Touren

Partenkirchner Dreitorspitze (2634 m) 

Diese Rundtour (am besten als Zweitagestour!) ist eine wunderbare Möglichkeit das einzigartige Wettersteingebirge kennen zu lernen. Die Meilerhütte liegt weit weg von der Betriebsamkeit der Täler und bietet sich deshalb als Nächtigungsmöglichkeit geradezu an. Von dort ist der Gipfel dann nur noch ein Katzensprung.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Bayern | Wetterstein | Garmisch-Partenkirchen

Tourensteckbrief Partenkirchner Dreitorspitze

Anfahrt: Autobahn München Garmisch A95 bis zum Autobahnende und nach Garmisch-Partenkirchen. Weiter in Richtung Mittenwald bis nach Klais. Hier biegt man rechts ab (Wegweiser: Schloss Elmau), fährt über die Gleise und gleich wieder rechts. Kurz danach nach links, wiederum Hinweisschild zum Schloss, und zum Mauthäuschen. Auf der Mautstraße nach Elmau, das Schloss lässt man links liegen und fährt weiter zum beschilderten Wanderparkplatz am Ende der Straße.

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz in Elmau (1000m)

Route: Hüttenanstieg: Am südlichen Ende des Parkplatzes beginnt ein bequemer Forstweg (Schilder: „Wetterstein Alm, Meilerhütte“), auf dem man anfangs neben dem glasklaren „Kaltenbach“ flach taleinwärts wandert. Nach einer Brücke geht’s dann steiler an einem Abhang entlang hinauf und an der nächsten Abzweigung (Schild: „Wettersteinalm, Schachen, Meilerhütte“) nach links bergan in den kühlen Bergwald hinein. Nachdem man einen Holzplatz passiert hat, geht der breite Forstweg in einen Karrenweg über. Bald danach erreicht man ein Viehgatter und dahinter eine Gabelung. Links ginge es für ein kurzes (oder längeres) Päuschen zur „Wetterstein Alm“ (1464m), die inmitten lieblicher Almwiesen vor dunklen Wettersteinwänden ruht. Nach rechts geht’s auf holperigem Karrenweg weiter zum „Schachen, Meilerhütte“ um den „Steilenberg“ herum. Ist man erst mal auf der Westseite, dann wird die Aussicht wirklich grandios. Man erblickt das völlig isoliert dastehende „Schachenschloss“ vor dem grellweißen Zugspitzferner und daneben das mächtige Alpspitzmassiv. Im Auf und Ab nähert man sich mehr und mehr dem Schlösschen und der Weg führt einen direkt in den Gastgarten des Berggasthofes „Schachenhaus“, wo das kühle Weizen (oder Apfelschorle) schon wartet (1866m).

Gut gestärkt folgt man dem Weg, der gleich hinter den Biertischen (westwärts) auf einen Rücken hinaufführt zu einer Verzweigung. Hier stößt man auf einen Wegweiser, der einen nach links Richtung: „Meilerhütte“ hinauflotst. Auf einem guten Weg geht es über den grünen Rücken des „Teufelsgsaß“ (siehe Bild 2) zu einem Holzgatter hinauf (siehe Bild 3). Ein in den Fels gehauener Steig zieht über hohe Stufen weiter empor und nach einigen Kehren und einem kurzen, etwas ausgesetzten Gratabschnitt steht man plötzlich auf einer großen Schafweide, der „Frauenalpl“. Die Umgebung ist geprägt von den zerfurchten, riesenhaften Felsgestalten der „Dreitorspitzen“. Die von hier aus schon sichtbare „Meilerhütte“ wirkt wie eine Festung im Fels. In fast flachem Gelände folgt man dem Steig über steinige Wiesen und auf einen Buckel hinauf. Danach steigt man ein paar Meter hinab und gelangt in einen engen Felsenkessel. Schließlich wandert man auf dem nunmehr schotterigen Weg zur „Meilerhütte“ (2366m) hinauf (siehe Bild 4).

