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Sonnenspitz (1269 m)

Die Sonnenspitz ist eine vielseitige, nette Spritztour abseits des üblichen Mainstreams um den Kochelsee. Während es am benachbarten Jochberg wuselt wie in der Münchner Innenstadt, trifft man auf den hier vorgestellten Routen auch am Wochenende wenig Gleichgesinnte. Hat man den dichten Waldgürtel überwunden, dann überrascht die kleine Spitze mit einem fantastischen Seeblick.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Bayern | Bayerische Voralpen | Kochel

Tourensteckbrief Sonnenspitz

Anfahrt: Garmischer Autobahn A 95 Ausfahrt Murnau / Kochel. Danach auf der Staatsstraße 2062 über Großweil und Schlehdorf nach Kochel am See. Durch den Ort hindurch in Richtung Innsbruck bis auf der linken Straßenseite die Fa. Dorst auftaucht. Ein öffentlicher Parkplatz befindet sich neben der Fa. Dorst direkt am Kochelsee.

Ausgangspunkt: Parkplatz neben der Fa. Dorst in Kochel (600m).

Route: Route A: Etwas oberhalb (am nördlichen Ende) des Firmenparkplatzes der Fa. Dorst beginnt eine Forststraße mit DAV Wegweisern (Jochberg – Sonnenspitz - Hirschhörnl und Benediktenwand – Tutzinger Hütte). Auf dieser Forststraße wandert man gemütlich unterhalb des Kiensteins bergan. An einem Wasserschloss und einem Gedenkkreuz vorbei, zieht man nun steiler ansteigend in mehreren weitausholenden Kehren bis zu einem Platz mit Pausenbänken (1000 m). Gegenüber befindet sich der Wegweiser: Sonnenspitze. Man verlässt die Forststraße nach rechts (Westen) und wandert auf einem Weg in den Wald hinein. Mit geringem Höhengewinn geht es dahin bis zu einer Gabelung (von rechts unten zieht die Route B herauf). Hier wendet man sich nach links und steigt etwas steiler über den breiten Waldrücken zum freien Gipfel empor.

Route B: Wie bei Route A passiert man das Gedenkkreuz am Wegesrand und geht noch weiter, bis ein Weg von links unten heraufführt (Wegweiser: Kochel). Man bleibt noch ca. 50m auf der Forststraße, biegt dann scharf nach rechts auf einen Wanderweg ab und kürzt so die erste große Kehre der Forststraße ab. Unmittelbar nachdem man wieder auf der Straße angelangt ist, befindet sich in einer Kurve rechterhand ein ebener Platz. Dahinter beginnt ein Wanderweg (kein Wegweiser). Auf diesem Weg (gelbblaue Streifen an den Bäumen) gelangt man auf einen Sattel und bemerkt rechts eine höhere Felswand (Kienstein). Von dort zieht der Weg nach links (Süden) durch den steilen Hochwald etwas mühsam empor. Oberhalb einer schmalen Passage (siehe Bild 2) legt sich das Gelände zurück und man kommt zu einer Wegverzweigung (Wegweiser: Kochel). Hier wie auf Route A wieder etwas steiler über den breiten Waldrücken zum freien Gipfel hinauf.

