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Hirschberg (1095 m) 

Auch im westlichen Allgäu, schon fast am Bodensee, gibt es zwischen dem Deutschen Scheidegg und dem Österreichischen Bregenz einen Berg namens Hirschberg. Dieser kleine Voralpen-Gipfel bietet nicht nur eine ganz kurze, einfache Bergwanderung, sondern auch eine prächtige Aussicht. Neben der Allgäuer Gipfelprominenz kann man hier auch die Schweizer Berge, darunter auch den imposanten Säntis, bestaunen. Der Weg zum Gipfel ist landschaftlich reizvoll und kann alternativ auch vom Gemeindegebiet Scheidegg aus unternommen werden (siehe Alternative). Dann ist die Route jedoch etwas länger. Mit der Hirschbergalpe wartet eine nette Einkehrmöglichkeit in Gipfelnähe.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Vorarlberg | Allgäuer Alpen | Bregenz

Tourensteckbrief Hirschberg

Anfahrt: 1. Über die A96 München-Lindau bis zur Anschlussstelle Sigmarszell, dann auf der B308 nach Scheidegg. Im Ort Richtung Bregenz (St2386) und bei Neuhaus über die Grenze. Nach knapp 1,5 km (Hub) biegt man Höhe eines Sägewerkes (Wegweiser für Wanderer) rechts ab und fährt immer den grauen Schildern folgend nach Hirschbergsau. Nur eine Gabelung ist nicht ausgeschildert; hier geht es rechts weiter (links ginge es nach Hegisberg). Durch den Weiler Hirschbergsau hindurch auf der Straße weiter Richtung Kiesgrube. „Am Stempel“ (Wegweiser) findet man einen Wanderparkplatz.
2. Von Bregenz geht es über die Landesstraße (L2) über Langen und Fischanger bis zum Sägewerk, dann biegt man links ab und folgt der kleinen Bergstraße wie oben beschrieben.

Ausgangspunkt: „Am Stempel“ (723 m) bei Hirschbergsau, nahe Langen (zwischen Scheidegg und Bregenz)

Route: Man folgt dem Wegweiser „Hirschberg“ auf einer asphaltierten Straße durch den Wald. (Hier könnte man auch eine Kehre über einen Pfad durch den Wald abkürzen – der Pfad beginnt rechts der Forststraße.) Bald erreicht man das Anwesen „Warth“ und damit eine herrliche Bauernwiese. Der breite Weg leitet einen rechts, am Waldrand, empor und in einer Querung nach links wieder in den Wald. Hier gibt es eine unbeschilderte Verzweigung – man bleibt auf dem Hauptweg in der Mitte! Beim Schild „Unterhirschberg (905 m)“ – gibt es zwei Anstiegsmöglichkeiten: Nur die Radler nutzen die Fahrstraße, die Wanderer folgen dem kleinen schönen Pfad, welcher um ein Eck herum und an einem Wiesenzaun am Waldrand entlangführt. Ein Stück geht es noch flach über den schmalen Waldweg, doch nach einem Steg gilt es eine etwas steilere Waldstufe zu überwinden, ehe man dann das Almgelände erreicht. Nun auf deutlichen Pfadspuren, entlang des Wiesenrückens, nach Südsüdwesten bis zum aussichtsreichen Gipfel mit Kreuz.

Abstieg: Wie Anstieg. Wobei man über die Kapelle und einen Querweg auch die nette Hirschbergalpe erreicht. Hier kann man einkehren und anschließend auf die Anstiegsroute zurückkehren.

Alternative: Mit etwas mehr Aufwand kann man diese schöne Bergwanderung auch bereits auf deutscher Seite beginnen.
Start:
Gemeindegebiet Scheidegg, Ortsteil Scheffau (674 m). Beim Sportplatz geht es in den Moosweg, über einen Wanderweg mit Höhenverlust zum Scheffauer Steg über den Kesselbach, dann über einen teilweise gestuften Steig empor. Über Hirschbergsau erreicht man auf der asphaltierten Straße den oben genannten Ausgangspunkt. Dann weiter wie beschrieben. Für diese Variante muss man insgesamt (also hin und zurück) gut 1,5 Stunden und ca. 100 Hm zusätzlich einplanen.

Bike: Ideal auch als Bike & Hike-Tour. Bis zur Hirschbergalpe kann man gut mit dem Mountainbike hinauffahren. (Gilt nicht für die Variante!)

Charakter / Schwierigkeit: Leichte, ganz kurze, jedoch recht reizvolle Bergwanderung. Über immer gute und nahzu perfekt ausgeschilderte Bergwege geht es über Bauernwiesen, Wald und Almgelände zu einem erstaunlich schönen Gipfel-Panorama hinauf. Dabei nutzt man zu etwa einem Drittel breite Wirtschaftswege, zu zwei Drittel geht es über reizvolle Pfade.

Gehzeit: Aufstieg: 1 ¼ Stunden; Abstieg: knapp 1 Stunde

Tourdaten: Höhendifferenz: 380 Höhenmeter; Distanz: 3,4 km (einfach)

Beste Jahreszeit: April bis zum Wintereinbruch

Stützpunkt: Hirschbergalpe (auch Hirschberghütte - 1000 m), private Almwirtschaft mit Produkten aus eigener Landwirtschaft. Besonders ist der selbstgemachte Ziegenkäse mit Kernöl zu empfehlen. Geöffnet von Juni bis Mitte September, danach nur noch sporadisch an schönen Wochenenden bis etwa Ende Oktober.

Wissenswertes: Ein Wunderhirsch ist Namensgeber dieses Berges. Im Jahre 1413 soll ein Hirsch mit dem Bildnis einer Madonna im Geweih am Berg erschienen sein.

Karte: Kompass Karte Blatt 2, Bregenzer Wald / Westallgäu, 1:50.000.
Erhältlich in unserem Kompass Wanderkarten Shop.

Autor: Bernhard Ziegler

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