Touren

Lerchkogel (1688 m) - MTB 

Weil er relativ entlegen ist, wird der Lerchkogel im Vorkarwendel eher selten besucht. Mit dem Mountainbike kommt man aber bis auf 230 Höhenmeter unterhalb des einsamen Gipfels, der sich zu Fuß in gut einer halben Stunden erreichen lässt. Eine ruhige, landschaftlich reizvolle Bike & Hike-Tour, wobei die Fahrstrecke weder technisch schwierig noch besonders steil ist. Bei immerhin 1130 Hm ist der konditionelle Anspruch jedoch durchaus leicht gehoben.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Mountainbiketour | Bayern | Karwendel | Lenggries

Tourensteckbrief Lerchkogel

Anfahrt: Über Bad Tölz und Lenggries zum Sylvensteinstausee. Dort biegt man auf die B 307 Richtung Vorderriss ab. Etwa 300 Meter nach der Brücken über den Sylvensteinstausee zweigt man in Fall (Ortsteil der Gemeinde Lenggries) links ab in die Dürrachstraße und fährt am Nachtparkplatz vorbei zu den kostenfreien Parkplätzen am Ende der Straße.
Navi-Adresse: D-83661 Fall (Gemeinde Lenggries), Dürrachstraße 5

Ausgangspunkt: Fall am Sylvensteinstausee (778 m)

Route: Zum Warmfahren geht es die ersten 1,5 Kilometer auf der asphaltierten Bächentalstraße fast eben dahin zur Dürrachbrücke am Südzipfel des Sylvensteinstausees. Nun steigt die Bächentalstraße ein wenig an, ehe nach insgesamt 4 Kilometern an einer Schranke rechts die Forst- und Almfahrstraße zu den Lerchkogelalmen abzweigt. Nach einer kurzer Abfahrt hinunter zu Dürrach mit Tiefblicken in die Schlucht beginnt auf der geschotterten Forststraße die eigentliche Auffahrt. Nach ein paar Kehren zu Beginn zieht die Strecke ab der Stierschlaghütte ein längeres Stück nach Südosten und (nach 7 Kilometern) bei einer scharfen Rechtskehre wieder nach Westen. Nach der nächsten Linkskehre wird ein markanter Abzweig erreicht (bis hierhin 8,2 Kilometer Fahrstrecke) – hier beginnt auf dem Rückweg die Abfahrtsvariante übers „Weiße Moos“ zum Dürrachstausee. Zunächst aber bleibt man auf der Forststraße zur 1337 Meter hoch gelegenen Lerchkogelalm (Niederleger), deren diverse Wirtschaftsgebäude inklusive Kapelle nach 9,5 Kilometern die Route säumen. Mit dem Mountainbike darf man noch ein Stück weiter in Richtung Hochleger fahren – die relativ neue Almstraße zur Ludernalm lässt man dabei rechts liegen, zum Lerchkogel geht es, kurzzeitig etwas steiler, noch ein Stück nach Osten (links) hinauf bis zum Radl-Verbotsschild in 1460 Metern Höhe (nach 11 Kilometern Fahrstrecke). 
Hike-Strecke zum Gipfel: Ab hier zu Fuß auf steilem Steig zum Hochleger der Lerchkogelalm (1563 m) und vom lieblichen Almplateau aus nach links über unschwierige Grashänge hinauf zum 1688 Meter hohen Gipfel mit Bankerl und Grenzstein (ca. 220 Höhenmeter / 35 Minuten Aufstieg ab dem Radlverbotsschild).

Abfahrt: 1. Am einfachsten ist es natürlich, mit dem Mountainbike die Auffahrtsroute wieder hinabzurollen.
2. Eine interessante Erweiterung der Tour beginnt indes am erwähnten Abzweig zum „Weißen Moos“. In minimalem Auf und Ab zieht dort für 1,4 Kilometer ein Forstweg nach Osten. Er endet nach einer Rechtskurve an einem Bach. Nun wird es kurzzeitig ein bisschen abenteuerlich: Man überquert - die Mountainbikes tragend - den Bach und muss danach etwa 600 Meter Luftlinie in weglosem Gelände die Räder schieben. Dabei hält man sich stets in Richtung Osten und etwa auf gleicher Höhe (nur minimal bergab) und kommt so an einem Grenzstein vorbei. Nach dieser Querfeldeinpassage (ca. 10 Minuten) beginnt auf 1260 Metern Höhe wieder eine bestens ausgebaute Forststraße. Dieser folgt man ein Stück ebenerdig nach Osten, dann geht es bergab, mit mehreren engen Kehren stets Richtung Norden oder Süden bis hin zum Dürrachstausee. Dieser muss umfahren werden. Nach zwei Brücken (an Eiskönigbach und Dürrach jeweils links abbiegen) führt die Bächental-Forststraße vorbei am Forsthaus Aquila und der alten Grenzstation zurück zum Ausgangspunkt (10,5 Kilometer ab Stausee, meist bergab).

Charakter / Schwierigkeit: Die Mountainbikestrecke verläuft bis auf die vergleichsweise kurze Trage- und Schiebepassage der Abfahrtsvariante (und die muss man ja nicht machen!) durchwegs auf breiten Alm- und Forststraßen. Auch die Steigungen sind überwiegend moderat. Die „Hike-Zugabe“ zum Lerchkogel-Gipfel ist allein schon wegen der tollen Aussicht ins Karwendel lohnend. Ein leichter Wechselschuh im Rucksack als Alternative zum Klickpedal-Radlschuh schadet nicht. Während der Tour immer wieder schöne Blicke zum Kotzen-Gipfel und zum Stierjoch, ins zentrale Karwendel sowie zum nahegelegenen Juifen.

Fahrzeit: Insgesamt 2 Stunden vom Ausgangspunkt bis zum Gipfel. Die Auffahrt bis zum Radlverbotsschild dauert 1,5 Stunden. Dazu kommen ca. 35 Minuten Gehzeit zum Gipfel.
Für die Abfahrtsvariante übers „Weiße Moos“ sind ebenfalls 1,5 Stunden zu veranschlagen, auf der Auffahrtsroute dauert die Abfahrt nur etwa 45 Minuten.

Tourdaten: Komplette Runde: Höhendifferenz: 1130 Höhenmeter (davon 900 Hm mit dem Mountainbike und 220 Hm zu Fuß). Distanz: 33 km (davon 30,4 km mit Mountainbike und 2,6 km zu Fuß).

Beste Jahreszeit: In der schneefreien Zeit (je nach Witterung Mai bis November).

Stützpunkt: Forsthaus Aquila im Bächental, geöffnet ab 10.30 Uhr, von Mai bis Kirchweih-Montag; Montag und Dienstag Ruhetag. Übernachtung nur auf Anfrage. Weitere Infos unter Forsthaus Aquila.

Karte: Kompass-Karte Blatt 26, Karwendelgebirge, 1:50.000.
Erhältlich in unserem Kompass-Karten-Shop.

Autor: Martin Becker

Wetter

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Galerie

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