Touren

Wildspitze (3770 m) 

Bei Benutzung der Pitztaler Gletscherbahnen bietet die Wildspitze - mit 3770 Metern Höhe immerhin der höchste Punkt Tirols und gleichzeitig höchster Ötztaler Gipfel - unglaublich viel Abfahrtsvergnügen für vergleichsweise wenig Anstrengung. Knapp 700 Aufstiegsmeter werden belohnt mit einer rekordverdächtigen Abfahrt über 2000 Hm. Und das alles inmitten einer grandiosen Gletscherkulisse, die in den Ostalpen ihresgleichen sucht und von vielen unterschätzt wird. Wer im Spätsommer einen Blick auf den Taschachferner wirft, der kann sich nur wundern, dass die meisten Tourengeher ohne Seil unterwegs sind.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skihochtour | Tirol | Ötztaler Alpen | Pitztal

Tourensteckbrief Wildspitze

Anfahrt: Aus dem Inntal von Imst, bzw. der Ausfahrt Imst/Pitztal ins Pitztal und durch das komplette Tal bis zu den Parkplätzen bei der Talstation der Pitztaler Gletscherbahnen.
Navi-Adresse: A-6481 St. Leonhard, Mittelberg 29

Ausgangspunkt: Parkplatz an der Talstation der Pitztaler Gletscherbahn (1730 m) in Mittelberg im Pitztal

Route: Mit dem Pitzexpress (www.pitztaler-gletscher.at) ins Gletscherskigebiet. Kurze Abfahrt, dann mit der Gondel zur Bergstation der Mittelbergbahn. Kurze Abfahrt und zu Fuß ein paar Meter hinauf ins Mittelbergjoch (3166 m) mit grandiosem Blick auf die Wildspitze und die Aufstiegsroute. Bei hartgefrorenem Schnee recht ruppige Abfahrt nach Süden über einen steilen Hang auf den Taschachferner. Dann folgt ein flacher Anstieg nach Südwesten auf einer Rampe zwischen den Gletscherbrüchen (an einer Stelle Achtung auf Eisschlaggefahr von links) und dann nach rechts (Westen) unter einem Steilhang hindurch bis unter den Hinteren Brochkogel. Hier in einem Linksbogen nach Südosten eindrehend in ein flaches Gletscherbecken und dann Richtung Ost über einen schönen Hang (am besten in der Mitte haltend, Spalten!) unter den Nordgipfel der Wildspitze. Weiter Richtung Süd zum Fuß des Südwestgrates (Achtung auf Wechten). Skidepot. Zu Fuß über den steilen Schnee- bzw. Geröllhang, zuletzt über eine kurze Felsstufe (leichte Kletterei) auf den Gipfel.

Abfahrt: Wie beim Anstieg bis unter das Mittelbergjoch. Falls im Tal kein Schnee mehr liegt oder die weitere Abfahrt aufgrund von Lawinengefahr gefährdet ist, dann besser kurzer Gegenanstieg ins Mittelbergjoch und durch das Skigebiet zum Pitzexpress. Ansonsten fährt man weiter nach Westen über den Taschachferner ab, wobei man ungefähr in der Mitte des breiten Eisstroms bleibt. Erst flach, dann über einige schöne Hänge zur Gletscherzunge. Flach talauswärts (Achtung auf Lawinen aus den seitlichen Flanken), bis man bei der Taschachalm auf die Rifflseepiste trifft, von der man wenige Schwünge später direkt zum Parkplatz der Gletscherbahn abzweigen kann.

Alternative: Die klassische "ehrliche" (ohne Lifthilfe) Route führt von Vent über die Vernagthütte, den Vernagtferner und das Brochkogeljoch zur Wwildspitze. Hier finden Sie die Route von Vent.

Charakter / Schwierigkeit: Bis zum Skidepot eher leichte Skihochtour mit überwiegend mäßig steilen Hängen, “Schlüsselstelle” ist ein kurzer Felsaufschwung kurz unter dem Gipfel, der allerdings Dank guter Tritte und Griffe gar nicht so schwer ist wie er ausschaut. Am Taschachferner Spaltengefahr, Gletscherausrüstung erforderlich!

Lawinengefahr: Zwischen Mittelbergjoch und Gipfel bei richtiger Spuranlage eher gering. Bei der Abfahrt durch das Taschachtal jedoch im Frühjahr bei tageszeitlicher Erwärmung große Gefahr aus den seitlichen Flanken, daher unbedingt rechtzeitig abfahren.

Exposition: Süd (am Mittelbergjoch), sonst Nordost, Nordwest, West und Nord

Aufstiegszeit: 2,5 bis 3 Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz im Aufstieg: 700 Höhenmeter; Distanz: knapp 4,5 km (im Aufstieg). Abfahrt: ca. 2000 Hm und 14,5 km

Beste Jahreszeit: März bis Mai

Stützpunkt: Auf Tour keine Einkehrmöglichkeit. Bei der Abfahrt durch das Taschachtal lohnt sich kurz vor der Talstation ein Einkehrschwung bei der Pitztaler Skihütte (Taschachalm, www.pitztaler-schihuette.at).

Hinweis: Im Winter 17/18 endet die Saison ausnahmsweise bereits am 22. April. Der Gletscherexpress hat große Revision, daher gibt es im Anschluss keine Möglichkeit für Tourengeher, den Anstieg zu verkürzen.

Ausrüstung: Komplette Gletscherausrüstung

Bergbahn: Bei den Pitztaler Gletscherbahnen ist ein spezielles Ticket für Tourengeher erhältlich. Die Skitourenkarte kostet 32 Euro (Stand Winter 2017/2018, aktuelle Preise auch hier. Das Ticket beinhaltet eine einmalige Berg- und Talfahrt mit dem Gletscherexpress sowie je eine Bergfahrt mit der Mittelberg- und Gletscherseebahn.

Karte: Alpenvereinskarte Ötztaler Alpen – Wildspitze mit Skirouten, Blatt 30/6, 1:25.000.
Erhältlich in unserem AV-Karten-Shop.

Autor: Stefan Herbke

Wetter

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Pitztal
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Fr, 22.02.2019 leichter Schneefall
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leichter Schneefall
Niederschl.: 90 % Wind: 11 km/h W
Pitztal
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Sa, 23.02.2019 sonnig
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sonnig
Niederschl.: 0 % Wind: 5 km/h O
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Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

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Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

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Bild des Monats

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Benutzer: mikemagic

Beschreibung: in der Zeit um Weihnachten geht die Sonne direkt hinter den Drei Zinnen auf. Zu diesem Spektakel ziehen jedes Jahr täglich über hundert Leute auf den Dürrenstein, um diesem Naturschauspiel bezuwohnen.
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Benutzer: Linus_Z

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Benutzer: Bergfreund

Beschreibung: Blick vom Hirschberg bei Scheidegg auf den Pfänder und die Schweizer Berge im Hintergrund. Bodensee, Rheintal und Bregenzer Wald liegen unter den Wolken. Was für ein Sonnenuntergang!
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