Touren

Pfitschkopf (2120 m) 

Kaum einer, der in der Nähe von Meran Bergwandern geht, lässt dabei das Gebiet Meran 2000  aus. Dabei  ist das Skigebiet mit seinen Bergbahnen und Liftanlagen gar nicht so attraktiv. Viel schöner ist es daher, entweder südlich davon zu wandern - also Richtung Tschögglberg - oder gleich auf der anderen Seite – der Texelgruppe. Ein wirklich guter Tipp ist dort die herrlich aussichtsreiche und eher einfache Tour auf den Pfitschkopf nördlich von Meran.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Trentino-Alto Adige | Texelgruppe | Meran

Tourensteckbrief Pfitschkopf

Anfahrt: Entweder über Bozen oder den Reschenpass nach Meran. Dort Richtung Passeiertal und hinter dem Ort Riffian nach links die Abzweigung nach Vernuer/Gasthaus Oberöberst nehmen. Die kurvige und teils schmale Bergstraße hinauf bis ganz ans Ende zu den Parkmöglichkeiten am ehemaligen Berggasthof Oberöberst.
Navi-Adresse: I-39010 Riffian, Vernuer 32

Ausgangspunkt: Parkplatz am ehemaligen Gasthaus Oberöberst (1400 m) bei Meran

Route: Ab dem Parkplatz folgt man dem Weg Nummer „21a“ Richtung Hahnenkammhütte. Der Weg führt in den Wald hinein, quert dann dort immer mal wieder eine Forststraße, manchmal geht man auch ein Stückchen auf ihr, bis schließlich der Wald lichter wird. Eine Bank mit Wegweiser lässt man links liegen, man registriert einige Lawinenverbauungen und erreicht schließlich nach 1 ¼ Stunden einen Rastplatz par excellence. Und weil’s einen förmlich umhauen kann in Anbetracht der schönen Fernblicke, hat man dort sicherheitshalber zwei „Holzbankerl“ hingestellt. Oberhalb der Baumgrenze wandert man nun am Hahnenkamm (so heißt der gesamte Bergkamm, der hier beginnt) hinauf zur Hahnenkammhütte, eine Behausung für die Schäfer. Hinter der Hütte geht es nun auf einem breiten Pfad – aber etwas exponiert, weil sehr steile Wiesen gequert werden – hinauf zum großen Gipfelkreuz. Kurz davor bietet an einer Steinstufenpassage eine Eisenkette etwas (psychologischen) Halt. Am Pfitschkopf ist sogar für Gemütlichkeit gesorgt: Holzplanken als Sitzmöglichkeit erschweren das Aufstehen und Weiterwandern nach der Gipfelpause.

Abstieg: Es bieten sich zwei Möglichkeiten für eine Rundtour an:
1. Liegt im Frühling oder im Frühsommer in den Nordflanken noch Restschnee, dann empfiehlt es sich, zur Hahnenkammhütte wieder abzusteigen und dort den Weg-Nr. 21 nach links zur Unteren Obisellalm zu nehmen. 30 Minuten geht’s nordöstlich unterhalb des Hahnenkamms entlang bis man das Plateau mit der kleinen (unbewirtschafteten) Alm erreicht. Von dieser Unteren Obisellalm führt der Weg Nr. 5 bergab vorbei an Rinnsälen oder reißenden Bachläufen mit Wasserfällen (je nach Wasserstand) bis zu einigen Holzhütten und einem Drahtseilverhau. Das ist die Talstation der Materialseilbahn für die beiden Obisellalmen. Ab hier geht’s dann die letzten 20 Minuten auf der Forststraße zurück zum Ausgangspunkt.
2. Gibt es keine Schneereste mehr, dann  könnte man vom Pfitschkopf auch den Kamm weiter entlanggehen. Nach einiger Zeit verlässt der Pfad den Bergkamm. Der sogenannte Kameradensteig (Nr. 5a) führt in insgesamt einer knappen Stunde etwas ausgesetzt zur Oberen Obisellalm (2160m). Diese Alm ist im Sommer bewirtschaftet und liegt sehr charmant an einem kleinen Bergsee. Von dort ein Stück retour und dann über die Untere Obisellalm wie oben beschrieben zurück zum Ausgangspunkt.

Charakter / Schwierigkeit: Überwiegend einfache und aussichtsreiche Bergwanderung. Nur auf den letzten fünf bis zehn Minuten zwischen Hahnenkammhütte und Gipfel werden steile, abschüssige Wiesen gequert. Der Steig ist breit, dennoch sind Trittsicherheit und ein bisschen Schwindelfreiheit angenehm. Oben sind ein paar Meter sogar seilversichert, aber auf das Seil muss man wohl nur bei Schnee und Eis zurückgreifen. Der unter Abstieg (2.) angegebene Weg vom Pfitschkopf zur Oberen Obisellalm ist teils ausgesetzt und erfordert etwas Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

Gehzeit: Aufstieg zum Pfitschkopf: Knapp 2 Stunden; Abstieg: Über die Untere Obisellalm knapp 2 ½ Stunden. Rundtour insgesamt: 4 bis 4,5 Stunden.

Tourdaten: Höhendifferenz: 820 Höhenmeter (inkl. Gegenanstiege); Distanz: 8,8 km (gesamte Runde)

Beste Jahreszeit: Juni bis Oktober

Stützpunkt: Auf Tour keine Einkehrmöglichkeit. Unterhalb des Parkplatzes befindet sich der Bergasthof  Unteröberst, Sonntag geschlossen. Das Gasthaus ist seit rund 200 Jahren in Familienbesitz und hat eine nette Aussichtsterrasse. Der Berggasthof Oberöberst ist nicht mehr in Betrieb.

Tipp: Wer in Meran ist, sollte sich unbedingt mal die Gärten von Schloss Trauttmansdorff ansehen. Viel mehr als nur ein botanischer Garten und auch Kindern wird’s dort nicht langweilig.

Karte: Kompass-Karte Nr. 043, Naturpark Texelgruppe , 1:25.000; Kompass-Karte Nr. 53, Meran und Umgebung, 1:50.000. Erhältlich in unserem Kompass-Karten-Shop.

Autor: Manfred Wöll

Wetter

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Meran
Vorhersage für Mo, 18.11.2019
Mo, 18.11.2019 leicht bewölkt
1 / 7 oC
leicht bewölkt
Niederschl.: 25 % Wind: 6 km/h N
Meran
Vorhersage für Di, 19.11.2019
Di, 19.11.2019 leichter Schneefall
1 / 6 oC
leichter Schneefall
Niederschl.: 90 % Wind: 3 km/h N
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

GPS Daten zum Download

Hier können Sie sich die Route als GPS-Track im GPX-Austausch-Format (GPX-Exchange) herunterladen. Die Nutzung der Daten ist nur für den privaten Gebrauch und auf eigene Gefahr erlaubt. Eine Weitergabe oder die Veröffentlichung der Daten ist nicht gestattet.

Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

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