Touren

Obere Gottesackerwände - Toreck (2016 m)

Diese Route ist ein wenig außergewöhnlich, ja vielleicht auch in gewisser Weise eigenartig. Da geht es zunächst einmal im Zickzack-Kurs durch Waldpassagen mit hakeligen Schneisen. Gut, dass die Route vom DAV ausgeschildert wurde, sonst wäre es glatt etwas verwirrend. Doch es lohnt sich hinaufzusteigen zum plateauartigen Kamm der Oberen Gottesackerwände. Da gibt es einige skifahrerisch lohnende Abschnitte, das bucklige Karstgelände ist landschaftlich wirklich reizvoll und die Aussicht Richtung Ifen und Widderstein unglaublich schön. Bei guter Sicht kann man sogar den Säntis im Westen erkennen. Und gute Sicht sollte man haben bei dieser Tour, denn bei Nebel ist die Orientierung im Karstgelände äußerst schwierig.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skitour | Vorarlberg | Allgäuer Alpen | Kleinwalsertal

Tourensteckbrief Obere Gottesackerwände -Toreck

Anfahrt: Auf der B19 nach Oberstdorf. Beim Kreisverkehr am Ortseingang rechts weiter auf der B19 Richtung Kleinwalsertal und hier auf der Walserstraße (201) nach Riezlern. Man fährt nicht in den Ortskern ein, sondern biegt gleich zu Beginn rechts ab Richtung Schwende. Bei einer Gabelung nach links Richtung Innerschwende und auf der schmalen Bergstraße bis zum Mahdtalhaus des DAV Stuttgart. Auf dem Hüttenparkplatz wird in der Regel das Parken geduldet.
Navi-Adresse: Innerschwende 39, A-6991 Riezlern, Österreich

Ausgangspunkt: Mahdtalhaus (1050 m) in Innerschwende, Gemeinde Riezlern im Kleinwalsertal

Route: Vom Mahdtalhaus auf der Straße (oder über die Wiese daneben) hinauf zum Hinweisschild des DAV-Projekts „Natürlich auf Tour“ und hier geradewegs nach Nordwesten über den freien Wiesenhang empor zum Waldrand und einem von unten sichtbaren Stadel. An ihm vorbei, knapp 200 m flach nach Nordwesten queren und anschließend über die nächste Lichtung steil hinauf nach Südwesten zum Wald. Hier geht es links auf einem Pfad weiter nach Westen, um ein Geländeeck herum, zu einer Waldschneise. Ihr folgt man, wiederum teilweise steil, nach oben – es geht immer entlang der mit grünen DAV-Schildern markierten Route. Die Plattenalm lässt man dabei links liegen und folgt weiter der Schneise nach Westen. Auf ca. 1300 m erreicht man eine Forststraße. Die DAV Route führt hier nach rechts hinauf über eine südseitige, recht eingewachsene steile und schmale Schneise; sie ist aufgrund der Exposition oft ausgeapert, dann muss man die Ski ein Stück tragen. Bald erreicht man wieder flacheres Gelände und die Route dreht wieder nach Westen ein und mündet in eine querlaufende Forststraße. (Da die erwähnte, eingewachsene, steile und schmale Schneise häufig ausgeapert ist, führen meist auch Spuren geradeaus durch den Wald hinauf zur querlaufenden Forststraße. Diese Variante ist aber ebenfalls recht eingewachsen.) Nun folgt man der Forststraße gut 500 m nach rechts (Nordnordwesten) bis zu einer Lichtung. Hier nach links (Westen) über die Lichtung hinauf, an der sogenannten Grafenkürenalm vorbei, bis man auf ca. 1430 m am Waldrand wieder flacheres Gelände vorfindet. Dann geht es nach rechts zunächst in nordwestlicher Richtung durch lichten Wald und anschließend nach Westen über freies Gelände entlang einer Art Hangterrasse unter Felswänden und Steilabbrüchen hindurch. Dabei ist auch eine Steilstufe zu überwinden. Auf 1720 m dreht die Route dann nach links (Südwesten) ab und erreicht somit den breiten Kamm. Hier immer entlang des plateauartigen Kammes, am Punkt 1829 m vorbei, im Karstgelände nach Westen. Dabei geht es auch über einen breiten Idealhang hinauf, ehe der Kamm wieder schmäler wird. Man folgt dem Grat mit sicherem Abstand zu den überwächteten Steilabbrüchen bis zum vorläufig höchsten Punkt, dem Toreck (2016 m); oder man spurt sogar noch weiter entlang des Grates bis zum allerhöchsten Punkt des Sonnenberges mit 2033 m.

