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Rote Flüh (2111 m) 

Ein ziemlich exponierter Gipfel, ein kurzer, unschwieriger, aber dennoch interessanter Anstieg, ein toller Ausblick und zudem zwei schöne Einkehrmöglichkeiten so lautet die Kurzbeschreibung der Roten Flüh. Bei so vielen Vorzügen versteht sich beinahe von selbst, daß die Tour nichts für Einsamkeitsfanatiker ist.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Tirol | Tannheimer Berge | Tannheimer Tal

Tourensteckbrief Rote Flüh

Anfahrt: A95 München-Garmisch und weiter auf der B2 bis Oberau. Nun entweder hier rechts über Ettal und Linderhof nach Reutte. Oder geradeaus weiter nach Garmisch und erst hier Richtung Fernpaß / Reutte. Bei Ehrwald dann rechts nach Reutte. Aus dem Allgäu fährt man über Füssen nach Reutte.
Von Reutte dann immer der Beschilderung Tannheimer Tal folgend und über Weißenbach am Lech, sowie über den Gaichtpaß nach Nesselwängle. Gleich nach der Kirche biegt man rechts ab zum Hotel Berghof.

Ausgangspunkt: Nesselwängle (1140 m), sehr kleiner Parkplatz links unterhalb vom Hotel Berghof. (Auf dem Parkplatz des Hotels ist das Abstellen von PKW ausschließlich Gästen erlaubt! Am westlichen Ortsrand von Nesselwängle findet man einen großen Parkplatz. Auch hier ist der Weg zum Gimpelhaus ausgeschildert.)

Route: Der ausgeschilderte Wanderweg beginnt dann rechts unterhalb des Hotels. Hier findet man auch eine große Infotafel und entsprechende Wegweiser (Rote Flüh/Kellespitze/Gimpelhaus). Über eine Wiese zu einem breiten Weg. Auf ihm nach links und gleich wieder nach rechts bis nahe des trockenen Bachbettes der steile, serpentinenreiche Bergsteig zur Gimpelhütte beginnt. Über diesen durch Wald und kahlgeschlagene Flächen zum großen, schindelverkleideten Haus (1659m).
Nun rechts an der Hütte vorbei und ein ganz kurzes Stück eben bis zu einer Gabelung. Hier nimmt man den linken, oberen Weg, wandert also nicht zur Tannheimer Hütte hinüber, sondern ins Gimpelkar. Man erreicht eine Gedenkstätte mit tibetischen Fahnen. Nun hat man die Rote Flüh (links), die Judenscharte (mitte) und den Gimpel (rechts) vor sich. Auf dem unteren Weg (der obere ist dem Steinschlag ausgesetzt) hinein ins Kar und hinauf zur Judenscharte, dem deutlichen Einschnitt zwischen Flüh und Gimpel.
Nur ganz wenig links unterhalb der Scharte beginnt dann eine wirklich leichte Kletterpartie von nur einigen Metern. Sie ist außerdem mit einem Drahtseil und künstlichen Felstritten vereinfacht und gesichert. Darüber findet man wieder Gehgelände vor: ein Steig leitet einen über die letzten Meter zum ziemlich exponierten Gipfel. Von hier hat man einen atemberaubenden Tiefblick auf Nesselwängle und den idyllisch gelegenen Haldensee. Außerdem darf man fast immer die Kletterer am gegenüberliegenden Gimpel bei ihren Turnübungen beobachten.

Abstieg: Für den Abstieg empfehlen wir folgende Möglichkeit: zurück ins Kar wie beim Anstieg. Dann jedoch nicht zurück zur Gimpel-, sondern geradeaus zur Tannheimer Hütte (1713m). Direkt unterhalb der Hütte nach links. Mit etwas Auf und Ab, über einen landschaftlich schönen Steig, zu einem kleinen Doppelhütterl. Hier wendet man sich nach rechts und steigt so nach Nesselwängle ab. Kurz oberhalb des Ortes erreicht man einen Wanderweg (Nr. 415). Auf ihm nach rechts zurück zum Ausgangspunkt.

Alternative: Die Tour läßt sich sehr gut mit der Besteigung des wesentlich anspruchsvolleren Gimpel verbinden.

Charakter / Schwierigkeit: Bis auf eine kurze ganz leichte Kletterstelle beim Gipfelanstieg handelt es sich hier eher um eine Bergwanderung, als um eine Bergtour. Und die „Schlüsselstelle“ ist wirklich gut gesichert. Wer schwindelfrei und trittsicher ist (das aber sollte man sein), darf sich die Tour ohne weiteres zutrauen. Dies gilt auch für trittsichere und ausdauernde Kinder. Sie haben meist Spaß an der kurzen Klettereinlage, da sie sich dann wie richtige Bergsteiger fühlen. Die Route ist nicht sehr lang und bietet zudem noch sehr schöne Einkehrmöglichkeiten und Aussichtspunkte. Einsam ist man bei all diesen Vorzügen natürlich nicht.

Gehzeit: Aufstieg: 2,5 Stunden; Abstieg: 2 Stunden

Tourdaten: 1000 Höhenmeter

Beste Jahreszeit: Mitte Juni bis zum ersten Schneefall.

Stützpunkt: 1. Gimpelhaus (1659 m), privat bewirtschaftet, Übernachtung möglich, geöffnet von 1. Mai bis 1. November, Telefon: 0043 / 5675 /8251.
2. Tannheimer Hütte (1713 m), DAV Allgäu-Kempten, Übernachtungsplätze 22, geöffnet von Mai bis Oktober, Telefon: 0043 / 5675 / 20101.

Tipp: Klettern: Die Tannheimer Berge, speziell der Gimpel und die Rote Flüh sind ein Kletterdorado. Hier gibt es sehr schöne Routen, wie beispielsweise die über den Westgrat des Gimpel.

Karte: WK 352 von freytag & berndt, Ehrwald, Lermoos-Reutte, Tannheimer Tal, 1:50.000.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Tannheimer Tal
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Tannheimer Tal
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

Galerie

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