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Wildkarspitze (3076 m)

Steil und unnahbar wirkt sie von weitem. Aber ganz so wild ist sie dann doch nicht, auch wenn das Finale am luftigen Gipfelgrat volle Konzentration fordert. Im wildromantischen Wildkar schwingt man über herrliche Skihänge hinab, die einem aber nicht geschenkt werden. Im unteren Teil muss man sich nämlich erst über eine mühsame und steile Waldstufe emporkämpfen.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skihochtour | Salzburg | Zillertaler Alpen | Gerlos

Tourensteckbrief Wildkarspitze

Anfahrt: Von München auf der A8 Richtung Salzburg. Beim Inntaldreieck auf die Inntalautobahn (A93) abbiegen und über Kufstein bis zur Ausfahrt Zillertal. Weiter auf der Landstraße Richtung Mayrhofen bis nach Zell am Ziller. Hier biegt man Richtung Gerlos ab. In Gerlos hält man sich Richtung Gerlospass/Königsleiten. Kurz vor der Mautstelle biegt man scharf nach links ab (Hinweisschild: Königsleiten – Wildgerlostal – GH. Finkau), fährt unter der Passstrasse hindurch, und weiter auf einer schmalen Straße entlang des Durlaßboden- Speicherstausees zum Alpengasthof Finkau.

Ausgangspunkt: Parkplatz beim Alpengasthof Finkau (1420 m) bei Gerlos-Königsleiten.

Route: Vom Gasthof wandert man auf einer Forstraße taleinwärts an einem Fluss (Wilde Gerlos) entlang und erreicht nach einigen Kurven die Drisselalm (1583 m). Hier beginnt links (Osten) der mit roten Punkten markierte Leitenkammersteig (Wegweiser: Leitenkammersteig – Wildkarsee – Seekarscharte), auf dem man nun mühsam Kehre um Kehre durch den steilen Waldgürtel höher steigt. Sobald man das freie Almgelände (ca. 1900 m) oberhalb dieser Steilstufe erreicht hat, geht es nach Nordosten zunächst flach weiter, dann leicht ansteigend über Wiesen (siehe Bild 1) zur Wildkar-Hochalm (1962 m) hinauf. Dort hält man sich südostwärts und spurt anfangs über kupierte Hänge und Stufen bergan, bis man in einer flachen Mulde unterhalb des Felskammes des Roßkar- und Seekarkopfes den kleinen versteckten Wildkarsee erreicht. Jetzt wird erstmals der steile schwarze Gipfelzahn sichtbar (siehe Bild 3) und man hat den Eindruck, den Gipfel schon in der Tasche zu haben. Aber die Perspektive täuscht gewaltig, denn es sind noch fast 600 Höhenmeter und eine ordentliche Wegstrecke bis zum höchsten Punkt. Nach einer kurzen steilen Querung zur Seekar-Scharte (2519 m) hinüber, gelangt man anschließend in das herrliche Wildkar. Über gleichmäßig geneigte Skihänge zieht man am linken, östlichen Karrand höher, bis man das wunderschöne Becken des Wildkarkees erreicht. Jetzt zielt man nach links (Osten) auf eine deutlich erkennbare Scharte hin, die am tiefsten Punkt des Nordostgrates der Wildkarspitze endet. Nun etwas steiler zum Skidepot unterhalb der Felsen hinauf (siehe Bild 4). Von dort stapft man zu Fuß auf der schmalen Gratschneide empor. Über verschneites Blockwerk geht es anfangs ohne besondere Schwierigkeiten zu einem großen Felsturm hin, den man rechts umgeht und so zum eigentlichen Gipfelaufbau kommt (siehe Bild 5). Über eine steile und ausgesetzte Firnrinne wird dann das Gipfelkreuz erreicht.

Abfahrt: Wie Aufstieg.

Charakter / Schwierigkeit: Die Wildkarspitze mit dem steilen felsigen Gipfelaufbau und den idealen Skihängen im Wildenkar ist eine recht bekannte Zillertaler Skitour. Dennoch ist der Zustieg kein reines Zuckerlecken. Bei der hier vorgestellten „Finkau Route“ muss erst eine sehr steile und dicht bewaldete Stufe von fast 300 Hm überwunden werden. In dieser Etappe (markierter Weg) ist es am besten, die Ski zu tragen. Falls der Weg und die Markierungen eingeschneit sind, wird gutes Orientierungsvermögen notwendig. Es gibt noch eine Alternativroute, die auf der Gerlosplatte beginnt. Hier muss man allerdings gut 3 km im ständigen Bergauf- Bergab lawinengefährdete Hänge queren und die Orientierung ist auch nicht einfach. Beide Anstiege treffen unterhalb der Wildkar Hochalm zusammen. Der weitere Anstieg über das Wildenkar und Wildenkarkees zum Skidepot ist nur mäßig steil und bietet eine genussvolle Abfahrt. Den Gipfel erreicht man über den 150 m hohen Nordostgrat in anfangs leichter Blockkletterei und zuletzt über eine 50 Hm steile und ausgesetzte Firnrinne. Bei Hartschnee sind Steigeisen und Pickel, evtl. Seilsicherung, empfehlenswert. Wegen des langen, ausgesetzten und nicht ganz einfachen Schlussanstieges wird die Tour als mittel bis schwer eingestuft.

Lawinengefahr: Mittel

Exposition: Nord und Nordwest

Aufstiegszeit: 4,5 bis 5 Stunden

Tourdaten: 1660 Höhenmeter; Distanz ca. 7 km

Beste Jahreszeit: März bis Mai

Stützpunkt: Der große Alpengasthof Finkau am Ausgangspunkt ist geöffnet von Weihnachten bis Ostern und von Anfang / Mitte Mai bis Ende Oktober.

Karte: Kompass Wander- und Skitourenkarte, Zillertaler Alpen/Tuxer Voralpen Nr. 37, 1:50.000
Oder Alpenvereinskarte Zillertaler Alpen Nr. 35/3, 1:25.000.

Autor: Doris & Thomas Neumayr

Wetter

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GPS Daten zum Download

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Galerie

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