Touren

Gabler (3260 m)

Eine der ganz großen Frühjahrstouren der Ostalpen! Mit über 1800 Hm ist diese Skitour in der Reichenspitzgruppe konditionell anspruchsvoll und bietet wirklich eine Riesenabfahrt über traumhafte Hänge. Sieht man vom Gipfelgrat einmal ab, halten sich die Schwierigkeiten in Grenzen. Im späten Frühjahr ideal als Bike & Ski-Tour.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skihochtour | Salzburg | Zillertaler Alpen | Gerlos

Tourensteckbrief Gabler

Anfahrt: Von Norden: auf der Inntalautobahn bis zur Ausfahrt Wiesing / Zillertal. Durchs Zillertal und am Ende Richtung Gerlospaß. Über Gerlos, an der Abzweigung nach Königsleiten vorbei, Richtung Krimml / Mittersill bis kurz vor die Mautstelle. Hier biegt man links ab (Schild Finkau), fährt unter der Bundesstraße hindurch, und auf der schmalen Straße durchs Wildgerlostal bis zum großen Parkplatz beim Gasthaus Finkau. Hinweis: Die Straße in die Finkau ist wegen der Winteröffnung des Alpengasthofes mittlerweile ganzjährig geöffnet. Zeitweise Sperrungen wegen Lawinengefahr können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Ausgangspunkt: Gasthaus Finkau (1420m) im Wildgerlostal (nahe Gerlos / Königsleiten)

Route: Auf der Almstraße Richtung Süden (Schild Zittauer Hütte) und über einige Kehren hinauf zur Drisslalm (auch Trisslalm, 1583m). Weiter auf der Straße, über eine letzte Kehre, dann flacher taleinwärts bis zur Materialseilbahn der Zittauer Hütte (ca. 1900 m). Jetzt noch etwa 100 Hm geradewegs Richtung Süden, dann geht es in einem Rechtsbogen auf die Steilstufe zu. (Hier nicht mehr den Sommerweg zur Zittauerhütte benutzen!) Man überwindet die Stufe über eine rampenartige Einbuchtung nach rechts hinaus. (Selten auch durch eine Rinne ganz rechts.) Dann steht man auf einem flacheren Absatz, wo auch die markante östliche Moräne ausläuft. Durch das Tal rechts der Moräne (im Aufstiegssinn) wird gerne abgefahren, seltener auch aufgestiegen. Üblicher ist es links der Moräne aufzusteigen. Dazu quert man nun kurz einen steilen Hang nach links (Richtung Südosten – Richtung Zittauer Hütte, aber nicht zu ihr hinüber!) um das Moränenende herum, um auf deren Rückseite durch ein Tälchen südwärts zum Wildgerloskees aufzusteigen. Auf ca. 2500 m hält man sich dann mehr links (Südosten) und steigt über mittelsteiles Gelände zum markanten Felskamm auf. Hier quert man nach rechts (SW) in die Gletscherkuppe unterm Felsgipfel, die sogenannte Glatze. Dann von rechts unten nach links oben in die flache Scharte links unterm Gipfel. Skidepot und Skigipfel. Wer zum höchsten Punkt will, muss nach rechts über den ausgesetzten Felsgrat (im Sommer II. UIAA) aufsteigen.

Abfahrt: 1. In etwa entlang der Aufstiegsroute.
2. Man hält sich bei der Abfahrt bei 3000 m deutlich mehr links (im Abfahrtssinn) und vollzieht somit eine ziemlich direkte Linie vom Gipfel herunter. Westlich der Moräne geht es dann abwärts bis man an deren Ende auf die Anstiegsspur trifft.

Charakter / Schwierigkeit: Mittelschwere Skihochtour (mit Gipfelanstieg schiwerige Tour), konditionell anspruchsvoll. Etwas heikel kann bei Hartschnee oder Vereisung die Überwindung der Felsstufe unterhalb der Zittauer Hütte sein. Ansonsten ideales, mittelsteiles bis steiles Skigelände mit riesigen Dimensionen. Der Gipfelanstieg über den eingeschneiten Felsgrat täuscht von unten etwas. Nur die ersten Meter sind einfach, dann wird es – je nach Verhältnissen – schwieriger (Sommer II. UIAA). Steigeisen sind hier häufig von Vorsteil, manchmal wird auch gesichert. Da der Gipfel im Verhältnis zur benachbarten Reichenspitze unbedeutend ist, wird häufig auf seine Besteigung verzichtet. Der Gletscher wird zur Skitourenzeit in der Regel ohne Seil begangen. Großartige Frühjahrstour mit beinahe westalpinen Ausmaßen. Daher ist auch ein sehr früher Aufbruch zu empfehlen.

Lawinengefahr: mittel

Exposition: Vorwiegend Nord

Aufstiegszeit: 5 bis 6 Stunden

Tourdaten: 1850 Höhenmeter

Beste Jahreszeit: April bis Juni

Stützpunkt: 1. Bis Mitte Juni kein bewirtschafteter Stützpunkt. Wer die Tour dennoch teilen will, kann im Winterraum der Zittauer Hütte (unweit der Aufstiegsroute) übernachten. Zittauer Hütte (2328m) der ÖAV Sektion Warnsdorf / Krimml. Winterraum mit 10 Plätzen offen. Bewirtschaftet von Mitte Juni bis Mitte Oktober. Telefon: +43 / 6564 / 8262.
2. Am Ausgangspunkt kann man im Alpengasthof Finkau einkehren oder übernachten. Geöffnet von Weihnachten bis Ostern und von Anfang Mai bis Ende Oktober. Telefon: 0043 / 65 64 / 83 80.

Tipp: Unter Frühjahrsverhältnissen wird die Straße bis zur Materialseilbahn der Zittauer Hütte (bis hierher zu Fuß ca. 1,5 Std.) häufig großteils aper sein. Da die Straße nicht zu steil ist, empfiehlt es sich unter diesen Umständen mit dem Mountainbike aufzufahren.

Karte: Kompass Blatt 37, Zillertaler Alpen, 1:50.000; oder AV-Karte 35/3, Zillertaler Alpen - Östliches Blatt, 1:25.000. Erhältlich in unserem AV-Karten-Shop.

Autor: Bernhard Ziegler

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Galerie

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