Anfahrt: A 10 Tauernautobahn (Maut) bis zur Ausfahrt St. Michael. Dann über Tamsweg nach Predlitz. Hier biegt man rechts ab und fährt Richtung Turrach.
Von Süden: über Feldkirchen, bzw. Bad Kleinkirchheim über die Turracher Höhe nach Turrach.
Parkplätze findet man beim Montanmuseum im Ort Turrach direkt am Beginn des Wanderweges durch den Steinbachgraben.
Anfahrt planen mit Google-Maps Ausgangspunkt: Turrach, Montanmuseum (1280 m)
Route: Vom Parkplatz, an der Freiwilligen Feuerwehr vorbei, zum Steinbachgraben und hier hinauf zum Gasthaus Rosatinalpe (1721m - gut 1 Stunde). Vom Gasthaus geht man nur wenige Meter zur Skipiste. Hier (Schild „Geiger / Kilnprein“) wendet man sich nach links und verfolgt die Skipiste auf einem Wiesenpfad bis zur Bergstation des oberen Liftes. Kurz oberhalb erreicht man dann bereits den Geiger (2019m). Er ist ein mit einem Kreuz geschmückter, kleiner Vorgipfel im Kammverlauf.
Nun gibt der breite, gemächlich ansteigende, breite Rücken des Kilnprein den Weg vor. (Siehe Bild 3 und 4) Trittspuren und Steinmandl leiten einen zudem hinauf bis sich der Rücken zum Grat verjüngt. Hier kraxelt man entlang des felsigen Grates hinüber bis zum Kreuz (Bild 5). Der höchste Punkt des breiten Gipfels (2408m) befindet sich aber noch ein Stück weiter hinten.
Abstieg: Überschreitung: Um eine Rundtour zu machen, steigt man weglos entlang des Südwestgrates über eine breite Wiesenflanke ab. Erst beim Steinbachsattel (2042m), also unmittelbar unter dem Reißeck, wendet man sich nach links. (Achtung, ein Stück vorher zweigt bereits ein Steig nach links ab; dieser verläuft sich jedoch!) Wenn man sich beim Abstieg vom Steinbachsattel am Bachlauf orientiert (dem Steinbach) trifft man bald auf einen Steig. Auf ihm und später auf einer Forststraße zurück zur Rosatinalpe. Die Forststraße mündet kurz unterhalb der Rosatin auf den Anfahrtsweg.
Charakter/Schwierigkeit: Lange, relativ einsame, landschaftlich schöne Bergwanderung auf einen formschönen Gipfel. Der kurze, felsige Grat beim Anstieg verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, auch wenn er nicht schwierig ist. Reizvoll ist, dass man häufig nur Pfad- oder Trittspuren (ohne Markierungen), kurzzeitig auch wegloses Gelände benutzt. Im Anstieg ist die Orientierung problemlos. Der Abstieg (bei der hier beschriebenen Überschreitung) erfordert dagegen etwas Orientierungssinn. Deshalb und wegen der kurzen Stelle am Felsgrat stufen wir dies Tour als anspruchsvolle Bergwanderung (S3) ein. Schöner Gipfelblick auf die Hochalmspitze (genannt auch die Tauernkönigin).
Gehezeit: Aufstieg: gut 3 Stunden; Abstieg bei der hier beschriebenen Überschreitung 3 Stunden; Abstieg über den Anstiegsweg: 2,5 Std..
Tourdaten: Höhendifferenz: 1130 Höhenmeter; Distanz: ca. 15 km (Auf- und Abstieg)
Beste Jahreszeit: Juni bis zum ersten Schneefall
Stützpunkt: Das Gasthaus Rosatinalpe für eine Einkehr während der Tour an.
Hinweis: Früher konne man zum Gasthaus Rosatinalpe (1721m) mit dem PKW fahren, was die Tour etwas reizvoller machen würde. Das ist heute nicht mehr möglich. So muss man zunächst einen mehr als einstündigen Forststraßenhatscher in Kauf nehmen.
Karte: Kompass Blatt 63, Millstätter See / Nockgebiet, 1:50.000.
Autor: Bernhard Ziegler