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Stafflacher Wand (1440 m) – Klettersteig Peter Kofler

Der Peter Kofler Klettersteig quert 650 Meter lang durch die sonnseitige Stafflacher Wand. Dabei darf man am mittelschweren und vorbildlich errichteten Steig oft kräftig zupacken. 2 Seilbrücken und viele klettertechnisch reizvolle C-Stellen sowie der ganz kurze Zustieg werden den 2012 eröffneten Steig bald zu einer Attraktion machen. Dazu kommt die verkehrstechnisch günstige Lage, die es erlaubt, die Tour mal schnell auf dem Weg in den Süden mitzunehmen.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Klettersteig | Tirol | Tuxer Alpen | St. Jodok

Tourensteckbrief Stafflacher Wand Klettersteig Peter Kofler

Anfahrt: Auf der mautpflichtigen Brennerautobahn bis zur Ausfahrt Matrei/Steinach. Weiter auf der Bundesstraße (B182) Richtung Süden und über Steinach nach Stafflach; hier biegt man links ab nach St. Jodok. (Wer sich die Autobahn-Maut sparen will, kann natürlich auch gleich über die Brenner-Bundesstraße anfahren.) Parkplätze findet man gegenüber vom Sparmarkt oder an der Schmirner Leite (dazu vor der Kirche links abbiegen und nach 300 m auf der rechten Straßenseite parken).

Ausgangspunkt: St. Jodok (1130 m) – Parkplatz in der Dorfmitte gegen über dem Sparmarkt oder an der Schmirner Leite.

Route: Der Zustieg zur Stafflacher Wand ist überall gut ausgeschildert. Von der Dorfmitte geht ca. 100 m Richtung Kirche und dann auf einer Brücke über den Bach. Hier links Richtung Bahnhof, oberhalb der Bahntrasse talauswärts bis der beschilderte Zustieg rechts abzweigt und durch den Wald in einigen Serpentinen hinauf zum Einstieg führt. (Von der Schmirner Leite talauswärts Richtung Bahnhof, dann weiter wie oben beschrieben.)
Klettersteig: Einstieg bei ca. 1180 m. Gleich zu Beginn kann man gut die Schwierigkeit dieses Klettersteiges einschätzen, denn es geht über einen fast senkrechten Wandteil in direkter Linie hinauf (C). Es folgt eine einfachere, längere Querung (B) ehe eine nächste kurze Steilstufe (C) zur erklimmen ist. Die darauf folgende ansteigende Querung hat wieder B-Charakter, dann geht es ein kurzes Stück abwärts ehe erneut eine ansteigende Querung (B) zum ersten Bankerl bewältigt werden muss. Nun traversiert man in leichtem Gelände (A) am ersten Notausstieg vorbei zur ersten Seilbrücke. Es folgt eine ganz leicht fallende Querung (A und B). Dann geht es ausgesetzt um ein Geländeeck herum und über eine etwas bröselige Wandstelle fast senkrecht empor (C) zur zweiten Seilbrücke (hier zweiter Notausstieg). Eine lange, ansteigende Querung (überwiegend B nur kurz C) führt zu einem weiteren Felseneck, um das man am besten auch unter Zuhilfenahme der natürlichen Griffe (und die gibt es rechts!) herumkraxelt (C). Dann erreicht man über eine kurze Querung (B) das dritte Bankerl. Hier kurz steil empor (C) und dann über kurze B- und C-Stellen Richtung Gipfel, den man am Ende über Gehgelände (A) erreicht.

Abstieg: Vom Gipfel auf dem Waldpfad nach Westen hinunter bis man auf eine Forststraße trifft. Auf ihr weiter abwärts bis zum beschilderten Abzweig nach St. Jodok. Hier links in spitzem Winkel hinunter und über den schmalen Wanderweg ins Tal, wo man auf den Zustieg trifft.

Charakter / Schwierigkeit: Der Peter Kofler Klettersteig gehört noch zur mittelschweren Kategorie (C). Dabei ist zu beachten, dass der Klettersteig fast durchwegs Armkraft erfordert, so dass sowohl die B- als auch C-Stellen eher im oberen Bereich anzusiedeln sind. Der Klettersteig quert recht lange die sonnseitige Stafflacher Wand (lange Traversen); die Tour ist daher konditionell etwas anspruchsvoller als es auf dem Papier erscheint. Der Steig ist technisch auf dem neuesten Stand und perfekt abgesichert. Eisenbügel helfen nur dort wo keine natürlichen Tritte vorhanden sind; wer zusätzlich die natürlichen Tritte verwendet, ist klar im Vorteil! Die Route selbst ist klettertechnisch reizvoll, mit zwei unterhaltsamen Seilbrücken und bietet neben einigen botanischen Seltenheiten auch schöne Ausblicke. Für größere Kinder (ca. ab 12 Jahre) mit Kletter(steig)erfahrung geeignet – jedoch nicht für absolute Anfänger (jeglichen Alters)!

