Touren

Peitlerkofel (2875 m)

Beliebte, ungeheuer abwechslungsreiche und landschaftlich beeindruckende Bergtour auf einen markanten Dolomitengipfel. Schon beim Zustieg wird man auf Höhe der Kompatschwiesen aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Die Tour ist für Geübte nicht schwierig und auch nicht allzu anstrengend. Sie hat großteils den Charakter einer Wandertour, erst am Gipfelaufbauch geht es etwas anspruchsvoller zu Sache. Die letzten Meter zum Hauptgipfel führen nämlich über einen Klettersteig und der erfordert schon Trittsicherheit und etwas Schwindelfreiheit. Er ist das Salz in der Suppe dieser tollen Bergtour. Alternativ und deutlich einfacher kann man den benachbarten Kleinen Peitlerkofel erwandern.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Trentino-Alto Adige | Dolomiten | Brixen

Tourensteckbrief Peitlerkofel

Anfahrt: Aus dem Eisacktal, also von der Brennerautobahn, bei Brixen über die SP29 zum Würzjoch. Ebenso ist eine Anfahrt aus dem Villnösstal und über St. Peter zum würzjoch möglich. Die Anreise (von Osten) aus dem Gadertal erfolgt über St. Martin und Antermioa über die SP29.
Navi-Adresse: I-39030 San Martino In Badia, Strada Boerz 26

Ausgangspunkt: Würzjoches (2007 m), großer Parkplatz an der Passhöhe gegenüber der Ütia de Börz.
Alternativ kann man den Peitlerkofel auch von anderen Ausgangspunkten unterhalb des Würzjoches angehen. Wir empfehlen aber den sehr reizvollen und etwas kürzeren Anstieg direkt vom Würzjoch aus

Route: Die Tour beginnt gegenüber der Ütia de Börz. Man folgt einer breiten Almstraße (Weg 8A) und den Schildern zur Peitlerscharte. Im Angesicht des Peitlerkofels geht es über die herrlichen Kompatsch Wiesen (prati compaccio) bis zu einer Weggabelung kurz vor der kleinen Hütte namens „Munt de Fornella“. Hier nicht nach links zur Hütte, sondern nach rechts auf dem Weg 8A zur Peitlerscharte (Furcela de Pütia). Auf dem gut markierten Steig quert man in die Westflanke des Peitlerkofels hinein und zielt in ein enges V-Tal. Hier trifft der Weg 8A mit dem Weg 4 zusammen und leitet gut beschildert und markiert durch ein enges V-Tal, entlang eines Bachlaufes zur Peitlerscharte (2357 m) - ein herrlicher Rastplatz mit toller Aussicht! In der Scharte nimmt man den Weg links, der einen in die Südflanke leitet. Hier geht es nun in vielen Serpentinen empor. Im oberen Bereich gibt es zwei Varianten: die untere führt über eine felsige Steilstufe, die Trittsicherheit verlangt, die obere ist die einfachere und leitet über reines Gehgelände. Beide Möglichkeiten führen zu einer flachen Schulter, südlich unterm Gipfel. Hier findet man dann auch den Einstieg zum kurzen Klettersteig, der einen entlang von Drahtseilen steil hinauf zum Gipfeldach führt; hier nun wieder flacher über Gehgelände zum höchsten Punkt.

Abstieg: Wie Aufstieg.

Alternative: Wer das Klettern über den versicherten Gipfelanstieg vermeiden möchte, muss bei dieser Tour nicht auf das Gipfelerlebnis verzichten. Denn links vom Hauptgipfel befindet sich mit dem Kleinen Peitlerkofel ein schöner Nebengipfel mit Kreuz. Er ist über einen ganz normalen Wanderweg zu erreichen.

Charakter / Schwierigkeit: Insgesamt ist die Route als leichte alpine Bergtour (S4) zu bewerten. Beim Peitlerkofel handelt es sich nämlich über weite Strecken um eine Bergwanderung mittlerer Schwierigkeit mit einem dann aber deutlich anspruchsvolleren Gipfelanstieg über einen leichten Klettersteig (Schwierigkeit A und B). Der drahtseilgesicherte Steig erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit; Ungeübte sollte sich unbedingt mit einem Klettersteig-Set sichern, ein Helm schadet an dem stark Frequentierten Berg auch nicht. Wählt mit dem Kleinen Peitlerkofel den Nebengipfel als Ziel, dann hat die Route Wandercharakter bis zum Gipfel. Das Panorama des Peitlerkofels muss extra erwähnt werden: Neben einem großartigen Dolomitenblick hat man im Norden die weißen Zillertaler vor Augen.

Gehzeit: Aufstieg: 2:30 bis 3 Stunden; Abstieg: 2:15 Stunden. Insgesamt: ca. 5 Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz: ca. 950 Höhenmeter (inkl. Gegenanstieg beim Rückweg); Distanz: 6 km (einfach)

Beste Jahreszeit: Mitte / Ende Juni bis zum Wintereinbruch

Stützpunkt: Auf Tour eigentlich keiner. Eigentlich heißt, dass die einzigen Einkehrmöglichkeiten sehr nahe am Ausgangspunkt (bzw. Endpunkt) der Tour liegen und man daher selbst für Verpflegung und Getränke auf Tour sorgen muss. Nahe Ausgangspunkt ist die ganz kleine und wirklich hübsche Hütte namens Munt de Fornella (2067 m) einen Besuch wert. Beim Abstieg freut man sich kurz vor dem Endpunkt der Tour allemal auf ein Erfrischungsgetränk inmitten traumhafter Almlandschaft.

Karte: Tabacco Wanderkarte „Brixen / Villnösstal“, Blatt 30, 1:25 000. Oder Kompass Blatt 627, "Villnösstal“, 1:25.000. Erhältlich in unserem Karten-Shop.

Autor: Bernhard Ziegler

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