Touren

Wilder Freiger (3418 m) 

Der Wilde Freiger ist sowohl landschaftlich, wie skifahrerisch eine der großartigsten Skitouren, die die Stubaier Alpen zu bieten haben. Dies gilt insbesondere dann, wenn man das konditionell anspruchsvolle Unternehmen als Rundtour angeht und über das Langental ins Stubaital abfährt. Wem 1800 Höhenmeter als Tagestour zu viel sind, der kann im Winterraum der Sulzenau Hütte übernachten.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skihochtour | Tirol | Stubaier Alpen | Stubaital

Tourensteckbrief Wilder Freiger

Anfahrt: Über die Brenner Autobahn zur Ausfahrt Stubaital und weiter über Neustift durch das Stubaital bis zur Bushaltestelle Sulzenauhütte.
Öffentliche Verkehrsmittel: Auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Innsbruck Hbf. zu erreichen. Aktuelle Fahrpläne unter www.stubai.at

Ausgangspunkt: Stubaital, Bushaltestelle und Parkplatz Sulzenauhütte (1590 m)

Route: Vom Parkplatz bei der Haltestelle Sulzenauhütte folgt man dem Sommerweg, der zunächst in Kehren, dann in einer langen ansteigenden Querung in den Talkessel führt, in dem die  Sulzenaualm (1850 m) liegt. Nun folgt man entweder weiter dem Sommerweg, der sich gleich nach der Hütte steil nach rechts wendet und dann an der rechten Hangseite in einer ansteigenden Querung und unterhalb von Felsstufen zur Karschwelle führt, an der die Sulzenauhütte (2196 m) liegt. Oder aber man folgt dem Talboden bis kurz vor dem Talschluss und steigt dann nach rechts einen steilen Latschenhang (hohe Schneelage wünschenswert)  hinauf, um den Geländeabsatz zu erreichen.
Von der Sulzenauhütte  quert man zunächst eben, dann ansteigend in südöstlicher Richtung um in das große Kar nördlich vom Grünausee zu gelangen. Nachdem man über einen Absatz gelangt ist und das Kar einsehen kann, hält man sich rechts und quert nun einen riesigen Osthang um in den Talboden zu gelangen. An seiner rechten Seite geht es nach Süden weiter bis man rechts auf Höhe des Grünausees eine Steilrinne entdeckt. Über diese steigt man nun zunehmend steiler in Spitzkehren in ein wunderschönes Hochtal hinauf. Dieses führt direkt zum vor einem liegenden Wilden Freiger Ferner hin. Nun geht es zunächst geradeaus weiter bergan, dann wendet man sich leicht nach links und steigt rechts von einer Felsrippe über den Gletscher weiter in Richtung Gipfel. Diesen geht man nicht direkt an, sondern hält sich weiter leicht links nach Süden. Kurz bevor man den von der Signalkuppe zum Gipfel führenden Kamm erreicht, wendet man sich nach rechts und steigt erst etwas unterhalb des Kammes und ganz zum Schluss auf dem Grat selbst nach Norden zum Wilden Freiger (3418 m) hinauf - die letzten 10 Meter zu Fuß ohne Ski.

Abfahrt: 1. Wie Aufstieg.
2. Eine lohnende Anfahrt führt über das Langental zurück ins Stubaital. Hierzu hält man sich zunächst direkt nach Osten um die obere Gletscherflächen des Grüblferners zu erreichen. Über dessen wunderschöne Osthänge geht es nun weiter in Richtung Nordosten ins Langental bergab, das man schließlich über eine kurze Steilstufe erreicht. Nun immer dem Tal nach Norden folgend, erreicht man zunächst recht flach eine markante Engstelle. In dieser liegen im Frühjahr oft die Schneemassen einer Grundlawine, was dazu führen kann, dass man die Ski ein Stück lang tragen muss. Nachdem man die Engstelle passiert hat, öffnet sich das Tal und man gelangt in den flachen Talboden der Bsuchalm. Von hier aus geht es ohne Orientierungsschwierigkeiten auf einem Fahrweg ins Stubaital hinab, wo die Tour an der Bushaltestelle Spitzbrücke (1380 m) endet.

Charakter / Schwierigkeit: Konditionell anspruchsvolle, skitechnisch maximal mittelschwere Skihochtour mit Hängen bis 35 Grad. Westlich des Grünausees darf man den Durchschlupf in Richtung Wilder Freiger Ferner nicht verpassen. Auf den Gletscherflächen selbst sollten gute Sichtverhältnisse herrschen. Der Wilde Freiger Ferner wird in der Regel seilfrei begangen.

Lawinengefahr: Hoch. Sowohl der Hüttenzustieg als auch der Wilde Freiger Ferner erfordern sichere Verhältnisse. Die optionale Abfahrt durch Langental darf bei Sonneneinstrahlung nicht zu spät erfolgen.

Exposition: Nord und Ost

Aufstiegszeit: 6 Stunden

Tourdaten: 1830 Höhenmeter; Distanz: 9 km (Aufstieg), 8 km Abfahrtsvariante

Beste Jahreszeit: Mitte Februar bis April

Stützpunkt: Sulzenauhütte der Sektion Leipzig des DAV (2196 m). Im Winter nicht bewirtet. Stets geöffneter Winterraum mit Heiz- und Kochmöglichkeit. Holz vorhanden; Verpflegung muss selbst mitgenommen werden.

Karte: Alpenvereinskarte Nr. 31/41 »Hochstubai« 1:25.000

Autor: Michael Pröttel

Wetter

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Stubaital
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Galerie

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