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Fleischbank (2026 m) 

Ruhige, landschaftlich sehr reizvolle Bergwanderung im sogenannten Vorkarwendel. Auf durchgehend schmalem, aber gutem Steig geht es durch hübschen Bergwald und Latschen empor zum großartigen Aussichtspunkt. Beeindruckend vor allem der Blick zum Karwendel-Hauptkamm. Geübte Bergwanderer können die Tour durch eine Überschreitung zu einer Runde ausbauen.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Tirol | Karwendel | Hinterriß

Tourensteckbrief Fleischbank

Anfahrt: Über Bad Tölz und Lenggries (Richtung Achenpaß) zum Sylvensteinstausee. Hierher auch über den Tegernsee und den Achenpaß; oder von Süden kommend über den Achensee. Über den Sylvensteinsee führt die Straße, an Fall, Vorderriß und Hinterriß vorbei Richtung Eng. 700 Meter nach der Mautstelle (PKW 3,50 Euro / Stand 2008) findet man links der Straße – unweit der Fuggerangeralm - eine sehr kleine Parkbucht mit dem Hinweisschild zur Fleischbank.
Öffentliche Verkehrsmittel: Bahnhof Lenggries, dann Bergsteigerbus in die Eng.

Ausgangspunkt: Sehr kleine Parkbucht bei der Fuggerangeralm (960 m), an der Straße durchs Rißtal.

Route: Man folgt dem Schild „Fleischbank" weglos über die Wiese. Dabei hält man sich rechts und wandert einige Meter parallel zum Bach an dessen linken Ufer entlang, ehe man an einer Furt die Seite wechselt. Hier findet man auch erste Markierungen. Auf der anderen Seite des Bachs folgt man dann den ersten deutlichen Steigspuren über den Erosionshang hinauf. Jetzt ist der Steig ganz eindeutig ausgeprägt und man braucht ihm nur durch den wunderschönen, lichten Hochwald in vielen Serpentinen zu folgen. Nachdem der Weg nach links ausweicht und einen Westhang gequert hat, geht es über den Bach. Hier setzt sich der schmale Weg in der Südflanke fort und führt weiterhin durch Wald bis zur Steilegg Jagdhütte (1520 m). Unmittelbar vor ihr zielt der Weg nach rechts; die anschließende alte Abzweigung zum Schönalmjoch (verblasster Pfeil) ignoriert man. Durch die Latschenzone wandert man in Serpentinen hinauf bis der Gipfel endlich in Sichtweite kommt. Auch die beschilderte Abzweigung zum Schönalmjoch lässt man dabei links liegen. Danach gabelt sich der Weg. Links hinauf zum Grat und über diesen völlig unschwierig, aber stellenweise ein bisschen exponiert, zum höchsten Punkt. Das Kreuz steht ein Stück darunter.

Überschreitung: Geübte und wirklich trittsichere Wanderer können die Tour zu einer Runde ausbauen. Dazu überschreitet man den Gipfel und steigt vom Kreuz der Fleischbank entlang des Kammes Richtung Osten ab. Kurz nach dem Gipfel wird es sehr steil, dann folgt ein gutes Wegerl, das die latschenbewachsenen Südhänge des Hölzelstaljoch quert (Gipfelsammler können es auch überschreiten). Kurz vor dem Grasbergjoch wird es dann etwas alpiner und man muss über ein paar einfache Felsen eine mit schwachem Drahtseil gesicherte Rinne (Bild 6) erklimmen, ehe sich der Steig in gewohnter Manier fortsetzt und auch diesen Gipfel traversiert (geübte Gipfelsammler könnten auch ihn erklimmen). Anschließend geht es durch Latschen über den Südost-Rücken hinunter zum Wiesengelände der Grasbergalm, wo man auf einem breiten Almweg weiterwandert. Er leitet einen zur Wegkreuzung bei der Grasbergalm (1540m). Man wandert auf breitem Wirtschaftsweg geradeaus weiter; er dreht bald nach rechts und zielt in den Wald hinein. Über den Weg hinunter bis zur Straße mit Parkplatz bei der Kreuzbrücke. Hier am besten per Fahrrad oder gegebenenfalls auch per Anhalter zurück zum Ausgangspunkt.

Alternative: Die Tour ist bis zum Kammbereich identisch mit der zum Schönalmjoch. Dieses stellt also Alternative und Ergänzung dar.

Charakter / Schwierigkeit: Beim hier beschrieben Anstieg zur Fleischbank handelt es sich um eine ruhige, landschaftlich großartige, mittelschwere Bergwanderung. Ohne technische Schwierigkeiten geht es bis zum Gipfel; nur wer sehr unter Schwindelgefühl leidet, wird beim Gipfelanstieg über den Grat eventuell Probleme haben. Die Überschreitung ist jedoch deutlich anspruchsvoller und an den steilen Schotterpassagen und bei der Felsrinne (wenige Meter Schwierigkeit I. UIAA – mit schlechtem Drahtseil) ist Trittsicherheit und Übung bereits Pflicht. Die Tour bietet fantastische Einblicke ins Karwendel, doch auch der Guffert und die Zugspitze sind am Gipfel auszumachen.

Gehzeit: Aufstieg: knapp 3 Stunden; Abstieg über den Anstiegsweg: knapp 2 Stunden; Abstieg über Grasbergalm zur Kreuzbrücke (bei Überschreitung): 2,5 Stunden.

Tourdaten: 1070 Höhenmeter; bei der Überschreitung wegen kleiner Gegenanstiege geringfügig mehr (ca. 1150 Hm).

Beste Jahreszeit: Mitte Mai bis zum Wintereinbruch. (Im Hochsommer wegen der sonnseitigen Exposition jedoch sehr warm!) Die Tour geht wegen der sonnseitigen Lage oft noch sehr spät im Jahr; dann muss man jedoch wegen der Wintersperre der Mautstraße ab der Schranke ca. 500 m auf der Straße zum Ausgangspunkt wandern.

Stützpunkt: -

Hinweis: Achtung - bei Überschreitung sind Ausgangs- und Endpunkt der Tour nicht identsich! Wer die Überschreitung plant, sollte sich am besten ein Fahrrad am Endpunkt der Tour deponieren. Es ist der Parkplatz „Kreuzbrücke“ (rechts der Straße) mit Bushaltestelle und Hinweisschild zur Grasbergalm gegenüber. Er ist leicht auszumachen, denn kurz dahinter wechselt die Straße auf die andere Bachseite. Die öffentlichen Busse verkehren leider nur spärlich.

Karte: Kompass Karwendelgebirge (Blatt 26) 1:50.000 oder Achensee (Blatt 027) 1:35.000.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

Galerie

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