Touren

Gedererwand (1399 m)

Dieser kleine Berg hat es in sich: imposant steht der Felskamm der Gedererwand mit dem bei Kletterern berühmten Zwölferturm vor der Kampenwand. Traumhaft ist dann auch der Ausblick auf den Chiemsee und die umliegenden Berge. Die hier vorgeschlagene Rundtour ist etwas für den geübten Wanderer; wer sich nicht dazu zählt, sollte über die Westseite an- und absteigen.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Bayern | Chiemgauer Alpen | Aschau

Tourensteckbrief Gedererwand

Anfahrt: A8 München-Salzburg bis Ausfahrt Frasdorf. Nach Aschau und hier links abbiegen Richtung Bernau. Nach etwa 3 km, bei Außerkoy, biegt man rechts ab zur Seiseralm. An ihr vorbei nach Hintergschwendt; eine Abzweigung lässt man rechts liegen und fährt bis zum Wanderparkplatz Aigen. 
Navi-Adresse (nur nächstgelegen!): D-83229 Aschau im Chiemgau, Hintergschwendt 8

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Aigen (830 m) bei Hintergschwendt, südlich von Bernau am Chiemsee, bzw. östlich von Aschau

Route: Der interessantere, aber auch schwierigere Aufstieg verläuft durch die Nordflanke der Gedererwand. Dazu kehrt man vom Parkplatz zurück zur Straße, über die man hergefahren ist, und verfolgt sie weiter in Richtung der Hinweisschilder „Aigen / Schmiedalm“ (also nach Osten). Schon bald zweigt nach rechts ein Weg zur Gederer- und Kampenwand ab. Parallel zu einem Bachgraben geht es hinauf bis man auf eine Forststraße trifft. Hier etwa 200 Meter nach links bis zu einer wirklich sehr schwer erkennbaren Abzweigung. In alten Beschreibungen ist noch von einer Markierung die Rede, die aber heute (Stand 2005) nicht mehr sichtbar ist. Man findet die Wegspuren genau auf Höhe der Schmidalm. (Erreicht man die Zufahrt zur Schmiedalm, ist man schon etwa 20 m zu weit). An dieser Stelle nun rechts in den Wald hinein und auf zunehmend deutlicherem Pfad empor. An einer schwach ausgeprägten Abzweigung bleibt man links auf dem Pfad. Hinauf bis in das Geröllfeld unterm Zwölferturm (Bild 5) und über dieses bis unter die Felswand. Auf einem Steig nach rechts queren (Bild 7) bis zu einem kaminartigen Durchschlupf (Bilder 8 bis 10). Über diese Felspassage (I.) hinauf und ein Stück abwärts in den Sattel namens Rossboden. Hier findet man einen Pfad nach Osten,der einen auf Kammhöhe bringt. Über Stock und Stein geht es dann, meist entlang des Kammes (Bild 5), auf gut markiertem Steig zum Gipfel mit Kreuz. Dabei muss man leider auch einige Gegenanstiege bewältigen.

Abstieg: Zurück zum Sattel (Rossboden), dann aber nicht auf dem Anstiegsweg, sondern weiter auf einem Wanderweg (Gschwendt) nach Westen. In Serpentinen hinunter zu einer Verzweigung mit Schilderbaum. Hier rechts, an der Marienverehrung vorbei, wo der Weg in die Forststraße mündet. Die Forststraße kann man nun, auf markierten Bergwegen, mehrfach abkürzen. Den Parkplatz erreicht man dann von seiner Rückseite her.

Alternative: Wem der oben beschriebene, wenig frequentierte Aufstieg zu schwierig erscheint, kann alternativ über die Abstiegsroute hinaufwandern. Dazu beginnt man die Tour am besten am Ende des unteren Parkplatzes und geht hier entlang des Baches Richtung Süden. Bald gabelt sich der Weg und man steigt nach links zur Forststraße hinauf (hierher auch gleich vom oberen Parkplatz aus, über die Straße direkt). Nach ca. 30 m auf der Straße zweigt links der Weg zur Steinlingalm ab. Hinauf bis zur Forststraße und auf ihr nach links. In einer Linkskurve zweigt dann der markierte Wanderweg ab. Ihm folgt man, die Forststraße abkürzend, teilweise auch benutzend, an der Marienverehrung vorbei, bis zu einer Gabelung. Hier links und hinauf in den Sattel des Roßboden. Weiter wie oben beschrieben.

Charakter / Schwierigkeit: Anspruchsvolle, noch nicht überlaufene Bergwanderung (S3), zumindest auf der Variante über die Nordflanke. Hier muss man an einer Stelle (Fels I. UIAA), mit der Hand hinlangen, zudem sind gute Orientierung und Trittsicherheit Voraussetzung. Dafür ist diese Variante interessanter und deutlich ruhiger. Auch beim Gipfelanstieg entlang des ungeheuer aussichtsreichen Gipfelkammes mit tollen Blicken auf Chiemsee und Kampenwand ist Trittsicherheit zumindest angenehm.

Gehzeit: Aufstieg: 2 bis 2,5 Stunden; Abstieg: knapp 1,5 Stunden

Tourdaten: Höhendifferenz: ca. 700 Höhenmeter (inklusive Gegenanstiege); Distanz: 7 km (gesamte Rundtour)

Beste Jahreszeit: Ende Mai bis zum ersten Schneefall

Stützpunkt: -

Karte: Alpenvereinskarte BY17, Chiemgauer Alpen West, 1: 25.000 oder Kompass Blatt 10, Chiemsee, Simssee, 1:50.000. Beide erhältlich in unserem Wanderkarten-Shop.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Aschau
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Sun, 17.01.2021 leichter Schneefall
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Niederschl.: 90 % Wind: 5 km/h SW
Aschau
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Mon, 18.01.2021 leichter Schneeschauer
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leichter Schneeschauer
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

GPS Daten zum Download

Hier können Sie sich die Route als GPS-Track im GPX-Austausch-Format (GPX-Exchange) herunterladen. Die Nutzung der Daten ist nur für den privaten Gebrauch und auf eigene Gefahr erlaubt. Eine Weitergabe oder die Veröffentlichung der Daten ist nicht gestattet.

Galerie

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