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Riedbergerhorn (1787 m) – Großer Ochsenkopf (1662 m) 

Ein hoher Ausgangspunkt sorgt für relative Schneesicherheit und dafür, dass die Anstiegsleistung gering ist bei dieser Skitour. Die beiden Gipfel bieten schöne Anstiege und Abfahrten, auch wenn diese natürlich etwas kurz sind. Doch dafür darf man am Ende als Dreingabe noch 600 Hm über die Piste hinunter düsen. Beide Gipfel bieten landschaftlich sehr reizvolles Gelände mit völlig unterschiedlicher Charakteristik.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skitour | Bayern | Allgäuer Alpen | Fischen im Allgäu

Tourensteckbrief Riedbergerhorn – Großer Ochsenkopf

Anfahrt: Auf der B19 über Sonthofen nach Fischen im Allgäu. Hier biegt man an der Ampel rechts Richtung Riedbergpass ab. Nach 2 km rechts nach Bolsterlang und der Beschilderung folgend zur Talstation der Hörnerbahn.

Ausgangspunkt: Bergstation der Hörnerbahn (1526 m) in Bolsterlang, bei Fischen im Allgäu.

Route: Von der Bergstation schiebt man ohne Felle nur wenige Meter am Rücken entlang nach Nordwesten zum Beginn des Weges zum Berghaus Schwaben. Über den auch im Winter gespurten Wanderweg (Panoramaweg) fährt und schiebt man hinunter bis kurz unters Berghaus Schwaben, dann fellt man an und steigt weiter auf dem Weg ca. 50 Hm zur Hütte auf. Auf dem Weg bleibend an ihr vorbei und kurz leicht abwärts, dann fast höhengleich in den ostseitigen Kessel unter dem Riedbergerhorn. Hier dreht die Route nach Süden ein; über welliges Gelände geht es auf den Ostrücken des Riedbergerhorns zu. Wählt man die Route optimal, spurt man ziemlich am Sommerweg entlang auf den Rücken zu und kann so unnötige Querungen unter dem steilen Ostrücken vermeiden. Im Idealfall quert man auf einer Art Rampe relativ gefahrlos hinauf zu einer deutlichen Einsattelung im Rücken mit Wegweiser (1626 m). Über den breiten Rücken nach Westen bis der Gipfel deutlich aufsteilt. Hier weicht man am besten auf die Südseite aus, von wo aus man über den Südrücken problemlos den Gipfel erreicht.
Die anschließende Abfahrt erfolgt entweder über den Anstiegsweg bis in den Boden des Kessels, oder bei sicheren Verhältnissen auch durch den Kessel. Bei letzterem fährt man vom Gipfel über den Nordrücken ca. 50 Hm ab, dann kann man in den Kessel nach Osten eindrehen. Über anfangs steile Abschnitte, anschließend über zunehmend flaches Gelände bis man die Aufstiegsspur kreuzt, dann jedoch weiter nach Osten hinunter. Dabei hält man sich ziemlich in der Mitte der beiden Gräben. Auf ca. 1485 m kann man problemlos auf einem Weg zu einer Almhütte gelangen. Hier fellt man erneut an und steigt nach Norden hinauf zur Anstiegsroute, zum breiten Weg. Auf ihm etwa 800 m zurück Richtung Berghaus Schwaben, dann verlässt man den Weg nach Nordwesten und steigt über wunderschöne, sanfte Hänge empor. Auf ca. 1600 m dreht die Route nach rechts (Norden) ein und man wandert durch lichten Wald hinauf zum Gipfel mit großem Kreuz. Die Abfahrt folgt in etwa dem Aufstieg bis zum breiten Wanderweg; über diesen geht es dann am Berghaus Schwaben vorbei zurück zur Bergstation der Hörnerbahn und über die Piste hinunter ins Tal.

Alternative: Das Riedbergerhorn kann man auch aus dem Liftgebiet Grasgehren ersteigen. Dazu fährt man mit dem Auto zum Riedbergpass und von dort noch einen guten halben Kilometer zum Liftgebiet. Für den Aufstieg gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Man wandert auf der rechten Seite des Liftgebietes nach Nordnordwesten und steigt dann über den mäßig bis mittelsteilen Hang hinauf nach Norden in den Sattel des Ostgrates vom Riedbergerhorn. Über den Rücken wie oben beschrieben zum Gipfel. (350 Hm – eine knappe Stunde)
2. Mit dem Schlepplift auf der linken Seite des Gebietes zur Bergstation im Südgrat (1601 m). Über den Südgrat zum Gipfel. (190 Hm – eine halbe Stunde)

Charakter / Schwierigkeit: Leichte und kurze Genuss-Skitour mit hohem Ausgangspunkt und zwei Gipfeln. Natürlich ist diese kurze Runde etwas kleinteilig, dafür hat sie landschaftlich hohen Reiz. Außerdem wartet eine sonnig gelegene Einkehrmöglichkeit auf den Tourengeher und am Ende eine 600 Hm-Abfahrt über die Piste. Der erfahrene Skitourengeher wird auch einige Erweiterungsmöglichkeiten für die Runde entdecken, die hier nicht näher beschrieben sind. Der Große Ochsenkopf ist bei guten Bedingungen auch eine ideale Kinderskitour.

Lawinengefahr: gering am Großen Ochsenkopf; mittel am Riedbergerhorn (evtl. Gefahrenstellen unterm Ostrücken und natürlich bei der Einfahrt in den ostseitigen Kessel)

Exposition: Ost und Süd; unterm Ostrücken auch kurz Nord

Aufstiegszeit: 1,5 Stunden zum Riedbergerhorn; Wiederaufstieg und Weiterweg zum Großen Ochsenkopf 30 bis 45 Minuten.

Tourdaten: 350 Höhenmeter zum Riedbergerhorn, 180 Hm beim Wiederaufstieg und Weiterweg zum Großen Ochsenkopf, insg.580 Hm (inkl. Gegenanstieg zur Bergstation); Distanz: 10,4 km (gesamte Runde)

Beste Jahreszeit: Frühwinter bis Ostern

Stützpunkt: Berghaus Schwaben (1500 m), Übernachtung im Zimmer oder Lager nach Voranmeldung. Telefon +49/(0)8326/438. Internet: berghaus-schwaben.de

Bergbahn: Die Hörnerbahn hat meist bis Ostern geöffnet. Die Betriebszeiten gehen von 8.30 bis 16 Uhr. Preise und weitere Infos unter www.hoernerbahn.de

Karte: UK L8 vom Bayerischen Landesvermessungsamt, Allgäuer Alpen, 1:50.000.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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