Route C: Es gibt noch eine anspruchsvollere, offiziell gesperrte Aufstiegsvariante über das Graseck, die jedoch regelmäßig begangen wird. Achtung: Dieser Weg ist laut eines Hinweisschilds der DAV Sektion Tutzing wegen Schäden aus Sicherheitsgründen gesperrt. Eine Begehung erfolgt daher auf eigenes Risiko und bei einem Unfall wird keinerlei Haftung übernommen. Dies gilt für Verlag, die Autoren, und die genannte Sektion gleichermaßen. Man startet dazu am südlichen Ende des Firmenparkplatzes der Fa. Dorst. Dort beginnt ein Karrenweg, dem man aufwärts folgt. Nach ca. 10 Minuten verlässt man den Karrenweg nach rechts (rotweiße Markierung an einem Baum). Ein ansteigender Weg zieht in den Wald hinein und an einem Kletterfelsen vorbei. Wenig später wird der Weg zum Pfad. Nachdem man einen Bachlauf überquert hat, weist ein Hinweisschild auf die Gefährlichkeit des weiteren Weges hin. Man überwindet in Folge noch zweimal einen Bachlauf und steigt dann steil in Kehren im Bergwald höher (blaue Markierungspunkte an den Bäumen). Auf einer flachen Senke kommt man an einem Wegweiser (Nach Kochel) vorbei. Man bleibt noch ca. 50m auf dem markanten Pfad, verlässt diesen dann aber nach links. Man steigt zunächst kurz weglos durch eine kleine Windbruchzone hindurch (während dieser Passage ist der Weg beschädigt). Bald kommt man wieder auf einen Pfad – tendenziell schräg nach rechts aufwärts haltend – mit den blauen Markierungspunkten an den Bäumen. Als Orientierung dient auch eine schrofige Felswand, die oberhalb verläuft. An dieser geht es dann rechts vorbei und in einem Bogen hinauf zu einem freien Aussichtsbalkon. Der Pfad leitet jetzt in Kehren über einen breiten Waldrücken empor. Im lichtdurchfluteten Wald quert man leicht ansteigend unterhalb vom Graseck, bis man einen sehr steilen Grashang erreicht. Dieses Wegstück ist bei Nässe gefährlich, ein Ausrutschen kann hier fatale Folgen haben. Über diesen Hang schlängelt sich der Steig in eine Scharte östlich des Graseckgipfels hinauf. Über einen aussichtsreichen Kamm geht es schließlich zur bereits sichtbaren Sonnenspitz hinauf.

Abstieg: Am angenehmsten über Route A.

Charakter / Schwierigkeit: Eine wenig frequentierte Spritztour direkt über dem Kochelsee. Ideal als Nachmittagsunternehmung oder im Spätherbst wenn die Tage schon kürzer sind. Vom kleinen baumfreien Gipfel hat man einen einzigartigen Seeblick sowie eine schöne Sicht auf die benachbarten Gipfel und ins Voralpenland hinaus.
Die drei beschriebenen Routen sind von der Schwierigkeit sehr unterschiedlich.
Route A ist die einfachste und ohne jegliche Schwierigkeit. Sie verläuft überwiegend auf einer Forststraße und auf einem leichten Weg im Wald.
Route B ist direkter und verläuft durchgehend im Hochwald auf einem teilweise sehr steilen Weg, welcher bei Nässe unangenehm zu begehen ist. Hier ist auch etwas Trittsicherheit notwendig. Die Route ist mit gelbblauen Streifen markiert.
Route C ist sehr schön, aber leider offiziell lt. Hinweisschild der DAV Sektion Tutzing wegen Schäden aus Sicherheitsgründen gesperrt. Eine Begehung erfolgt daher auf eigenes Risiko und bei einem Unfall wird keine Haftung übernommen. Man bewegt sich durchgehend auf einem schmalen Pfad (zwei Fuß breit), der mit blauen Markierungspunkten an den Bäumen markiert ist. Obwohl der Pfad technisch nicht schwer ist, verlangt dieser Anstieg aber einen schwindelfreien und absolut trittsicheren Bergsteiger, der auch ein Auge fürs Gelände hat. Bei Nässe oder schlechter Sicht ist diese anspruchsvolle Route zudem gefährlich und daher unbedingt zu meiden!

Gehzeit: Aufstieg: ca. 1:45 Stunden; Abstieg: ca. 1:30 Std.

Tourdaten: 670 Höhenmeter

Beste Jahreszeit: Mai bis November

Stützpunkt: Auf Tour keine Einkehrmöglichkeit. Die nächstgelegene Gaststätte im Tal ist: „Grauer Bär“ mit Terrasse am See in der Mittenwalder Str. 82-86 in Kochel. Tel.: 0049 / 8851 / 92 500, Hotelbetten, Mittwoch Ruhetag.

Karte: Kompass Blatt 6, Walchensee, 1:50.000. Oder Topographische Karten vom Bayerisches Landesvermessungsamt, Kochel a. See, Blatt 8334, 1:25.000 oder Bad Tölz Lenggries 1:50.000.

Autor: Doris & Thomas Neumayr

Wetter

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Kochel
Vorhersage für Sun, 05.07.2020
Sun, 05.07.2020 leicht bewölkt
12 / 22 oC
leicht bewölkt
Niederschl.: 0 % Wind: 4 km/h NW
Kochel
Vorhersage für Mon, 06.07.2020
Mon, 06.07.2020 wolkig
16 / 22 oC
wolkig
Niederschl.: 10 % Wind: 14 km/h S
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

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