Touren

Col de Vallonpierre (2607 m)

Diese Tour im Parc National des Écrins führt durch eine überwältigende Bilderbuchlandschaft. Umgeben von den hohen Gipfeln der Dauphiné mit ihren glänzenden Gletscherflanken wandert man durch blühende Alpenrosenfelder und an Wasserfällen vorbei zum Col hinauf.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Provence | Dauphiné | Gap

Tourensteckbrief Col de Vallonpierre

Anfahrt: Von Norden kommend auf der Autobahnüber Genf nach Grenoble. Weiter nach Süden in Richtung Sisteron bis nach Le Pont-de-Claix. Von hier fährt man die kurvenreiche Landstraße N85 (Route Napoleon) Richtung Gap. Weiter über Vizille und La Mure biegt man vor Chauffayer nach links ins Tal Valgaudemar ab (von Grenoble ca. 75 Km). Durch St. Firmin hindurch fährt man auf einer schmalen Straße in das Tal bis nach La Chapelle-en-Valgaudemar. Oberhalb des kleinen Ortes wird die Straße noch schmäler und führt ohne Leitplankenbegrenzung, jedoch asphaltiert, zum Talschluss bis Chalet Hotel du Gioberney hinauf.

Ausgangspunkt: Ca. 800 m unterhalb des Chalet Hotel du Gioberney befindet sich am rechten Straßenrand ein kleiner Parkplatz (1571m).

Route: Der markierte Weg (Refuge Vallonpierre– Col de Vallonpierre) beginnt gleich am linken Ende vom Parkplatz. Ziemlich am Anfang der Strecke wird eine Brücke überquert. Danach führt ein schmaler, aber gut begehbarer Pfad in die steilen Hänge der Côte de la Ramette in südliche Richtung. Unten im Talgrund verläuft fast parallel dazu ein munterer Wildbach. Der Weg zieht behaglich mit leichtem Höhengewinn in das sich immer mehr öffnende Tal hinein. Schließlich geht es an einer Weggabelung nach rechts kurz abwärts direkt auf einen Bach zu. Hier kommt man über eine sehr fotogene Brücke (siehe Bild 2) und dahinter auf den GR 54, Tour du Vieux Chaillol (Refuge Vallonpierre). Die wuchtige Berggestalt des Sirac mit eisigen Flanken beherrscht jetzt voll die Szenerie im Talende. Die Route verläuft nun in leicht westliche Richtung in immer steiler werdendes Gelände. Bald bewegt man sich in zackigen Kurven (im Frühsommer ein Meer von Alpenrosen durchquerend) bergauf. Hinter einer Schulter muss ein Bach, der mit großen Steinen gespickt ist, überwunden werden. Kurz darauf hört man rechterhand einen Wasserfall aus dem Urgestein herausdonnern. Wenig später taucht rechts eine alte Schäferhütte auf und bald schon befindet man sich auf einer riesigen grünen Hochfläche (siehe Bild 4). Man hält sich rechts und entdeckt nach einigem Suchen, die hinter Felsblöcken und einem kleinen See, versteckte Hütte „Refuge Vallonpierre“ (siehe Bild 5). Nach einer angemessenen Pause wandert man weiter auf dem GR 54 in Richtung Süd-West, den Rücken des weitläufigen Pic de Vallonpierre querend (farbige Markierungen an den Steinen). Über einige Rippen schlängelt sich der Pfad höher. Das letzte Wegstück führt über etwas splittrige, brüchige Steine an einem steilen Hang entlang auf den höchsten Punkt zum Pass „Col de Vallonpierre“ (siehe Bild 6).

Abstieg: Wie Aufstieg.

Charakter / Schwierigkeit: Die Tour zum „Col de Vallonpierre“ ist eine einfache Hochgebirgswanderung. Der durchgängig markierte Weg führt aus dem ursprünglichen „Valgotal“ durch eine Vorzeigelandschaft, die ihresgleichen sucht. Den ersten Teil des Anstiegs quert man einen steilen Berghang hoch über dem Tal auf einem schmalen Pfad, der zwar unschwierig ist, aber eine gewisse Aufmerksamkeit erfordert. Der folgende Wegverlauf zum Refuge de Vallonpierre und weiter bis unter den gleichnamigen Col sind absolut problemlos zu bewältigen. Nur kurz unterhalb des Cols wird der Weg etwas kleinsplittrig. Zu Beginn der Wandersaison muss oberhalb der Hütte mit Schneefeldern gerechnet werden, wodurch der weitere Wegverlauf nicht mehr eindeutig zu erkennen ist. Weniger Geübte sollten die Tour besser später im Jahr unternehmen.

Gehzeit: Vom Parkplatz zum Refuge de Vallonpierre ca. 2,5 Stunden, von der Hütte bis zum Col de Vallonpierre ca. 1 Stunde. Abstieg ins Tal ca. 2,5 – 3 Stunden. Insgesamt gut 6 Stunden.

Tourdaten: 1050 Höhenmeter

Beste Jahreszeit: Juni bis Oktober (im Juni und Juli blühen die herrlichen Alpenrosenfelder)

Stützpunkt: Das idyllisch am kleinen See gelegene Refuge de Vallonpierre (2.271m) bietet Einkehr- und Nächtigungsmöglichkeit. Geöffnet von ca. Mitte Juni bis ca. Mitte September. Die genauen Zeiten hängen von den jeweils herrschenden Verhältnissen ab. Hütten Infos: Tel.: 0033 (0) 4 92 55 27 81, 0033 (0) 4 76 40 19 28. Oberhalb des Ausgangspunktes der Tour liegt das Chalet Hotel du Gioberney. Im Tal gibt es einen Campingplatz und einige Unterkünfte.

Tipp: Unbedingt probieren sollte man eine kulinarische Spezialität des Tals: „Plateau du Valgo“.

Wissenswertes: Spuren von Massentourismus wird man in diesem Tal nur wenige finden. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Hier gibt es noch 3.000 unterschiedliche Pflanzen, 30 Arten von Säugetieren (große Sippschaften von Murmeltieren bevölkern die Hänge oberhalb vom Refuge Vallonpierre) und 90 Vogelarten nisten in diesem Gebiet.

Info: Die Gebirgsgruppe der Dauphiné ist bekannt für ihre anspruchsvollen Gipfelanstiege, die vor allem bei Bergsteigern der „schärferen Richtung“ Anklang finden. Viele Wege führen jedoch mehr oder weniger schwierig auf einen sogenannten Col / Pass, der ebenfalls eine umfassende Rundsicht gewährt.

Karte: Topographische Karten 1:25.000 des Institut Geographique National, Blatt 3436 ET, Meije-Pelvoux; Blatt 3437 ET, Orcieres-Merlette; Blatt 3437 OT, Champsaur.

Autor: Doris & Thomas Neumayr

Wetter

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Fri, 05.06.2020 wolkig
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Niederschl.: 5 % Wind: 9 km/h W
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Sat, 06.06.2020 wolkig
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

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