Gipfelanstieg: Zum Gipfelsturm geht’s auf den „Hermann- v. Barth-Weg“ (Schild bei einem Eisengatterl unterhab der Hüttenterrasse) leicht fallend hinüber zu den steilen Felswänden des Bayerländerturms, die man unterhalb - ausgesetzt aber drahtseilgesichert- quert (siehe Bild 5). Nach einer kurzen Abkletterpassage (roten Pfeil beachten) steht man im Kar des „Leutascher Platt“ und steigt im Schotter mühsam bergan. In zwei großen Kehren (Wegweiser: „Hermann- v. Barth-Weg“) geht es über die Schuttreise zur Gipfelwand hinauf. Über steile kleinsplittrige Schrofen und Rinnen leiten solide Eisenklammern und Drahtseile in gerader Linie empor, dadurch gewinnt man schnell an Höhe. Weiter oben legt sich dann das Gelände zurück und die Sicherungen leiten fast waagrecht nach links zur Grathöhe südlich des Gipfels hinüber. Jetzt wendet man sich nach rechts und folgt dem schrofigen Steig (rote Punkte) in kurzen Kehren aufwärts (siehe Bild 6) zum höchsten Punkt (Grenzstein).

Abstieg: Auf der gleichen Route zurück bis zur Wegverzweigung gleich oberhalb des Schachenhauses. Von dort wendet man sich nach Westen und steigt ab in Richtung: „Oberreintal, Partnachklamm“. Wenig später kommt man am Pavillon (1862m) vorbei und folgt dem steilen Steig, der sich, mit einigen Drahtseilsicherungen versehen, durch einen Latschengürtel in ein reizendes grünes Hochtal (Oberrein-Tal) hinabschlängelt. Im Talgrund verzweigt sich erneut der Weg. Man hält sich rechts und wandert im Bergwald abwärts. In „zig“ Kehren turnt sich der steile Steig neben dem Oberreintal Bach hinab und trifft auf eine Wegkreuzung. Hier dreht man sich nach rechts und zieht auf einem rauen Wanderweg Tal auswärts. Bald passiert man die „Hintere Klamm“ und steigt hoch über dem wilden Wasser auf gutem Weg kurz bergan. Man mündet nun in eine Forststraße, wandert auf dieser stets in Richtung „Partnach-Klamm“ und lässt alle Abzweiger links liegen. Schließlich gelangt man nach einer großen Rechtskurve zu einer Verzweigung mehrerer Weg und einigen Schautafeln. Die Partnach-Klamm ist jetzt schon in unmittelbare Nähe gerückt. Man wendet sich nach links, überquert die „Partnach“ und nach ein paar Treppchen befindet man sich anschließend in der wilden Schlucht. Ein abenteuerlich angelegter Steig führt teilweise durch die Felsen hindurch bis ans Ende der Schlucht. Nachdem man ein Drehkreuz passiert hat, kommt man auf einen asphaltierten Fahrweg. Auf diesem marschiert man in ca. 15 min. bis zum „Skistadion“ in Garmisch-Partenkirchen, wo man den zweiten PKW abgestellt hat.
Wichtiger Hinweis: Leider ist die Verbindung zwischen Anfangs- und Endpunkt der Tour mit öffentlichen Verkehrsmitteln kaum praktikabel. Für die erlebnisreiche 2-tägige Rundtour im Wetterstein wären also 2 PKW sinnvoll. Einen PKW parkt man am Skistadion in Garmisch-Partenkirchen, den anderen am Wanderparkplatz in Elmau.

Charakter / Schwierigkeit: 1. Aufstieg: Bis zum Schachenhaus zieht ein breiter Forst- bzw. Karrenweg, der im oberen Teil sehr beeindruckende Weitblicke bietet. Vom Schachenhaus bis zur Meilerhütte führt ein leichter, meist breiter und steiniger Wanderweg. Über abschüssigen Stellen ist ein Geländer angebracht. Trotzdem sollte man trittsicher sein, besonders an dem kurzen Gratstück, denn der Weg ist etwas schotterig. Geprägt wird dieser Aufstieg von einem packendem Panorama hinüber zur Zugspitze und hinunter ins tiefe Reintal mit der „Blauen Gumpe“, Hochblassen und Alpspitze.
2. Der Gipfelanstieg auf dem „Hermann v. Barth Weg“ ist ein leichter Klettersteig und den trittsicheren sowie schwindelfreien Berggehern vorbehalten. Man sollte sich auch im ungesicherten, ausgesetzten Schrofengelände wohlfühlen (UIAA I und leichter). Wenn mehrere Personen in der Gipfelwand unterwegs sind, ist ein Steinschlaghelm unbedingt angebracht, denn auf den Bändern liegt viel loses Gestein, das nur darauf wartet in die Tiefe befördert zu werden. Für Ängstliche kann evtl. ein Klettersteigset recht entspannend sein.
3. Abstieg: Bis zum Schachenhaus wie Aufstieg. Die Passage hinunter ins Oberrein-Tal erfordert etwas Trittsicherheit, einige Stellen sind mit Drahtseilen gesichert. Durch das Reintal zieht eine Forststraße entlang der ursprünglichen Partnach. Die wirklich sehenswerte Partnach-Klamm wird durch einen gesicherten, einfachen Steig gezähmt. Zum Skistadion geht’s dann kurz auf einem asphaltierten Sträßchen.

