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Grubhörndl (1747 m) - Loferer Alm

Diese leichte Rundwanderung bei Lofer bietet beinahe alles: Wald, Wasserfall, Almwiesen und mehrere Einkehrmöglichkeiten. Dazu kommt noch der faszinierende Nahblick auf die Loferer Steinberge. Eine variantenreiche Bergwanderung, die übrigens auch mit ausdauernden Kindern machbar ist.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Salzburg | Chiemgauer Alpen | Lofer

Tourensteckbrief Grubhörndl - Loferer Alm

Anfahrt: Von Norden über die A8 München-Salzburg bis zur Ausfahrt „Siegsdorf / Traustein“. Dann auf der B 306 über Inzell, Schneizlreuth, Steinpaß nach Unken. Von Unken kommend nimmt man die Abfahrt von der Bundesstraße nach Lofer, in der scharfen Linkskurve geradeaus ins Ortszentrum von Lofer fahren, der Beschilderung nach rechts Richtung „Loferer Alm” folgen, vorbei an der Talstation der Seilbahn auf der kurvigen Asphaltstraße bergauf bis zur Mittelstation / Gasthaus Loderbichl. Nach dem automatischen Mautschranken (7,-- Euro für Pkw / Stand 2002) 1 km weiterfahren bis zu einem kleinen Schotterparkplatz auf der rechten Seite.

Ausgangspunkt: Parkplatz entlang der Mautstraße auf die Loferer Alm (1.100m). Hinweis: wer die 7,-- Euro für die Mautstraße sparen möchte, parkt bei der Mittelstation unmittelbar vor dem Mautschranken und beginnt seine Wanderung entlang des „Wasserfallweges” eben etwas weiter unten.

Route: Am oberen Ende des Parkplatzes führt ein Forstweg gleich rechts in den Wald hinein. An der Wegkreuzung wenige Meter weiter zeigt uns das Hinweisschild den „Weg Nr. 5 über den Wasserfallweg zur Loferer Alm”. Dieser idyllische Wanderweg führt anfangs ganz flach in Richtung des rauschenden Wirmbaches, vorbei an der Wastlalm, bzw. der Wastl-Kaser. „Kaser” ist im Saalachtal eine sehr gebräuchliche Bezeichnung für „Alm”. Der Steig wird schmaler und schlängelt sich durch einen herrlichen Mischwald (im Sommer wunderbar schattenspendend, im Herbst eine Farbenpracht!). Rechts des Weges ist das Gelände steil abfallend, also sollte man nie achtlos dahinspazieren! Nach rund 20 Minuten erreicht man den rauschenden Wasserfall. Der Weg führt nun mit bequemen Stufen entlang des Wasserfalles nach oben. Im Sommer verlocken hier smaragdgrüne Gumpen zur Abkühlung. Am Ende des Wasserfallweges verlässt man den Wald und steht unmittelbar vor der Bim Alm (1.286m). Nicht von den Wegweisern zur Loferer Alm ablenken lassen, sondern ca. 50 Meter nach rechts halten. Dann führt ein Wiesensteigerl gleich hinter der Bim Alm in weitem Bogen auf den steilen Grashang hinauf. Teilweise ist das Steigerl sehr erdig und nach Regentagen etwas rutschig. Nach einer kurzen Waldpassage ist das steilste Stück auch schon geschafft und man kommt auf die weite Almfläche hinaus.Rechterhand zeigt sich markant ein runder, bewaldeter Kopf: das Dietrichshorn. Nun folgt man der Schotterstraße (Weg Nr. 6) entlang unzähliger Almhütten in Serpentinen bergauf; dabei kann man die schönen Ausblicke rundum genießen. Kurz vor dem höchsten Punkt bei der Schwarzeck Alm (ca. 1.450m) zweigt links der Steig Nr. 6 ab in Richtung Loferer Alm / Schwarzbergklamm. Majestetisch stehen die Loferer Steinberge frontal vor uns, links unten liegt die Hochebene der Loferer Alm. Dem Weg bergab folgend, erreicht man die Zufahrtsstraßen zu den vielen Hütten und hält sich an der 1. Kreuzung Richtung „Steinplatte”, bei der 2. Keuzung links und schließlich rechts Richtung „Grubhörndl”.

