Touren

Bast Makarska - Höhenweg (510 m)

Es gibt sicher nicht viele Orte, in denen Strandliebhaber und Bergfreunde gleichermaßen so auf ihre Kosten kommen wie in Makarska. Unten: schöne Kiesstrände am türkisfarbenen Meer und gleich dahinter erhebt sich das 1762m hohe Biokovo-Gebirge. Der hier beschriebene aussichtsreiche Höhenweg vermittelt Eindrücke von der Lieblichkeit dieser Küstenregion und zugleich von der Schroffheit der Berge.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Bergtour | Dalmatien | Biokovo | Split

Tourensteckbrief Bast Makarska Höhenweg

Anfahrt: Von Split aus befährt man die Küstenstraße Richtung Südosten. Man folgt stets den Wegweisern nach Makarska / Dubrovnik. So erreicht man schließlich – vorbei am malerisch gelegenen Ort Omis – nach etwas mehr als einer Stunde Makarska. Einige Kilometer vor der Stadt zweigt nach links eine Straße Richtung Topici / Bast ab. Dieser Straße folgt man den Berg hinauf, fährt aber bei der nächsten Abzweigung nicht mehr Richtung Topici, sondern hält sich rechts und kommt so schließlich zu den weit verstreuten Häusern des Ortes Bast.
Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, nimmt den Bus von Makarska Richtung Split, der vormittags dreimal die Stunde fährt und nachmittags einmal in der Stunde. Die Ausstiegshaltestelle an der Kreuzung heißt „Basko Polje“. Von dort auf der wenig befahrenen Bergstraße zu Fuß nach Bast hinauf (ca. 50 Minuten).
Achtung! Es ist ratsam mit öffentlichen Verkehrsmitteln (z. B. Taxi) anzureisen, da Ausgangspunkt und Endpunkt der Tour weit von einander entfernt sind.

Ausgangspunkt: Parkplatz vor der Kirche des Bergdorfes Bast.

Route: Von der Kirche in Bast aus folgt man dem kleinen Sträßchen weiter bergauf, am Straßenrand sind schon Markierungen (weißer Punkt mit roter Umrandung) sichtbar. Nach einigen hundert Metern, die Straße windet sich stets sehr eng um die alten Häuser herum, ist am rechten Straßenrand eine Markierung, in deren unmittelbarer Nähe einige Steinstufen nach unten führen. Dies ist die Stelle, an der man die Straße verlässt. Auf einem schmalen Pfad geht’s einige Meter bergab, man durchschreitet einen Graben und gewinnt auf der anderen Seite wieder an Höhe. Nun geht es in einem ersten Abschnitt stets auf einem breiten und bequemen Schotterweg aussichtsreich 300 bis 500 Höhenmeter oberhalb der Küste entlang. Linker Hand ziehen immer wieder die imposanten Felswände des Biokovo-Massivs die Blicke auf sich, rechts breitet sich die Makarska-Riviera unter einem aus. Und schräg gegenüber – stets im Blickfeld – die Insel Brac, auf der übrigens ein einfacher Wanderweg auf die höchste Erhebung der kroatischen Inselwelt führt, die Vidova Gora.
Unser Höhenweg verläuft meist eben oder nur in geringem Gefälle durch die gras- und kiefernbewachsenen Ausläufer des Biokovo-Gebirges: Ganz klein liegen unter einem an der Küste die Häuser von Krvavica. Dieses Dorf erkennt man auch aus dieser Entfernung als Ortsunkundiger leicht, weil die Straße dort unten eine markante 90-Grad-Biegung macht. Nach insgesamt rund eineinhalb Stunden folgt man einem roten Pfeil und hält sich damit bei einer Abzweigung rechts. Man verliert etwas an Höhe und geht 20 Minuten später bei einer weiteren Verzweigung geradeaus durch die Reste einer kaputten Schranke. Nun wendet sich der Weg für einige Minuten von der Meeresseite ab und führt näher an den Berg heran. Schon von weitem sieht man die verfallenen und verlassenen Häuser der Ansiedlung Zlib. Die alten Häuser waren überwiegend durch ein schweres Erdbeben 1962 so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass sie nicht mehr bewohnbar waren. Wenn man in dieser Abgeschiedenheit zwischen den Häusern streift, fühlt man sich wirklich um Jahrzehnte zurückversetzt! Nun wird aus dem Schotterweg vorübergehend eine Teerstraße, die einen in das Bergdorf Velikobrdo bringt. Bei der pinkfarbenen Kirche überquert man die Ortsstraße und geht gegenüber schräg links weiter (es gibt auch Markierungen, die rechts hinunter zur Küste führen). Man geht nun zum Teil direkt durch die Gärten einiger verlassener aber sehr pittoresker Häuser. Steinstufen führen schließlich weiter hinunter, man folgt einigen Minuten einer geteerten Straße und hält sich dann links. Auf einer Höhe von 170 bis 200 Metern über dem Meer geht man ziemlich eben der Anhöhe entgegen, die genau oberhalb von Makarska liegt. Man erreicht die Friedhofsmauer und die Kirche von Makar. Würde man nach der Friedhofsmauer links hinauf gehen, dann wäre man auf dem Weg zum 1422m hohen Vosac . Doch wir haben unser Tagespensum erreicht und schlendern nun gemütlich die kaum befahrene Serpentinenstraße hinunter nach Makarska.

