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Plankenstein-Reibe 

Wo sich im Sommer die Kletterer vergnügen, da bildet der spitze Kamm des Plankenstein mit seiner Nadel eine traumhafte Felskulisse für eine Skitour. Dass gegenüber der Risserkogel das Kar auch noch einrahmt, macht die Sache besonders spannend. Die Reibe kann also mit landschaftlich großartigen Eindrücken aufwarten und mit sehr schönen, wenn auch eher kleinteiligen Abfahrtspassagen.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skitour | Bayern | Bayerische Voralpen | Tegernsee

Tourensteckbrief Plankenstein-Reibe

Anfahrt: A8 München/Salzburg - Holzkirchen - Tegernsee - Rottach Egern - Enterrottach - Mautstraße Richtung Sutten bis kurz vor die Monialm. Hier gibt es Höhe der Bushaltestelle Hufnagelstube auf der rechten Seite einen großen Parkplatz (ist nicht zu übersehen).

Ausgangspunkt: Parkplatz Hufnagelstube (ca. 960 m) ca. 2,5 km hinter Enterrottach an der Mautstraße zur Monialm.

Route: 20 Meter südöstlich vom Parkplatz Hufnagelstube zweigt rechts (gut ausgeschildert) eine asphaltierte Forststraße ab, die im Winter meist als Rodelbahn benutzt wird. Ihr folgt man und lässt dabei eine Abzweigung zum Risserkogel (Sieblialm) links liegen. Immer auf der Straße geht es, an der Hütte des Rodelclubs vorbei, entlang des Schiffbaches bis zu einer erneuten Verzweigung. Hier biegt man links ab über den Bach, und wandert auf der Forststraße hinauf ins freie Gelände der Röthensteinalm. Nach Südsüdwest zur Almhütte (1385 m) und dann nach Süden zum Wald. Durch lichten Wald steigt man auf den bewaldeten Rücken und auf ihm nach links (Ostsüdosten). Die Grundrichtung jetzt immer beibehaltend erreicht man eine Lichtung und spurt unter dem Röthenstein hindurch auf den Plankenstein zu. Über eine schwach ausgeprägte, mittelsteile Mulde geht es am Ende in den Sattel zwischen Plankenstein und Risserkogel. Der Sattel ist mit 1692 m der höchste Punkt der Tour.
Dann fährt man nach Osten zum Riederecksee ab; am Anfang über mittelsteile Passagen, dann - kurz vor dem im Winter nicht sichtbaren See - über eine etwas engere Steilstufe. In der Senke des kleinen Sees (ca. 1470 m) fellt man wieder an und steigt in wenigen Minuten zum Riederecksattel mit dem Gedenkstein (1534 m) auf. Für die Abfahrt gibt es nun 2 Möglichkeiten:
1. Man fährt nördlich vom Gedenkstein nach Osten, ungefähr entlang des Rückens und damit in der Nähe des Sommerweges, an der Riedereckalm links vorbei, dann nach Norden über den freien Hang und durch Wald zur Sieblialm hinunter. Hier nach Norden auf der Almstraße bis man nach kurzer Zeit im Wald auf die Aufstiegsroute trifft.
2. In etwa vom Gedenkstein nach Osten durch eine wunderschöne, muldenartige Schneise bis zum Waldrand (ca. 1350 m – Höllache). Hier nun nach Norden durch überwiegend lichten Wald bis man auf eine Forststraße trifft. Auf ihr nach links (Westen) bis man auf das Gelände der Sieblialm stößt. Weiter wie oben beschrieben. Achtung, bei dieser Variante sind Ortskenntnis oder vorhandene Spuren zur Orientierung von Vorteil!

Alternative: A. Die Plankenstein Reibe wird gerne auch in umgekehrter Richtung gemacht. Dann hat man die steilsten Passagen nicht in der Abfahrt, sondern im Aufstieg zu bewältigen. Zudem sollte man folgende Unterschiede beachten:
1. Von der Sieblialm wird nur über die Abfahrtsvariante (1.) aufgestiegen, also in etwa entlang des Sommerweges, im Waldbereich häufig auch rechts (im Aufstiegssinn) ausweichend.
2. Vom Sattel zwischen Plankenstein und Risserkogel fährt man in der Regel nicht auf der beschriebenen Anstiegsroute ab, sondern hält sich im Kessel links (im Abfahrtssinn) und fährt (waldfrei) zum Röthensteiner See (1460 m) ab. Erst danach dreht man nach Norden ein und erreicht durch einen Waldstreifen die Röthenstein Alm.
B. In die Reibe wird gerne auch der Röthenstein mit eingebaut, um die Tour zu erweitern.
C. In die Reibe wird ebenso gerne die Tour zu Wallberg und Setzberg mit eingebaut, um so die Runde deutlich auszuweiten.

Charakter / Schwierigkeit: Relativ kurze Reibe mit großartigen landschaftlichen Eindrücken; mittelschwere Skitour mit jedoch nur ganz kurzer Steilpassage (maximal 40°) oberhalb vom Riederecksee, ansonsten einfaches Skigelände. Wie oben erwähnt, kann man die Länge dieser Skitouren-Runde fast nach Belieben ausweiten.

Lawinengefahr: mittel bis hoch; die Nordflanken unter dem Risserkogel und zum Risserkogel hin sind zu meiden!

Exposition: Nord, Ost, West

Aufstiegszeit: 2 Stunden (ohne Erweiterung); Achtung Rundtour mit Gegenanstiegen, also auch Zeit für An- und Abfellen einplanen!

Tourdaten: 800 Höhenmeter; Distanz: 5,2 km im Aufstieg bis zum Sattel auf 1692 m; gut 9 km auf der gesamten Runde

Beste Jahreszeit: Januar bis März

Stützpunkt: -

Karte: Tegernsee / Schliersee des Bayerischen Landesvermessungsamtes, 1:25.000.

Autor: Bernhard Ziegler

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