Touren

Kramer (1983 m)

Von Garmisch-Partenkirchen aus gesehen steht er immer etwas im Schatten der berühmteren Gipfel des Wettersteingebirges. Dabei muss man diesen Berg eigentlich irgendwann mal gemacht haben. Denn nur von wenigen Punkten aus hat man einen so guten Blick auf Alpspitze, Waxensteine und Zugspitzmassiv wie vom Kramer. Mittelschwere, lohnende, aber lange Bergwanderung.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Bayern | Ammergauer Alpen | Garmisch-Partenkirchen

Tourensteckbrief Kramer

Anfahrt: Über die A95 und die anschließende B2 bis nach Garmisch Partenkirchen. Dabei hält man sich nach dem Farchanter Tunnel Richtung Fernpass/Garmisch. Knapp eineinhalb Kilometer nach dem Ortsschild „Markt Garmisch-Partenkirchen“ fährt man an der Ampel vor der Loisach-Brücke rechts Richtung Tierheim. Nun durch das Wohngebiet hindurch, immer der Beschilderung Tierheim folgend. Man fährt an einem Sportplatz vorbei und erreicht schließlich das Tierheim, das man nun links liegen lässt und der Straße bergauf zum Gasthof Almhütte folgt.

Ausgangspunkt: Parkplatz vor dem Gasthof Almhütte oberhalb von Garmisch

Route: Vom Gasthof Almhütte aus geht man 50 Meter zum Waldrand bis zu dem großen und deutlich sichtbaren Holzwegweiser. Nun nach rechts auf dem Kramerplateauweg Richtung Grasberg/Pflegersee. Die 20 Minuten auf ebenem Weg sind grad gut zum warm werden, ehe es richtig losgeht: Denn dann weist ein Wegweiser nach links hinauf Richtung Grasberg/St. Martin Haus. Steil führt die Forststraße empor bis man nach weiteren 45 Minuten das St. Martin Haus (1028m) erreicht hat. Von dort aus öffnet sich erstmals der Blick hinüber zum Wettersteinmassiv. Weiter geht’s auf dem Weg-Nr. 255, der nun schmäler wird, im Zickzack durch schönen Mischwald nach oben. Unterwegs kommt man an der Felsenkanzel vorbei, einer kleine Aussichtsplattform mit Eisengitter.
Etwa 1 1/4 Stunden nach dem St. Martin Haus erreicht der Wanderer auf einer Höhe von 1440m die einzige Abzweigung des gesamten Gipfelaufstiegs: Ein Schild weist nach links hinauf Richtung Kramer (geradeaus geht’s zum Königsstand). Das Gelände wird steiler, der Steig schmäler und teilweise auch felsiger aber nie schwierig! Schließlich erreicht man auf etwa 1720m den Bergkamm und genießt nun nicht nur die herrliche Aussicht südlich auf Zug- und Alpspitze, sondern auch die Blicke gen Norden, die einem bisher verwehrt geblieben waren (es grüßen von dort Notkarspitze, Brünstelskopf und Vorderer Felderkopf). Der Steig verläuft nun überwiegend in der schattigen Nordflanke. Zwischendurch gibt es auf dem breiten Grat einmal eine Stelle, an der man rechts eine leichte Felspassage hinauf muss, markiert durch ein Steinmanndl. (Wer stattdessen geradeaus den Spuren folgt und gleich drauf an einem kleinen Holzkreuz vorbeikommt, muss aufpassen, wenn er dann auf dem Grasbuckel steht. Nicht Luftlinie Richtung Kramer gehen, die Spuren im Gras führen in schwieriges Gelände! Stattdessen ein paar Meter nördlich absteigen, dann sieht man wieder den Steig, den man an der kleinen Felspassage verloren hat!) Von Norden erreicht man schließlich den Kramer (1983m) mit seinem riesigen Gipfelkreuz, das erst im September 2005 neu aufgestellt wurde - übrigens mit einem liebevoll gestalteten und gebundenen Gipfelbuch!

Abstieg: Über teils brüchiges Gestein steigt man nach Westen hin ab. Es gibt zwei Seilversicherungen, auf die man bei Schnee und Eis sicher gern zurückgreifen wird, die aber bei guten Verhältnissen eigentlich nicht notwendig sind. Nach 45 Minuten erreicht man die im Sommer bewirtschaftete Stepbergalm. Von ihr aus führen zwei Wege zum Ausgangspunkt zurück: Der Weg über das Gelbe Gwänd, der etwas länger ist, und der Kreuzweg. Letzterer beginnt genau bei der Terrasse der Alm und führt im spitzen Winkel nach links (Südosten) an den Waldrand. Dort ist dann ein Schild angebracht, das nach Garmisch weist. Am Ende eines langen Abstiegs durch den Wald kommt man über einen im untersten Bereich breiter werdenden Weg auf eine Forststraße. Hier geht’s nach links bis zu einer Kreuzung, wo am Rand ein Hütterl mit Streusand steht. Links einige 100 Meter dem Kramerplateauweg folgen bis man wieder den Parkplatz am Ausgangspunkt erreicht.

Charakter / Schwierigkeit: Die Tour auf den Kramer ist eine relativ ruhige Bergwanderung, was zumindest für den Teil oberhalb des St. Martin-Hauses gilt. Zum einen liegt das sicher an der gegenüber liegenden „Konkurrenz“ mit Zug- und Alpspitze, die für viele natürlich eine größere Anziehungskraft ausüben, und zum anderen daran, dass der Kramer kein Berg ist, den man mal grad so nebenbei „mitnehmen“ kann. Die Tour weist zwar keine Schwierigkeiten auf, erfordert aber Kondition und auch etwas Trittsicherheit ist angenehm. Legt man eine Gipfelrast ein und ist einer Hütteneinkehr nicht abgeneigt, dann ist man 8 bis 9 Stunden unterwegs!

Gehzeit: Aufstieg: 3,5 bis 4 Stunden; Abstieg: Knapp 3 Stunden

Tourdaten: 1200 Höhenmeter

Beste Jahreszeit: Juni bis zum Wintereinbruch

Stützpunkt: 1. St. Martin-Haus am Grasberg (1028m), geöffnet von Dezember bis Mitte November, Tel: 0049 / (0)8821 / 4970.
2. Stepbergalm (1583m), von Mai bis Mitte Juni nur an Wochenenden geöffnet, ab Mitte Juni bis Mitte Oktober durchgehend bewirtschaftet, Tel: 0049 / (0)171 / 5460788.
3. Gasthof Almhütte am Ausgangspunkt der Tour, 0049 / (0)8821/ 71417.

Tipp: Für alle, die beim Abstieg gern einkehren: In Zeiten, in denen die Stepbergalm nicht geöffnet ist, ist es vielleicht ratsam, die Tour in der entgegengesetzten Richtung zu machen. Denn das aussichtsreich gelegene Sankt Martin-Haus hat ja fast immer offen!

Karte: Kompass-Karte Nr. 5 oder 07 (Wettersteingebirge), 1:50.000, bzw. 1:35.000. Zum Karten-Shop...

Autor: Manfred Wöll

Wetter

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Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

Galerie

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