Charakter / Schwierigkeit: Es handelt sich um eine leichte Wanderung auf aussichtsreichen breiten Wegen. Reizvoll vor allem für diejenigen, die das Hinterland auf abgeschiedenen Wegen abseits der bewohnten Küstenregion erleben wollen. Im Vordergrund steht nicht die bergsteigerische Herausforderung, sondern das Naturerlebnis, das Erkennen der Kontraste zwischen den schroffen, abweisend wirkenden Felsen des Biokovo-Massivs und der malerischen Küstenlinie mit ihrer dahinter liegenden dalmatinischen Inselwelt. Auch Kräuter- und Pflanzenfreunde kommen auf ihre Kosten: Entlang des Wanderweges findet man Salbei, Oregano, Thymian, Wacholder, Rosmarin und Ginster.
Zwar gibt es Markierungen, aber keine Wegweiser und keine Ortsschilder, so dass es ratsam ist, entweder die unten angegebene Karte dabei zu haben oder sich einem Ortskundigen anzuschließen.

Gehzeit: ca. 3 1/2 Stunden

Tourdaten: ca. 100m Aufstieg und 450m Abstieg

Beste Jahreszeit: März bis Juni und September bis November (im Hochsommer ist es natürlich auch möglich, wobei es dann meist zu heiß zum Wandern sein dürfte)

Stützpunkt: Nur am Ende der Wanderung in Makarska. Besonders gemütlich sitzt man in der Konoba „Mlinice“, oberhalb von Makarska. Die Put Mlinice führt zu ihr hinauf. Diese Konoba ist erst ab 17 Uhr geöffnet. Wenn der Wirt gute Laune hat (die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß) greift er auch mal zu seiner Akkordeon…

Tipp: In Makarska gibt es nur wenige Schritte von der zentral gelegenen Sankt Markus Kirche entfernt in einer Gasse die Agentur„Biokovo Aktive“. Der Inhaber Drago ist selbst Chef der Bergwacht und hilft bei der Organisation von Wander- und Bergtouren. Von ihm sagt man, er kenne jeden Weg im Biokovo wie seine Westentasche Internettipps: Biokovo und  Rivatours.

Info: Es ist ratsam mit öffentlichen Verkehrsmitteln (z. B. Taxi) anzureisen, da Ausgangspunkt und Endpunkt der Tour weit von einander entfernt sind.

Karte: Smand-Wanderkarte Nr. 32, Biokovo Park prirode, 1:25.000

Autor: Manfred Wöll

Wetter

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Split
Vorhersage für Mo, 26.08.2019
Mo, 26.08.2019 sonnig
26 / 30 oC
sonnig
Niederschl.: 5 % Wind: 5 km/h N
Split
Vorhersage für Di, 27.08.2019
Di, 27.08.2019 sonnig
24 / 30 oC
sonnig
Niederschl.: 0 % Wind: 6 km/h N
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Karte

Auf dem Kartenausschnitt können Sie die Lage der Tour und die Anfahrt nachvollziehen. Soweit ein GPS-Track hinterlegt ist, dient die Karte auch als Routenskizze.

Galerie

Damit Sie sich ein Bild von der Route machen können, gibt es hier die Fotos zur Tour. In manchen Fällen ist hier auch eine Routenskizze zu finden.

 
 

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