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Großer Beil (2309 m)

Ist auch der Anstieg im unteren Bereich (via Kastensteig) etwas mühsam, die schönen freien Hänge und Mulden im oberen Abschnitt sind wirklich der Mühe wert. Außerdem kann man diese mittelschwere Skitour ausweiten und mit einer Variante noch lohnender gestalten. Dazu braucht es aber sichere Verhältnisse und einen guten Orientierungssinn.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skitour | Tirol | Kitzbüheler Alpen | Wildschönau

Tourensteckbrief Großer Beil

Anfahrt: Auf der Inntalautobahn oder der Landstraße bis Wörgl Ost. Beim Kreisverkehr biegt man in den Ort ab und fährt auf der B171 bis zur groß ausgeschilderten Abzweigung in die Wildschönau und biegt hier in die Wildschönauer Straße. Bergan und über Niederau, Oberau, Mühltal und Auffach bis zum Straßenende beim Alpengasthof Schönangeralm.
Navi-Adresse: A-6313 Auffach, Schönanger 106

Ausgangspunkt: Schönangeralm (1173 m) bei Auffach in der Wildschönau

Route: Von der Schönangeralm auf dem breiten Wanderweg (im Winter Langlaufloipe) taleinwärts, über eine Brücke auf die rechte Bachseite und weiter taleinwärts an der Kundlalm vorbei bis zu einem Wegweiser. Hier zweigt man rechtshaltend zum Kastensteig ab und steigt ungefähr entlang des Sommerweges durch steiles, bei ungünstigen Bedingungen auch unangenehmes Waldgelände über eine stellenweise seilgesicherte Steilstufe empor. Bei schlechten Verhältnissen ist es ratsam hier die Ski zu tragen. (Alternativ könnte man auch über einen Forstweg aufsteigen, der jedoch weit ausholend über die gegenüberliegende Hangseite ins Gelände unterm Siedeljoch führt. Er wird in der Regel bei der Abfahrt benutzt.) Hat man den Kastensteig und somit die steile Waldstufe hinter sich, dreht die Route im freien Gelände nach Westen ein und führt entlang der rechten Hangseite (im Aufstiegssinn) recht flach zur Gressensteinalm (1805 m) und die Richtung weiter beibehaltend bis auf ca. 1950 m. Hier zweigt die Route zum Großen Beil nach rechts (Norden) ab. (Geradeaus ginge es zum Gressenstein.) Durch herrliche Mulden geht es nun ins Becken unterm Gipfel. Hier gibt es zwei Varianten: Rechts herum, relativ direkt und somit etwas steiler hinauf zum Gipfel. Oder nach link ausweichend hinauf zum Grat und anschließend nach rechts entlang des Kammes zum höchsten Punkt.

Abfahrt: Im oberen Bereich entlang der Aufstiegsspur; aber auch rechts davon (im Abfahrtssinn) ergeben sich schöne Abfahrtsmöglichkeiten. Dann (auf ca. 1950 m) peilt man das Siedeljoch an und hält sich in den nun folgenden flachen Böden tendenziell rechts im Abfahrtssinn. Hier findet man das lohnendere Skigelände und weiter unten wäre auch die Bachquerung schwieriger. Entlang der rechten Talseite (im Abfahrtssinn) schwingt man also über kupierte Böden hinunter bis man unterhalb vom Siedeljoch auf die Forststraße trifft, auf der in der Regel zu Schönangeralm abgefahren wird.

Alternative: Mit einem zusätzlichen Anstieg von einer guten Stunde (ca. 200 Hm) erreicht man via Siedeljoch den gegenüberliegenden Kamm. Immer auf Kammhöhe wandert man über den Hengstkogel (1803 m) zur Breiteggspitze (1868 m). Entweder vor Erreichen des kleinen Gipfels, oder auch nördlich von ihm, kann man in die teilweise sehr steilen und am Nachmittag sonnenbeschienen! Hänge einfahren. Über eine Waldschneise erreicht man einen breiten Weg, welcher in eine Forststraße mündet. Hier (Ww.) folgt man der Beschilderung nach Norden zur Schönangeralm. Achtung, diese Abfahrtsvariante ist nicht nur sehr steil, sondern erfordert auch sehr guten Orientierungssinn!

Charakter / Schwierigkeit: Mittelschwere Skitour in überwiegend einfachem Skigelände und mit im Gipfelbereich teilweise steilen Hängen (gilt nur für die Standardroute!). Der Knackpunkt der Tour ist allerdings der stellenweise seilgesicherte Kastensteig, der bei griffigem Neuschnee ganz einfach zu begehen sein kann, bei Vereisung jedoch eine echte Herausforderung darstellt. Ohne Ortskenntnis oder Spur ist dieser Abschnitt auch orientierungsmäßig nicht ganz einfach. Das Muldengelände unterm Gipfel ist skifahrerisch äußerst attraktiv, auch die flachen, kupierten Böden machen Spaß - der Rest ist allerdings Forststraße bei der Abfahrt. Oder man traut sich einen gut einstündigen Gegenanstieg und eine Abfahrt über ziemlich steile Hänge in etwas unübersichtlichem Gelände zu (siehe Alternative).

Lawinengefahr: mittel

Exposition: Süd, Ost. Variante: Westabfahrt

Aufstiegszeit: 3 Stunden (Variante: plus 1 bis 1,5 Stunden)

Tourdaten: 1100 Meter (Variante: ca. 200 Meter)

Beste Jahreszeit: Januar bis März

Stützpunkt: Auf Tour keine Einkehrmöglichkeit; am Ausgangspunkt wartet der Berggasthof Schönangeralm.

Karte: Alpenvereinskarte Kitzbüheler Alpen, Westliches Blatt, Nr.: 34/1 S, 1:50.000. Erhältlich in unserem AV-Karten-Shop.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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