Abfahrt: 1. Entlang des Aufstiegsroute.
2. Mit etwas Ortskenntnis und bei guter Sicht wäre auch eine alternative Abfahrt, wie auf der DAV-Infotafel eingezeichnet, über die Schneiderkürenalpe möglich. Am Ende trifft man dann auf die Forststraße, der man nach links zur Aufstiegsroute folgt.

Charakter / Schwierigkeit: Mittelschwere Skitour über zum Teil steile (30° bis 35°) Hangabschnitte, jedoch in überwiegend mäßig steilem Gelände. Bei guten Verhältnissen und griffigem Schnee ist die Route nicht schwierig. Sind die hakeligen Waldschneisen jedoch schon recht ausgefahren oder sogar vereist, sollte man beim Aufstieg wie bei der Abfahrt sicher am Ski stehen. Skifahrerisch lohnend sind neben den wenigen breiteren Waldschneisen vor allem die steileren Abschnitte am plateauartigen Kamm. Landschaftlich ist die Tour ebenfalls vor allem im Kammbereich großartig. Bei schlechter Sicht ist die Orientierung im buckligen Karstgelände sehr schwierig, daher ist bei Nebel von der Tour abzuraten. Im unteren Bereich ist die Orientierung durch die DAV-Routenführung vereinfacht, ansonsten müsste man bei dem verzwickten Zickzackkurs auch hier ziemlich aufpassen.

Lawinengefahr: Gering bis mittel. Die Querungen oberhalb der Waldgrenze können bei recht ungünstigen Bedingungen von oben her bedroht sein. Ansonsten überwiegend geringes Gefährdungspotenzial.

Exposition: Ost und Nordost

Aufstiegszeit: 3 Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz: 980 Höhenmeter; Distanz: ca. 5 km (einfach)

Beste Jahreszeit: Hochwinter bis März

Stützpunkt: Auf Tour keine Einkehrmöglichkeit. Am Ausgangspunkt befindet sich das Mahdtalhaus der DAV Sektion Stuttgart. Es ist eine Selbstversorgerhütte mit Jausenstation. Diese ist von Donnerstag bis Sonntag von 11.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. Telefon: +43/5517/6423, Email: info@dav-mahdtalhaus.de; Internet: Mahdtalhaus

Hinweis: 1. Um das Skitourengehen in diesem Gebiet gab es viel Streit und beinahe schon gewaltsame Auseinandersetzungen. Zeitweise war die Tour sogar gesperrt, bis man endlich einen Kompromiss gefunden hat – keine Idealroute für die Skitourengeher, aber zumindest eine durchaus brauchbare Lösung. Wir bitten daher alle Skitourengeher im Sinne des Naturschutzes, aber auch um den gefundenen Kompromiss nicht zu gefährden, sich an die Hinweise und die Beschilderung vor Ort zu halten. Die hier beschriebene Tour folgt der DAV-Route. Daher bitte im Zweifelsfall auch immer der DAV-Beschilderung folgen!
2. Auch wenn die Route großteils über bayerisches Gebiet führt, sind Startpunkt und ein nicht unerheblicher Teil der Tour auf Österreichischem Territorium. Daher haben wir sie im Tourentipp-Archiv unter Österreich/Vorarlberg abgelegt.

Karte: Karte vom Bayerischen Landesvermessungsamt UK50-47 Allgäuer Alpen: Sonthofen, Oberstdorf, Kleinwalsertal, 1:50.000.
Erhältlich in unserem Karten-Shop.

Autor: Bernhard Ziegler - Bilder: Bernhard Ziegler & Laura Fernández Gomez

Wetter

Die aktuelle Wettervorhersage zur Tour von wetter.com für die nächsten 2 Tage. Sofern für das Zielgebiet keine Wetterdaten vorliegen, werden die Werte des nächstgelegenen Ortes ausgegeben.

Kleinwalsertal
Vorhersage für Mi, 19.02.2020
Mi, 19.02.2020 leichter Schneefall
-3 / 0 oC
leichter Schneefall
Niederschl.: 90 % Wind: 11 km/h S
Kleinwalsertal
Vorhersage für Do, 20.02.2020
Do, 20.02.2020 wolkig
-3 / 4 oC
wolkig
Niederschl.: 0 % Wind: 9 km/h S
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

GPS Daten zum Download

Hier können Sie sich die Route als GPS-Track im GPX-Austausch-Format (GPX-Exchange) herunterladen. Die Nutzung der Daten ist nur für den privaten Gebrauch und auf eigene Gefahr erlaubt. Eine Weitergabe oder die Veröffentlichung der Daten ist nicht gestattet.

Tourentipp-Globo-Vision

Panorama-Fotografie mit sensationeller 360x360-Grad-Technologie.
Aufgrund der Bildgröße kann es zu etwas längeren Ladezeiten der Panorama-Pictures kommen.

Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

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