Gehzeit: Aufstieg: ca. 5 bis 6 Stunden bis zum Gipfel. (Elmau – Schachenhaus ca. 2 1/2 bis 3 Std.; Schachenhaus – Meilerhütte ca. 1 1/2 Std.; Meilerhütte – P. Dreitorspitze ca. 1 Std.)
Abstieg: insgesamt ca. 5 bis 6 Stunden. (P. Dreitorspitze – Meilerhütte ca. 1
Std.; Meilerhütte – Schachenhaus ca. 1 Std.; Schachenhaus – Reintal /
SkistadionGarmisch-Partenkirchen ca. 3 bis 4 Std.)
Gesamtgehzeit: 10 bis 12 Stunden (reine Gehzeit)

Tourdaten: Aufstieg ca. 1700 Hm inkl. kleinerer Gegenanstiege; Abstieg ca. 1900 Hm inkl. kleinerer Gegenanstiege.

Beste Jahreszeit: Juli bis Oktober.

Stützpunkt: 1. Die „Meilerhütte“ (2366m) des DAV liegt auf der Grenze zwischen Bayern und Tirol wie ein Adlerhorst hoch oben auf dem Wettersteingrat in der Einschartung des Dreitorspitzgatterls mit schöner Sicht in die Zentralalpen. Bewirtschaftet ist die Hütte von Mitte Juni bis Anfang Oktober Tel.: 0049 / (0)171 / 522 78 97.
2. Im bewirtschafteten „Schachenhaus“ (1866m) kann man ebenfalls übernachten. Geöffnet von Juni bis Oktober, Tel.: 0049 / 8821 /29 96.
3. Auf dem Wege liegt auch noch die im Sommer bewirtschaftete „Wetterstein Alm“ (1464m).

Info: 1. Eine Besichtigung des „Königshauses“ am Schachen unter Führung des Wirtes (einem „Original“ und zugleich Hüttenwirt des Schachenhauses), sollte man sich auf keinem Fall entgehen lassen. Die unteren Räume sind eher schlicht gehalten, während man sich im Obergeschoss im „Maurischen Saal“ mit den bunten Glasfenstern und den von Gold glitzernden Gegenständen augenblicklich in eine „orientalische Traumwelt“ versetzt fühlt. Öffnungszeiten: Anfang Juni bis Anfang Oktober.
Führungen: 11 Uhr, 13 Uhr, 14 Uhr und 15 Uhr.
2. Unterhalb des „Schlosses“ befindet sich ein Alpengarten, der vom Botanischen Garten München-Nymphenburg betreut wird. Über 1.800 verschiedene Alpenpflanzen aus verschiedenen Kontinenten sind hier zu finden und ein Besuch ist für jeden Botaniker ein absolutes „Muss“. Öffnungszeiten von Anfang Juli bis Mitte September

Karte: Kompass Blatt 5 oder 790, 1:50.000 oder 1:30.000. Oder Wetterstein- und Mieminger Gebirge, Östliches Blatt, Nr. 4/3, Alpenvereinskarte, 1:25 000

Autor: Doris & Thomas Neumayr

Wetter

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Garmisch-Partenkirchen
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Tue, 01.12.2020 bedeckt
-3 / 3 oC
bedeckt
Niederschl.: 25 % Wind: 4 km/h NW
Garmisch-Partenkirchen
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Wed, 02.12.2020 wolkig
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wolkig
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

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