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Gehrenspitze (2367 m) 

Auf dieser Anstiegsvariante geht es eher ruhig zu, denn es ist nicht der leichteste Weg auf den Gipfel. Aber der interessanteste und schweißtreibendste. Durch eine recht steile Rinne und über einen felsigen Kamm geht es zur Spitze. Ein durchwegs interessantes, wenn auch nicht schwieriges Gelände, bei dem man ab und an auch mit der Hand nachhelfen muß. Etwas Bergerfahrung sollte man also schon mitbringen.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Tirol | Wetterstein | Leutasch

Tourensteckbrief Gehrenspitze

Anfahrt: 1. Von Norden: A95 München-Garmisch und weiter auf der B2 über Mittenwald und Scharnitz nach Gießenbach (3,5 Km südlich von Scharnitz). Hinter dem Ort rechts nach Leutasch. Dann rechts – durch Weidach hindurch – nach Gasse. In Gasse (bei der querführenden Straße) geradeaus (Schild Bäckerei) zum Parkplatz bei der Bäckerei. Achtung, der Parkplatz ist nicht öffentlich, sondern privat! Man sollte daher sein KFZ besser an einem legalen Parkplatz im Ort abstellen und zu Fuß zum Ausgangspunkt gehen. Einen öffentlichen Parkplatz gibt es beim Sportplatz südwestlich des Ortes. Also im Ort dazu links abbiegen.
2. Von Süden kommend über Seefeld in die Leutasch.

Ausgangspunkt: Bei der Bäckerei von Gasse (1115m) im Leutaschtal.

Route: Von der Bäckerei direkt an der Aussichtsbank vorbei auf den Steinschlag-Schutzzaun zu. Hier geht es dann auf dem ziemlich steilen Steig über den Waldhang hinauf. Schnell gewinnt man an Höhe und quert dann in eine von Latschen gesäumten Geröllrinne (übermalte alte Markierungen). Durch die Rinne steil hinauf, anfangs über Schutt, dann über etwas festeren, zum Teil felsigen Untergrund. Am Ende der Rinne ganz leicht schräg links hinaus und schon steht man am breiten Grat. Über den Kamm empor bis in eine kleine Einschartung. Hier beginnt die Querung durch die Flanke, etwas unterhalb des Grates, bis man unter dem Kreuz steht. Durch die Gipfelflanke zum höchsten Punkt.

Abstieg: Wie Aufstieg. Oder:
Deutlich länger, jedoch auch viel einfacher ist eine Überschreitung des Gipfels in Richtung Westen. Dabei tun sich noch einmal großartige Ausblicke auf. In etwa entlang des Kammes geht es auf einem markierten Steig hinunter bis zur Erinnerungshütte (kleine Privathütte des Akademischen Alpenvereins) und noch ein paar Meter weiter abwärts zum Scharnitzjoch (2048m). Hier nun gibt es zwei Varianten:
1. Abstieg nach rechts und durchs Puittal über Lehner nach Gasse ins Leutaschtal. Oder
2. Abstieg nach links hinunter ins Scharnitztal. Am sogenannten Bergsteigerfriedhof vorbei, wandert man zur bewirtschafteten Wangalm und weiter zur bewirtschafteten Wettersteinhütte. Man könnte über den breiten Fahrweg absteigen, doch schöner ist es den kleinen Steig bei der Wettersteinhütte zu wählen. Über diesen – die Forststraße einmal querend – hinunter. Bei einem Brückerl links und anschließend über einen breiteren Weg abwärts bis zu einer großen Wasserfassung (links des Weges). Hier links – oberhalb der Wasserfassung vorbei – nach Kirchplatz (Leutasch). In Kirchplatz hinterm Gasthaus Kühtaier Hof vorbei, nach dem Pfarrhaus (vor der Spenglerei) links und über den Wanderweg nach Gasse.

Charakter / Schwierigkeit: Ziemlich steile, mittelschwere Bergtour. Absolute Trittsicherheit ist sowohl beim Waldanstieg, als auch in der Rinne, bzw. am Kamm Voraussetzung. Meist handelt es sich um Gehgelände, bei dem man ab und an auch mal mit der Hand nachhelfen muß. Die Route ist nicht mehr markiert (Markierungen zum Teil übermalt) und nicht in allen Karten eingezeichnet. Da auch der Steig durch den Wald nicht mehr gepflegt wird, ist schon hier Orientierungssinn und Gespür fürs Gelände notwendig. Bei dem beschriebenen Aufstieg handelt es sich nicht um die leichteste Möglichkeit den Gipfel zu erreichen. Der Normalweg verläuft auf einer der hier als Abstieg beschriebenen Routen. Die Tour bietet eine grandiose Sicht auf die berühmten Kletterberge des Wetterstein und auch einen schönen Blick ins Karwendel, bzw. Richtung Süden.
Hinweis: Auf Wunsch vom Informationsbüro Leutasch ergänzen wir die Beschreibung mit dem Hinweis, dass die Route kein offizieller Weg mehr und nicht für Wanderer geeignet ist - es handelt sich um eine Tour für Bergsteiger (daher Bergtour!), ist also nur etwas für Geübte!

Gehzeit: Aufstieg: 3,5 Stunden; Abstieg: 3,5 Stunden

Tourdaten: 1250 Höhenmeter

Beste Jahreszeit: Mitte Juni bis zum ersten Schneefall. Im Hochsommer wird die Route durch die südseitige Rinne jedoch sehr heiß.

Stützpunkt: 1. Wangalm (1753m) bewirtschaftet von Anfang Juni bis etwa Mitte Oktober, 40 Übernachtungsplätze, Telefon 0043 / (0) 664 / 333 06 11.
2. Wettersteinhütte (1717m), bewirtschaftet von Mitte Mai bis Ende Oktober und vom 26. Dezember bis Ende März, 36 Übernachtungsplätze, Telefon: 0043 / (0)664 / 4153747.
Achtung, beide auf der unter (2.) beschriebenen Abstiegsroute.

Karte: Kompass Blatt 05 oder 07, Wetterstein - Werdenfelser Land mit Zugspitze, 1:35.000.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Tue, 22.09.2020 wolkig
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Leutasch
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

Galerie

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