Touren

Tödi (3614 m) 

Der alle Nachbarn bei weitem überragende Tödi läßt sich im Rahmen einer großartigen Skihochtour besteigen. Die schönste Zeit für diese Tour ist angebrochen, wenn im Mai im Tal bereits die Blumen blühen.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skihochtour | Glarus | Glarner Alpen | Glarus

Tourensteckbrief Tödi

Anfahrt: A. Von München über Lindau, Bregenz, Sargans, und Glarus nach Tierfed.
Von Stuttgart über Zürich Richtung Chur und über Glarus nach Tierfed.
B. Von München über Lindau, Bregenz, Sargans, Glarus, Linthal zum Klausenpaß. Von Stuttgart über Zürich oder Basel nach Luzern und weiter über Altdorf zum Klausenpaß. Achtung, Wintersperre beachten. Aktuelle Informationen.

Ausgangspunkt: Tierfed (805 m), oder Klausenpaß (1948 m).

Route: Zwei Möglichkeiten gibt es für den Hüttenaufstieg:
A. Von Tierfed auf einer steilen Forststraße durch dichten Wald in das Tal, das nach der Schweizer Landeskarte „Sand“ genannt wird. In ca. 1300m Höhe kommt man in brauchbares Skigelände. Immer entlang des Sommerweges über die Örtlichkeiten Vorder- und Hintersand, Tentiwang und Bifertenalpeli zur Fridolinshütte, die von Norden her erreicht wird.
B. Vom Klausenpaß direkt in Südrichtung über ideales Skigelände empor bis man bei Punkt 2638m (gemäß Schweizer Landeskarte) einen breiten Rücken erreicht. Er führt einen weiter in Südrichtung, oberhalb von steilen Felsabbrüchen, empor. Der Gletscher wird über das sogenannte Iswändli bestiegen. Diese, einst berüchtigte Schlüsselstelle, hat inzwischen viel von ihrer Steilheit verloren und kann meist mit Ski überwunden werden. Damit ist der flache Gletscher erreicht, der zum Chammlijoch (3031 m) führt. Nun über einen weiten, flachen Gletscher zur Planurahütte (2947 m). Dann folgt eine Abfahrt über den Sandfirn unter der eindrucksvollen Nordwestwand des Tödi hindurch zum Hinteren Stäfeli (1904 m). Unter der Nordostseite des Tödi hindurch steigt man nun zum Ochsenstock (2259 m) auf. Jenseits in wenigen Minuten hinab zur Fridolinshütte.

Gipfelanstieg: Von der Hütte quert man in südsüdwestlicher Richtung auf den Bifertenfirn. Über diesen flach zum ersten Eisbruch, der mehr oder weniger steil und schwierig (je nach Verhältnissen) überwunden wird. Der zweite Eisbruch in ca. 2700 m zwingt einen in der Regel zum Abschnallen der Ski. Er kann rechts, durch eine „Schneerus“ genannte Rinne, umgangen werden. Achtung, sie ist dem Eis- und Steinschlag aus der Tödiostwand ausgesetzt! Über den nun deutlich flacheren, aber immer noch spaltenreichen Bifertenfirn in einem großen Rechtsbogen zum Gipfel.

Abfahrt: Wie Aufstieg bis zur Hütte und auf Variante A hinab nach Tierfed.

Charakter / Schwierigkeit: Sehr anspruchsvoll und lange Skihochtour - wobei die Schwierigkeiten überwiegend in den steilen Gletscherbrüchen zu finden sind. Hier ist absolut sicheres Steigen und Fahren erforderlich! Eindrucksvolle Route auf den höchsten Gipfel der Glarner Alpen. Durch den großen Höhenunterschied wird man selten auf der ganzen Tour auf optimale Verhältnisse treffen. Die Schwierigkeiten hängen sehr von den von Jahr zu Jahr oft stark veränderten Verhältnissen in den beiden Eisbrüchen ab und sind somit nicht genau zu anzugeben. Zumindest durch den zweiten Eisbruch wird in der Regel angeseilt und zu Fuß aufgestiegen. Oberhalb der Eisbrüche gibt es ideales Skigelände in eindrucksvoller Landschaft. Ab Öffnung der Klausenpaßstraße ist der Hüttenzustieg vom Klausenpaß sehr zu empfehlen. Dabei kann der Clariden mitgenommen werden. Die komplette Gletscherausrüstung ist bei dieser Tour unbedingt mitzunehmen.

Lawinengefahr: Hoch, sehr sichere Verhältnisse erforderlich.

Exposition: Vorwiegend Nordost

Aufstiegszeit: Ca. 3 bis 4 Stunden von Tierfed und 6 Stunden vom Klausenpaß bis zur Fridolinshütte. Weitere 5 bis 6 Stunden sind für den Gipfelanstieg einzuplanen.

Tourdaten: Insgesamt ca. 2800 Höhenmeter, davon 1300 Höhenmeter bis zur Fridolinshütte und 1500 Höhenmeter für den Gipfelanstieg.

Beste Jahreszeit: April und Mai

Stützpunkt: Fridolinshütte (2111 m), bewirtschaftet von Ostern bis Pfingsten. Reservierung unter Tel. 0041/55 6433434 oder 0041/55 653 1094.

Karte: Schweizer Landeskarte, Blatt 246, Klausenpaß, 1:50.000.

Autor: Kristian Rath

Wetter

Die aktuelle Wettervorhersage zur Tour von wetter.com für die nächsten 2 Tage. Sofern für das Zielgebiet keine Wetterdaten vorliegen, werden die Werte des nächstgelegenen Ortes ausgegeben.

Glarus
Vorhersage für Sat, 30.05.2020
Sat, 30.05.2020 sonnig
5 / 14 oC
sonnig
Niederschl.: 0 % Wind: 8 km/h N
Glarus
Vorhersage für Sun, 31.05.2020
Sun, 31.05.2020 sonnig
3 / 14 oC
sonnig
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

Galerie

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