Exposition: Süd, daher im Sommer entweder früh aufbrechen oder erst am Abend gehen, sonst wird es hier sehr heiß!

Gehzeit: Aufstieg: Zustieg: 15 Minuten, Klettersteig: 1, 5 bis 2 Stunden; Abstieg: 45 Minuten

Tourdaten: Höhendifferenz: 300 Höhenmeter (inkl. Gegenanstiege); Distanz: 650 m (Seillänge)

Beste Jahreszeit: April bis November. (Wegen der südseitigen Exposition ist der Klettersteig fast ganzjährig begehbar. Nicht jedoch nach Neuschneefällen.)

Stützpunkt: Gasthäuser in St. Jodok

Ausrüstung: Komplette Klettersteigausrüstung mit Set und Helm

Wissenswertes: 1. Oberhalb von Stafflach zieht sich die Stafflacher Wand schräg ansteigend zum Sonnenberg in Richtung Hochgeneinerjoch und Sumpfkopf. Die prägende und markante Felswand aus Bündnerschiefer ist aufgrund ihrer schweren Zugänglichkeit, aber auch ihrer besonderen Geologie und Südausrichtung, Heimat einer selten gewordenen Pflanzen- und Tierwelt. Neben vogelkundlichen Glanzpunkten wie Uhu, Alpensegler, Felsenschwalbe, Mauerläufer, etc. sind besonders auch seltene Schmetterlingsarten zu bewundern. Charakteristisch für die Stafflacher Wand ist jedoch vor allem der Sebenstrauch (auch Gift- oder Stinkwacholder genannt) welcher hier am Alpenbogen sein nördlichstes Ausbreitungsareal erreicht. In der südexponierten Felswand klammern sich flächige Bestände dieser Wacholderart an Spalten, Risse und Felsvorsprünge. In diesen lückigen Vegetationsbeständen aber auch in Schuttkegelflächen am Wandfuß finden sich auch weitere botanische Seltenheiten wie Lilien und Orchideen (braunrote Stendelwurz, Feuerlilie, Duft-Weißwurz, Berglauch), Steinbrecharten (Trauben-Steinbrech, Kies-Steinbrech), verschiedene Hauswurzarten, Wildnelke, schwarzviolette Akelei, Alpenaster, Habichtskräuter, Schwalbenwurz, Alpenmaßliebchen, Rauhgras, Bunt-Reitgras und vieles mehr. Die in Tirol äußerst seltenen Sebenstrauchbestände und viele der oben angeführten Arten werden allen aufmerksamen Sportlern beim Durchsteigen des neuen Klettersteiges nicht entgehen, da sie hier wie sonst kaum irgendwo ausnächster Nähe bewundert werden können. (Text-Zitat aus: Flyer „Stafflacher Wand Klettersteig“)
2. Peter Kofler war Bergretter und wie viele seiner Kollegen beim Bau des Klettersteigs engagiert. Da er während der Bauzeit beim Klettern am Jaufenpass ums Leben kam, haben ihm seine Kameraden den Steig gewidmet.

Info: 1. Ausrüstungsverleih in St. Jodok. Montag bis Freitag bei Textil Eller (Telefon +43/(0)5279/5298) und Samstag/Sonntag im Gasthof Lamm (Telefon +43/(0)664/73043382).
2. Beim Zustieg informieren Lehrtafeln über Klettersteigfachwissen in 3 Sprachen (Deutsch, Italienisch, Englisch).
3. Ein Flyer zum Peter Kofler Klettersteig ist im Spar-Markt von St. Jodok erhältlich.

Karte: AV-Karte 31/3, Brennerberge, 1:50.000 (Route jedoch noch nicht eingezeichnet!). Zum Karten-Shop...

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

Die aktuelle Wettervorhersage zur Tour von wetter.com für die nächsten 2 Tage. Sofern für das Zielgebiet keine Wetterdaten vorliegen, werden die Werte des nächstgelegenen Ortes ausgegeben.

St. Jodok
Vorhersage für Sa, 23.11.2019
Sa, 23.11.2019 wolkig
1 / 6 oC
wolkig
Niederschl.: 45 % Wind: 14 km/h S
St. Jodok
Vorhersage für So, 24.11.2019
So, 24.11.2019 leicht bewölkt
3 / 8 oC
leicht bewölkt
Niederschl.: 0 % Wind: 9 km/h S
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

GPS Daten zum Download

Hier können Sie sich die Route als GPS-Track im GPX-Austausch-Format (GPX-Exchange) herunterladen. Die Nutzung der Daten ist nur für den privaten Gebrauch und auf eigene Gefahr erlaubt. Eine Weitergabe oder die Veröffentlichung der Daten ist nicht gestattet.

Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

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