Touren

Gilfert (2506 m) vom Loassattel 

Im Winter ein überlaufener Skiberg, zeigt sich der Gilfert in den restlichen Jahreszeiten als geradezu beschaulicher Wandergipfel. Dabei hat er auch dann viel zu bieten: eine herrliche und einfache Kammwanderung führt einen via Gamsstein auf einen großartigen Aussichtsberg in den Tuxer Alpen. Dabei rücken immer mehr die glänzenden Hintertuxer Gletscherberge in den Fokus.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Tirol | Tuxer Alpen | Schwaz

Tourensteckbrief Gilfert

Anfahrt: Über die Inntalautobahn (A12) bis Schwaz. Beim Kreisverkehr rechts Richtung Schwaz und auf der Bundesstraße bleibend bis fast zum Ortsende von Schwaz. Beim Kreisverkehr dann links und über Arzberg nach Pillberg. Immer auf der Straße bleibend durch den Ort und weiter Richtung Grafenast. Nach einigen Serpentinen kommt dann auf einer Geraden (bei einer Gebietstafel) an die Abzweigung nach rechts Richtung Gasthaus Loas und Gamssteinhaus. Über die nicht asphaltierte Straße bis zum gebührenpflichtigen Parkplatz (3 Euro / Stand 2013) am Loassattel beim Gamssteinhaus. Achtung, der Parkautomat befindet sich bereits am Beginn des Loasweges!

Ausgangspunkt: Loassattel (1675 m), oberhalb von Pillberg (bei Schwaz im Inntal)

Route: Vom Parkplatz Loassattel durch das Gatter und unmittelbar dahinter nach rechts auf dem Pfad durch die Wiese Richtung Südwesten. Der kleine Wanderweg erreicht im Nu Kammhöhe und so geht es aussichtsreich immer entlang des Grates nach Südwesten bis zum Großen Gamsstein (2142 m). Hier kann man die wenigen Meter zum Gipfelchen mit kleinem Kreuz hinaufsteigen und den Berg überschreiten, oder einfach geradeaus weiterwandern. Kurz danach findet man auch ein Schild „Graukopf / Gilfert“ und marschiert weiter Richtung Süden auf das Ziel zu. Bald geht es kurz einmal steil durch die Flanke, wo man auf eine Verzweigung stößt (rote Felsaufschrift). Hier rechts weiter zum Gilfert und nach der Steilstufe wieder auf Kammhöhe zum Gipfel. Am Ende durch blockartiges Felsgelände, jedoch immer völlig unschwierig, zum riesigen Kreuz. Wer will, kann noch in wenigen Schritten zum Hauptgipfel (ohne Kreuz) im Süden wandern.

Abstieg: 1. Wie Aufstieg.
2. Schöner, aber auch deutlich länger und anspruchsvoller! Ist es eine Rundtour zu machen. Dazu steigt man vom Gipfel in westlicher Grundrichtung ab. Auf ca. 2250 m kommt man an eine beschilderte Verzweigung. Hier nach rechts Richtung Lafasteralm (auch Lavasteralm). Der gut markierte Steig führt einen durch das kupierte Gelände einer Mulde recht idyllisch zum Lafaster Hochleger (1910 m). Nun auf der Almstraße über Serpentinen zum Niederleger (1758 m), wo man auf der Straße weiter abwärts wandert. Doch bald kommt man an eine Verzweigung, an der man rechts Richtung „Schneebrugg / Loas“ abbiegt. Die Straße mündet in einen Karrenweg und alsbald in einen schmalen Pfad. Dieser quert nun teilweise steile, feuchte Hänge und Bachläufe durch beinahe urwaldähnliche Vegetation. Der Pfad ist an vielen Stellen batzig und rutschig; an ausgesetzten Stellen auch zum Teil mit Seilgeländer versehen. Hier ist wirklich Konzentration und Trittsicherheit angesagt, auch wenn keine technischen Schwierigkeiten vorhanden sind. Am Ende geht es über einen Waldpfad zum Gasthaus Loas, nur wenige Minuten unterhalb des Ausgangspunktes.
Hinweis: Zu (2.) - Da der Pfad einige Bachläufe quert, kann er bei Starkregen (Gewitter) nahezu unpassierbar werden. Bei unsicheren Wetterverhältnissen raten wird also von einer Begehung ab!

Charakter / Schwierigkeit: Auf der Anstiegsroute technisch leichte Tour (Stufe 2 - Bergwanderung); auf der Abstiegsroute eher mittelschwere Tour (Stufe 3 - Bergwanderung). Herrliche, unschwierige und eher ruhige Kammwanderung, ohne langweilige Forstwege und mit toller Aussicht. Vom Gipfel erhält man dann auch Einblicke in die Zillertaler Alpen und die Hintertuxer Gletscherberge. Besonders schön zeigt sich aber das Karwendel. Die Abstiegsalternative über die Lafasteralm ist eine abwechslungsreiche Erweiterung der Tour; sie ist aber deutlich anspruchsvoller als die beschriebene Anstiegsroute! Technische Schwierigkeiten (z. B. Kletterstellen) gibt es auch hier nicht, doch erfordert der rutschige Pfad hohe Aufmerksamkeit und Trittsicherheit, da er recht steile Stellen quert.

Gehzeit: Aufstieg: 2,5 Stunden; Abstieg: 1,5 Sunden über die Anstiegsroute; ca. 2,5 Stunden bei Abstiegsalternative über Lafasteralm.

Tourdaten: Höhendifferenz: 900 Höhenmeter (inkl. kleiner Gegenanstiege); Distanz: 5 km (einfach - bis zum Gipfel) und 13,5 km gesamte Runde mit Abstieg über Lafasteralm

Beste Jahreszeit: Juni bis zum ersten Schneefall

Stützpunkt: Auf Tour keine Einkehrmöglichkeit. Nahe des Ausgangspunktes dient der Alpengasthof Loas als schöne Einkehrmöglichkeit oder Stützpunkt (riesige Schnitzel!), Telefon: +43/(0)5242/62568, Montag Ruhetag.

Karte: Kompass Blatt 28, Zillertal, 1:50.000. Erhältlich in unserem Karten-Shop.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Galerie

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