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Birnbachloch (1291 m) 

Die Wanderung von Leogang-Ullach hinauf zum Birnbachloch ist lehrreich (Schautafeln über Wald und Flur und den früheren Eisabbau am Birnhorngletscher) und kurzweilig bis spannend, sprich: eine ideale Familientour. Man geht praktisch bis hinauf zum Einstieg der gigantischen Birnhorn-Südostwand.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Salzburg | Leoganger Steinberge | Leogang

Tourensteckbrief Birnbachloch

Anfahrt: Auf der Inntalautobahn bis Anschlussstelle Kufstein-Süd und weiter über die Felbertauern-Strecke bis St. Johann/Tirol. Dort der Beschilderung Fieberbrunn/Leogang folgen. Über Hochfilzen und den Pass Grießen nach Leogang. Von dort links ab in den Ortsteil Rosental. Beim Eisenbahn-Haltepunkt „Leogang-Steinberge“ unter der Bahntrasse durch und weiter nach Ullach. Auf dem asphaltierten Sträßchen taleinwärts bis zu einem Parkplatz (850 m) an einer markanten Linkskurve (Informationstafel; Ende für Pkw-Zufahrt).
Oder auf der A 8 (München-Salzburg) bis Anschlussstelle Traunstein/Siegsdorf. Von dort in Richtung Berchtesgaden über Inzell und Weißbach (Deutsche Alpenstraße) nach Schneizlreuth. Rechts abbiegen in Richtung Lofer. Vor Lofer der Beschilderung Zell am See/Saalfelden folgen und von Saalfelden nach Leogang.
Öffentliche Verkehrsmittel: „Leogang-Steinberge“ ist Haltepunkt der Bahnlinie Wörgl - Zell am See.

Ausgangspunkt: Parkplatz (850 m) nordwestlich von Leogang-Ullach

Route: Man folgt den Hinweisschildern „Passauer Hütte“ und Birnbachloch. Bald aus dem Talgrund nach rechts, über den Eckersbach und zu einer Wegverzweigung. Jetzt nicht dem zur Passauer Hütte führenden Weg, sondern dem mit Nr. 10 bezeichneten Lehrpfad folgen, der zunächst schmal durch einen Schluchtwald leitet. Bald erreicht man die Fundamente der „Eisbrecherhütte“. Schautafeln mit Reproduktionen alter Fotos und erklärenden Texten dokumentieren hier einen eigenartigen Eisabbau. Bald nach den Resten der „Eisbrecherhütte“ geht’s ins freie Gelände. Man folgt dem guten, rot-weiß markierten Steig bis fast zum Fuß der überwältigenden Birnhorn-Südostwand, die der Watzmann-Ostwand an bergsteigerischer Bedeutung keineswegs nachsteht; im Gegenteil.

Weitere Informationstafeln, Reste der hölzernen Eisrutschen und Ruhebänke sorgen für ideale Rastmöglichkeiten und Kurzweil. Vom Birnhorngletscher blieb freilich nur mehr ein mickriges Restchen. Doch bildet es immer noch ein Gletschertor aus. Zuletzt führt der teilweise an der Talseite mit kleinen Geländern abgesicherte Pfad scharf nach rechts und nahezu waagrecht bis unter das Birnbachloch, das über Geröll und Blöcke links des Bachlaufs erreicht wird (Ruhebank). Knapp 1 ½ Std.. Kurz vorher mahnt eine Tafel, den im Innern des Leoganger Steinbergs vermuteten See in Ruhe zu lassen. Der Sage nach habe es, als man einen Stein in ihn hinunterwarf, aus der Tiefe geklungen: „Gründ’st du mi, dann schlünd’ i di.“ Glasklar und sofort eine Gumpe bildend fließt der Bach aus dem geheimnisumwitterten Berg und sprudelt hinaus in die Blockhalden unterhalb der Birnhorn-Wand.

Abstieg: Zurück bis zur Informationstafel „Eisbrecherhütte“ (Standort- und Wegverlaufstafel). Von dort zum Orgenbach hinab, über die Brücke, an den waldigen Osthängen oberhalb des Orgenkessels einige Bachgräben querend aufwärts und hinaus auf die Priestereggeralm (Gasthaus). Von dort ist es nicht mehr weit hinunter zum Ausgangspunkt.

Charakter / Schwierigkeit: Landschaftlich eindrucksvoller Bergweg und –steig durch Wald und über freies Gelände; im oberen Teil steinig und schrofig, Trittsicherheit ist angenehm.

Gehzeit: Aufstieg und Abstieg jeweils 1½ Stunden.

Tourdaten: gut 500 Höhenmeter

Beste Jahreszeit: Ende Mai/Anfang Juni und September/Oktober; im Hochsommer sehr heiß

Stützpunkt: Gasthaus „Priesteregg“ (auf dem Abstiegsweg)

Ausrüstung: Bergwanderausrüstung, griffiges Schuhwerk, evtl.Teleskopstöcke

Wissenswertes: Der Eisabbau: Der im Winter und im Frühjahr aus der Südostwand des Birnhorns herunterdonnernde Lawinenschnee bildete am Wandfuß einen richtiggehenden, von Spalten durchzogenen Gletscher, der noch im 19. Jahrhundert bis nahe an die Waldgrenze reichte. Pfiffige Leoganger hatten die Idee, dass man mit dem Produkt dieses kleinen Gletschers Geld verdienen könnte. Denn Münchner Brauereien benötigten Eis für das Kühlen ihres Gerstensafts. Man brach die Eisstücke, ließ sie in hölzernen Rutschen talwärts sausen, und zuletzt wurde das Eis in Körben zur Bahn geschleppt. 300 Waggonladungen täglich waren die Rekordzahlen.

Karte: AV-Karte 1:25.000, Loferer und Leoganger Steinberge

Autor: Horst Höfler

Wetter

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Leogang
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Tue, 04.08.2020 leichter Regen
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Leogang
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Wed, 05.08.2020 bedeckt
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Niederschl.: 90 % Wind: 2 km/h W
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Galerie

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