Wer die „Rundwanderung Loferer Alm” hier ohne Gipfelsieg beenden möchte, der hält sich links Richtung „Loferer Alm” und kehrt bei einem der zahlreichen Gasthäuser ein, die hervorragende Hausmannskost anbieten und eine nettes Platzerl auf der Sonnenterrasse für hungrige Wanderer reserviert haben (siehe Einkehrmöglichkeiten unten).
Die Gipfelstürmer jedoch folgen der schmalen Asphaltstraße (Weg Nr. 201 A) bis zur Bergstation des Schleppliftes und zur „Schneider Kaser”. Hier zweigt ein Almweg links zum Grubhörndl ab (201 A) und führt in weitem Bogen unterhalb des Schönbichls (1.623m) vorbei an den Fuß des Gipfels. Kurz unterhalb des latschenbedeckten Gipfels zeigt uns ein Wegweiser nur noch 20 Minuten bis zum Ziel! Man folgt der Markierung und wählt bei der nächsten Abzweigung den markierten Weg nach links über den „Nordsteig steil”. Nicht abschrecken lassen, der Weg ist für jedermann zu schaffen. Nur die letzten Meter zum Gipfel führen auf einem steilen, schmalen Pfad durch die Latschen nach oben.
Der Blick vom Gipfel des Grubhörndl (1.747m) ist besonders nach Osten sehr beeindruckend, wo sich die Reiter Alpe und dahinter die Berchtesgadener Alpen ausbreiten, im Süden sind es die Loferer Steinberge. Sogar zwei Bankerl stehen da zum Rasten, Jausen und Sonne genießen.

Abstieg: Um die Rundwanderung würdig abzuschließen steigt man über den Pfad nach Süden ab, am Kamm entlang bis an den Beginn der hohen Schneezäune. Hier zweigt ganz versteckt der schmale Steig (Nr. 201 A) links hinunter nach Lofer und zur Bräugföllalm ab. Auf kürzester Strecke werden hier im Zick-Zack gleich mehrere Hundert Höhenmeter wettgemacht. Doch es heißt aufpassen und sich an den Drahtseilen festhalten, da das Gelände sehr steil ist und die Steine am Weg oft rutschig sind. Von der Jochinghöhe geht der Weg nach links weiter bis zur Bräugföllalm (1.259m) am Fuße des Gföllhörndls. Wer beim Abstieg durstig geworden ist, kostet das frische Quellwasser aus dem Brunnen. Dann geht es vor der Almhütte links in den Wald hinein. Ab hier braucht man nur mehr dem Weg zu folgen und kommt nach wenigen Minuten direkt beim Ausgangspunkt entlang der Mautstraße zum Auto.

Wer sein Auto beim Gasthaus Loderbichl geparkt hat, kann ab der Postalm diesen Wegweisern folgen oder bei der Kreuzung mit der Mautstraße auf dem Wasserfallweg zurückgehen.

Alternative: Beim Abstieg: Wer die steile Passage zur Bräugföllalm (vom Gipfel aus einsehbar) lieber auslassen möchte, folgt dem Südsteig weiter nach unten und nimmt dann den Weg in Richtung Speichersee zurück auf die Loferer Alm. Nach einer Einkehr geht man dann z.B. über den Wasserfallweg zum Ausgangspunkt.

Charakter / Schwierigkeit: Leichte Rundwanderung vom Frühling bis in den Spätherbst mit einigen Bergabpassagen zum Aufpassen. Diese herrliche Panorama-Runde lässt sich beliebig variieren und bietet sich somit auch als Familientour an.

Gehzeit: Aufstieg: 2,5 bis 3 Stunden; Abstieg: 1,5 bis 2 Stunden

Tourdaten: ca. 750 Meter

Stützpunkt: Gasthof „Soderkaser”, Tel. +43 - 6588 – 8576, kein Ruhetag, im Mai / Juni bei Schlechtwetter geschlossen.
Gasthof „Schönblick”, Tel. +43 - 6588 – 82780, kein Ruhetag, bei Schlechtwetter geschlossen.
Hotel Haus Gertraud, Tel. +43 - 6588 - 73030, Mittwoch Ruhetag.

Karte: Mayr Wander- und Tourenkarte „Salzburger Saalachtal” Nr. 71, 1:35.000.

Autor: Irene Bauer

Wetter

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Galerie

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