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Zuckerhütl (3505 m) 

Der höchste Stubaier Berg ist das berühmte und formschöne Zuckerhütl. Ein riesiger Firnhut, der durch Lifthilfe schnell zu erreichen ist, aber nicht unterschätzt werden darf. Der sehr steile Gipfelanstieg erfordert absolute Trittsicherheit und häufig den Einsatz von Steigeisen und Pickel.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skihochtour | Tirol | Stubaier Alpen | Stubaital

Tourensteckbrief Zuckerhütl

Anfahrt: A8 München-Salzburg, Inntaldreieck Richtung Kufstein, Innsbruck (oder über Garmisch, Zirlerberg nach Innsbruck), Brennerautobahn (oder Landstraße) bis Schönberg. Hier ins Stubaital, über Fulpmes und Neustift nach Ranalt. Weiter bis zum Ende der Straße an der großen Liftstation an der Mutterbergalm.

Ausgangspunkt: Großer Parkplatz an der Talstation der Stubaier Gletscherbahnen (1720 m).

Route: Mit Hilfe der Bahnen bis zum Eisjoch/Schaufeljoch auf (3116 m). Nun geht es über die Piste, parallel zum Schlepplift, über den Gaißkarferner hinunter zum Ende des Liftes. Hier verlässt man das gesicherte Gebiet und fährt weiter ab bis auf eine Höhe von ca. 2840 m. Jetzt folgt eine steile (unter Umständen lawinengefährliche), südseitige Querung in eine Mulde durch schrofiges Gelände. Bald wir die Traverse flacher und man erreicht, einen Buckel umrundend, den Gletscher. Über eine Stufe (Achtung Spalten!) geht es hinauf zum flachen Pfaffenferner. Richtung Ostnordosten flach zum Pfaffenjoch (3212 m). Nun unterhalb der Nordflanke des Zuckerhütls (Richtung Ostsüdost) flach hinüber zum Pfaffensattel (3323 m), der Einsattelung zwischen Zuckerhütl und Wildem Pfaff. Ein Stück ist der Ostrücken noch mit Ski begehbar, wenn er zu steil wird, errichtet man das Skidepot. Zu Fuß erst steil, dann ziemlich steil, zum Gipfel. (Bei guten Schneeverhältnissen ist der Anstieg nicht schwierig. Pickel und Steigeisen vermitteln aber auch dann ein sicheres Gefühl am steilen Rücken.)

Abfahrt: 1. Entlang der Aufstiegsspur.
2. Vom Pfaffensattel bis beinahe zum Pfaffenjoch. Dann auf den Aperen Pfaff-Grat zu und an ihm entlang Richtung Nordost. Zu Fuß steigt man über unschwierige Blöcke zum Langen Pfaffennieder (3055 m). Über eine Mulde fährt man zum Fernauferner ab und an seinem rechten (also östlichen) Ufer weiter zur Dresdner Hütte (2302 m). Über die Piste (oder mit der Bahn) zurück ins Tal.
3. Ein sehr lohnende, jedoch auch anspruchsvolle Abfahrt führt vom Pfaffenjoch nach Norden über den sehr spaltigen Sulzenauferner, die Sulzenauhütte hinunter ins Tal zur Graba-Alm. Dazu vom Pfaffenjoch direkt nach Norden und über den Sulzenauferner bis kurz vor die Brüche (Alternativ kann man auch schon weiter oben nach links hinüber queren). Jedoch spätestens oberhalb der Eisbrüche geht es schräg nach Nordwesten zum Pfaffengrat hinüber. Hier fährt man am linken Gletscherrand nach Norden hinunter und nun nach Nordosten eindrehend über eine Steilstufe in das ein weitläufige Becken und weiter talauswärts zur Sulzenauhütte. Hier folgt man ein kurzes Stück dem Sommerweg, dann geht es über eine mit Krummholz und Sträuchern bewachsene Steilstufe in den Talboden hinunter und hier zur Sulzenau-Alm. An ihr vorbei, jetzt wieder auf dem stellenweise sehr schmalen Sommerweg weiter, dem man nach Westen zu einer Schneise folgt. Sehr steil hinunter ins Tal. Sich links haltend erreicht man über eine Brücke die Graba-Alm (auch Grawa-Alm). Zurück zum Ausgangspunkt mit dem Bus - Haltestelle Parkplatz Sulzenauhütte.

Alternative: Der Nachbargipfel ist der Wilde Pfaff (3458 m); er kann ohne großen Zusatzaufwand (vca. plus 30 Min.) erreicht werden.Eine Routenbeschreibung finden Sie hier unter Skitour Wilder Pfaff.

Charakter / Schwierigkeit: Wegen des kurzen Anstiegsweges (durch Lifthilfen) ist dieser großartige, hohe Firnhut zu einem der beliebtesten Skihochtourenziele der Ostalpen geworden. Der höchste Stubaier Berg sollte aber nicht unterschätzt werden. Bei schlechtem Wetter ist die Orientierung sehr schwer und der Aufstieg über den Firnrücken ist recht steil. Auch wenn der Gipfelanstieg (unter normalen Umständen, also ohne Blankeis) nicht schwer ist, sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Hilfreich sind Pickel und Steigeisen. Großartige Aussicht vom Gipfel mit Kreuz. Die Abrfahrtsvariante direkt nach Norden über den Sulzenauferner und die Sulzenauhütte zur Graba-Alm erfordert sichere Verhältnisse am sehr spaltigen Gletscher, gute Orientierung und sichere Skitechnik.

Lawinengefahr: Mittel

Exposition: Nordwest, Südwest (auf der Normalroute), dann durchs Liftgebiet

Aufstiegszeit: ca. 2 Stunden

Tourdaten: 700 Höhenmeter bei Liftbenutzung

Beste Jahreszeit: März bis Mai

Stützpunkt: Dresdner Hütte (im Liftgebiet, 2308 m), DAV-Sektion Dresden, Telefon Hütte: 0043/5226/8112, Telefon Tal: 0043/5226/2717, Fax Hütte: 0043/5226/8113, Fax Tal: 0043/5226/2698-116. Bewirtschaftet in der Wintersaison: durchgehend; in derSommersaison: Anfang Juli bis Anfang Oktober. Im Juni und Oktober 2 Wochen geschlossen.

Karte: AV-Karte Hochstubai, Blatt 31/1, 1:25.000.

Autor: Bernhard Ziegler

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