wenn im Gelände zu wenig oder schlechter Schnee liegt - ist den Pfaffenbichl-Winterklettersteig in die Tour einzubauen und über die Piste nach Hochfügen abzufahren.
Charakter/Schwierigkeit: Mäßig schwierig bis mittelschwer Skitour, die eher kurze Steilpassagen (>30°) aufweist. Hat man die Almstraße hinter sich gebracht, warten ausschließlich schöne, meist mittelsteile breite Hänge mit vielen Abfahrtsvarianten.
Lawinengefahr: mittel (nur bei idealer Spurwahl. Man beachte bei der Tourenplanung auch das sehr steile bis extrem steile Einzugsgebiet)
Exposition: Überwiegend Ost - auch Nordost und Südost (je nach Variante) in den abfahrtsrelevanten Bereichen
Aufstiegszeit: 2:30 Stunden
Tourdaten: Höhendifferenz 920 Höhenmeter; Distanz: ca. 6 km (einfach)
Beste Jahreszeit: Frühwinter bis März
Karte: Alpenvereinskarte Tuxer Alpen, Blatt 33, 1:50.000.
Autor: Bernhard Ziegler; Bilder: Ziegler & Reinhold Lederer