Touren

Hobarjoch (2512 m) 

Das Hobarjoch gehört zu den weniger stark frequentierten Gipfeln in den Tuxer Alpen. So findet man ab dem Geiseljoch auch höchstens ein paar Trittspuren beim Gipfelanstieg. Doch das weglose Gelände ist harmlos und die Orientierung auch hier nicht schwer. Dass der versierte Bergsteiger die deutlich anspruchsvollere und einsame Überschreitung des Nordgrates noch anhängen kann, macht die Sache so richtig interessant.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Tirol | Tuxer Alpen | Schwaz

Tourensteckbrief Hobarjoch

Anfahrt: Über die Inntalautobahn (A93 bzw. A12) bis zur Ausfahrt Vomp. Dann nach Pill und hier abzweigen nach Weerberg. Durch den Ort hindurch, an der Abzweigung nach Hausstatt vorbei, und weiter Richtung Innerst. Den Ausgangspunkt, einen großen Parkplatz, findet man am Ende der Straße beim ehemaligen Gasthaus Innerst.

Ausgangspunkt: Großer Parkplatz beim Gasthof Innerst (1283 m), hinter Weerberg.

Route: Hüttenanstieg: Vom Ausgangspunkt in ca. 1,5 Stunden über den Wanderweg und anschließend über die breite Forststraße zur Weidener Hütte (1799 m).
Gipfelanstieg: Von der Weidener Hütte auf der breiten Almstraße - dem Schild Geiseljoch folgend – taleinwärts. Die Straße führt oberhalb des Nafingsee vorbei und beginnt Kehren zu machen. In der dritten Kehre (einer Linkskehre) führt ein breiter, bequemer Karrenweg geradeaus weiter. Ihm zu folgen ist deutlich kürzer und schöner als auf der breiten, ausgeschilderten Straße zum Geiseljoch zu wandern. Der Karrenweg mündet in einen alten Steig, der bald ziemlich direkt zum Geiseljoch hinauf zielt. Im Geiseljoch (2292 m) angelangt, verlässt man den Weg, wendet man sich nach rechts und wandert weglos am Marterl vorbei zum steilen Wiesenrücken. Ihm und undeutlichen Trittspuren folgt man nun. Anfangs steigt man rechts der kleinen Steinbegrenzung empor, doch dann wechselt man nach links und es geht deutlich flacher am nun breiten Rücken weiter. Auch jetzt gibt es keinen Weg, doch der Rücken gibt die Richtung eindeutig vor und leitet einen immer mehr nördlich zum Hobarjoch hinauf. Erst kurz vor dem Gipfel, auf ca. 2480 m, dreht die Route nach Westen ein und in wenigen Minuten steht man am Gipfel mit Vermessungsstange.

Abstieg: 1. Wie Aufstieg.
2. Will man die Rundtour mit der anspruchsvollen, weglosen Überschreitung des Nordgrates machen, zielt man nicht gleich nach Norden, sondern steigt zunächst vom Gipfel ein paar Meter nach Nordosten ab. Dann dreht man nach Norden ein und erreicht alsbald den Grat und damit das erste steile, grasige Köpferl. Nun entlang des Grates, über steile Schrofen, Grasstufen und Felsen nach Norden. Dabei müssen zwei steile Graterhebungen überklettert werden – einmal kurzer Abstieg (ca. 8 m) im Schwierigkeitsgrad -II. Andere Erhebungen können rechts umgangen werden. So auch zuletzt, ehe der Grat in einem breiten Rücken ausläuft und man wieder harmloses Gelände vor sich hat. Nun weiter weglos, tendenziell eher ein Stück links vom Gratrücken weiter nach Norden hinunter. Ab ungefähr 2300 m dreht man nach rechts (Nordosten) ein und hält auf das nun sichtbare Kreuz des Hubertus Spitz zu (kleine Erhebung im Hang mit Kreuz). Jetzt gibt es wieder einen markierten Steig. Auf ihm hinunter zum Nafingsee, den Bach auf einem Brett überqueren und danach auf dem Wegerl nach Norden hinauf zur Almstraße. Auf ihr in wenigen Minuten zurück zur Weidener Hütte.

Bike: Man kann den Hobar (natürlich dann ohne Überschreitung) auch sehr gut als Bike & Hike-Tour machen. Denn die Straße zur Weidener Hütte (Variante B.) ist auch bei Radlern sehr beliebt. Dann bleibt man auf der Straße bis zum Geiseljoch (die oben empfohlene Abkürzung darf man also mit dem MTB nicht benutzen!). Die gesamte Strecke ist übrigens Teil der MTB-TransAlp. Ab Geiseljoch zu Fuß wie beschrieben.

Charakter / Schwierigkeit: Bis zum Geiseljoch ist es eine leichte Wanderung auf einer Almstraße und einem Bergsteig. Danach handelt es sich bis zum Gipfel um wegloses, jedoch völlig unschwieriges Gelände. Wer die Rundtour mit Überschreitung machen möchte, sollte alpine Erfahrung haben und absolut trittsicher sowie schwindelfrei sein, denn dabei handelt es sich um eine Bergtour! Zwei Graterhebungen müssen überklettert werden, dabei ist einmal auch kurz der Schwierigkeitsgrad –II zu bewältigen. Im weglosen Gelände am Nordgrat muss man auch selbst das Terrain beurteilen können, um die beste Route zu finden – unsere Beschreibung kann hier nur Anhaltspunkt sein. Geübte werden an der einsamen, weglosen und für versierte Bergsteiger unschwierigen, jedoch interessanten Überschreitung Freude haben - Ungeübte sollten besser auf dem einfachen Anstiegsweg zurückkehren. Tolle Aussicht auf die Hintertuxer Gletscherberge und das Karwendel!

Gehzeit: Gehzeiten: Aufstieg: 2 bis 2,5 Stunden ab Weidener Hütte; Abstieg: 1,5 bis 2 Stunden zurück zur Hütte. Hüttenanstieg: 1,5 Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz: 750 Höhenmeter; Distanz: 4,8 km beim Anstieg übers Geiseljoch und 3,5 km beim Abstieg über den Nordgrat, also insgesamt 8,3 km. Angaben ab Hütte.

Beste Jahreszeit: Ende Juni bis zum Wintereinbruch

Stützpunkt: Weidener Hütte (auch Nafinghütte - 1799 m) der DAV Sektion Weiden. 54 Übernachtungsplätze, kein Winterraum. Geöffnet von 26. Dezember bis etwa Ostern und von Juni bis Mitte Oktober. Telefon: 0043 / 676 / 739 5997.

Karte: Kompass Blatt 28, Zillertal, 1:50.000.

Autor: Bernhard Ziegler

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