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Hohes Haus (2784 m)

Direkt über Innervillgraten startet diese etwas lange, aber alles andere als langweilige Skitour. Die Route zum Hohen Haus bietet viele unterschiedliche landschaftliche Eindrücke und mäßig bis mittelsteile Abfahrtshänge für Genießer; und wer’s steiler mag, auf den wartet als Variante eine rassige Gipfelmulde. Zudem präsentiert das Hohe Haus eine grandiose Dolomitenschau.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skitour | Osttirol | Villgratner Alpen | Innervillgraten

Tourensteckbrief Hohes Haus

Anfahrt: Entweder (a) über die Brenner-Autobahn (A22) bis zur Ausfahrt Brixen. Von dort ins Pustertal über Bruneck und Toblach nach Sillian.
Oder (b) über die A10 bis Spittal und von dort über Lienz nach Sillian.
Oder (c) durch den Felbertauerntunnel, Matrei und Lienz nach Sillian.
In Sillian ins Villgratental abbiegen und über Außervillgraten nach Innervillgraten. Hier zweigt man rechts ab und fährt am Gemeindehaus (Tourist-Info) vorbei bergwärts (Einattal/Taletalm). Auf einer Holzbrücke überquert man den Bach und fährt die schmale Bergstraße (bei Schnee evtl. Ketten aufziehen) hinauf Richtung Höggehof. Etwas unterhalb des Hofes findet man einen ausgewiesenen Tourengeher-Parkplatz.

Ausgangspunkt: Innervillgraten, Tourengeher-Parkplatz im Einattal (1580 m) unterhalb vom Höggehof.

Route: Vom Parkplatz geradeaus, an einer Schranke vorbei und auf dem Wirtschaftsweg taleinwärts. Bei einer alten Mühle nach links auf einer Brücke über den Bach. Nun kann man entweder auf der Almstraße bleiben (sie holt weit nach Südwesten aus und führt über Kehren zur Taletalm) oder man kürzt bei ausreichenden Schneeverhältnissen über sehr schöne Almwiesen ab, erreicht auf diese Weise die Taletalm (1810 m) und ebenso die Schmidhoferalm (1909 m). Danach verengt sich das Tal und man muss 500 m auf dem Wirtschaftsweg bleiben. Man verfolgt weiterhin das Einattal, das sich bald wieder weitet und zunehmend nach Osten abdreht. Am Talschluss, in der sog. Sandkammer (2096 m) sieht man rechts zwei Hütten. Die lässt man rechts liegen, spurt also geradeaus weiter und nutzt den breiten, mäßig steilen Korridor um weiter anzusteigen. Noch bevor man sein Ende erreicht, biegt man rechts ab und wandert über kupiertes Gelände nach Südosten. Auf knapp 2300 m dreht man nach links ein, zielt in der Folge wieder in östlicher Grundrichtung durch stark kupiertes, mäßig steiles Gelände. Dabei peilt man die Villponer Lenke (Sattel auf 2556 m) an, welche man etwas links haltend über relativ flache Hänge erreicht. Hier erblickt man erstmals das Hohe Haus. Auf der Rückseite des Sattels rutscht man wenige Meter ab und zielt flach nach Südosten, später direkt nach Süden. Der Gipfelanstieg erfolgt in der Regel nicht direkt, sondern man peilt den Sattel im Nordwestgrat vom Hohen Haus an. Den Gipfel erreicht man dann ganz einfach über den Grat von rechts nach links aufsteigend.

Abfahrt: In etwa wie Aufstieg, wobei das weite Gelände einige Varianten zulässt. Bei sicheren Verhältnissen kann man auch durch eine Steilmulde (35 bis 40°), welche man beim Anstieg links unterm Gipfel gut erkennt, abfahren. Außerdem kann man sich auch im Kessel unterm Hohen Haus rechts halten und hier ein Stück weiter nach Norden (Richtung Villponer Alm) abfahren, um im Anschluss zur Villponer Lenke wiederanzusteigen.

Alternative: Auch das benachbarte, etwas niedrigere Hohe Kreuz (2746 m) kann entweder als Gipfelalternative oder als Zusatzaufgabe bestiegen werden. Sowohl von der Villponer Lenke aus kann man den Gipfel erreichen, als auch von dem beschrieben Sattel im Nordwestgrat, der auch den Verbindungsgrat vom Hohen Haus zum Hohen Kreuz darstellt.

Charakter / Schwierigkeit: Überwiegend einfache Skitour durch mäßig bis mittelsteiles Gelände und mit langem Talanstieg. Allerdings sind die Almwiesen zu Beginn des Tales skifahrerisch durchaus lohnend, so dass auch hier im Einattal keine Langeweile aufkommt. Im Gegenteil: das Tal ist landschaftlich sehr reizvoll und bei gutem Schnee schwingt man praktisch bis zum Ausgangspunkt hinunter. Die kupierten Hänge unter der Villponer Lenke sind ebenfalls wunderschön und die Weite des Geländes lässt viele Varianten zu. Da auch der Kessel unterm Gipfel landschaftlich wie skifahrerisch reizvoll ist, kann man diese Tour wirklich empfehlen.

Lawinengefahr: Gering bis mittel. Evtl. Gefährdung aus den Flanken nach der Schmidhoferalm, ansonsten kann man Gefahrenstellen durch geschickte Spurwahl weitestgehend vermeiden. Die Abfahrtsalternative über die steile Gipfelmulde weist selbstverständlich höheres Gefährdungspotential auf.

Exposition: Nord und West in den abfahrtsrelevanten Bereichen, Süd die Hänge bei den Almen am Tourbeginn.

Aufstiegszeit: 3,5 bis 4 Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz: 1250 Höhenmeter (inkl. Kleiner Gegenanstiege); Distanz: 8 km (Aufstieg)

Beste Jahreszeit: Frühwinter bis März

Stützpunkt: Auf Tour keine Einkehrmöglichkeit. In Innervillgraten ist das Gasthaus Raiffeisen zu empfehlen.

Wissenswertes: In der leider schon etwas zerfallenen Mühle am Tourbeginn wurde früher Korn gemahlen. Denn – und das ist außergewöhnlich für diese Höhenlage – hier oben bei den Almen wurde tatsächlich Getreide angebaut. Möglich war dies durch die geschützte und vor allem sehr sonnige Lage der Wiesen.

Karte: Kompass Blatt 58, Sextner Dolomiten, 1:25.000. Bestellmöglichkeit bei tourentipp.com unter Kompass Karten.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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GPS Daten zum Download

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Galerie

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