Touren

Grünstein-Umfahrung

Man könnte meinen die Dolomiten sind ein Stück nach Norden gerückt, so beeindruckend ist die Kulisse dieser nicht umsonst berühmten Runde. Sie bietet ungeheuer abwechslungsreiche landschaftliche Impressionen, traumhafte Kare und Wannen mit idealer Neigung. Dazu sind mehrere Varianten machbar.
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Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skitour | Tirol | Mieminger Berge | Ehrwald

Tourensteckbrief Grünstein-Umfahrung

Anfahrt: Von Norden über Garmisch-Partenkirchen Richtung Fernpaß, am ehemaligen Grenzübergang Griesen vorbei nach Ehrwald. Beim Eisenbahnviadukt links und über Ehrwald nach Biberwier. Hier biegt man kurz vor dem Ortsende links in die Marienbergstraße ein und fährt über sie zum unteren Parkplatz der Liftanlangen.

Ausgangspunkt: Biberwier (989m), Talstation der Marienberglifte (Liftinfo unter Telefon: 0043-(0)5673-2323)

Route: Auffahrt (11,30 € / Stand 2008) mit dem Sessellift über zwei Sektionen zur Bergstation. Dann kurzer Aufstieg entlang der Piste (oder Schleppliftbenutzung), der Stromleitung folgend, zum Marienbergjoch (1789m). Zu Fuß würde man vom Tal über die Piste hierher ca. 2 Std. brauchen. Nun quert man leicht steigend entlang des Sommerweges durch eine Latschengasse in südöstlicher, später in östlicher Richtung ins Hölltörl (2125m). In der breiten Scharte wird abgefellt, dann fährt man die herrliche Mulde nach Osten in die Höll (ca. 1800m) ab. Hier steigt man nach links, in nordnordöstlicher Richtung durch die traumhafte Kar-Wanne, die sog. Höllreise, in die Grünstein Scharte (2272m). Nun gibt es zwei Varianten:
1. Abfahrt nach Norden ins Drachenkar und nach Westen eindrehend zum Drachensee (1874m). Weiter nach Norden zum Seebensee und an seinem östlichen Ufer zum seinem Ende. Hier links und auf der Langlaufloipe nach Osten. Mit einem kurzen und einem längeren Gegenanstieg kommt man ins Pistengebiet von Ehrwald. Am Gasthaus Alpenglühn vorbei zur Ehrwalder Alm und auf der Piste zur Talstation (ca. 1100m).
2. Nur kurze Abfahrt nach Norden (nur wenige Höhenmeter!), dann quert man Richtung Osten; über einen Rücken und durch die Mulde ins gut sichtbare Tajatörl (2259m). Aus der linken Hälfte der Scharte (sie ist durch einen Felskopf getrennt) kann in einer knappen halben Stunde der Hintere Tajakopf (2408m) über seinen unschwierigen Südgrat bestiegen werden. Wer ins Brendlkar will, zielt meist in die rechte Hälfte der Scharte und fährt zuerst Richtung Nordosten ab. Dann dreht die Route nach Norden. Ohne Gegenanstiege kann man auf der linken Seite des Kares (im Abfahrtssinn) abfahren. Hier am Ende über eine Art Rampe hinunter zur Loipe, auf die man bei einem Rasthäusl („Ganghofers Rast“) trifft. Schöne Abfahrtsmöglichkeiten gibt es aber auch rechts im Kar, doch hat man hier einen querlaufenden Moränenrücken im Gegenanstieg zu bewältigen. So oder so auf der Loipe zur Piste und weiter wie oben beschrieben.
Rückkehr zum Ausgangspunkt: Mit einem bereitgestellten PKW oder mit dem Shuttle-Bus.

Alternative: Zusätzliche Möglichkeiten: Bei Variante (1.) kann man vom Drachensee an der Coburger Hütte vorbei nach Westen ins Schwärzkar queren, und hier über kupierte Hänge nach Süden ins Kar einsteigen.
Bei Möglichkeit (2.) kann man das Brendlkar bis ca. 2000m abfahren und dann Richtung Osten zur Igelsscharte aufsteigen. Dann fährt man durch das Igelskar nach Norden, wo man ebenfalls über die Loipe ins Pistengebiet zurückkehren kann. Außerdem kann man bei Möglichkeit (2.) noch aus dem Brendlkar auf eine unbenannte Scharte zwischen dem Hinteren und Vorderen Tajakopf aufsteigen. Der Aufstieg aus den Kar beginnt bei ca. 1900m und führt genau nach Westen.

Charakter / Schwierigkeit: Mittelschwere Skitour durch fantastische Kare, die meist eine ideale Steilheit von 30 bis 35 Grad aufweisen. Nur die Einfahrt von der Grünstein Scharte ins Drachenkar ist auf den ersten Metern etwas steiler, aber bei guten Verhältnissen sicher auch nicht dramatisch. Auch wenn die reinen Aufstiegsmeter auf dem Papier eher wenig erscheinen, sollte die Runde konditionell nicht unterschätzt werden (denn zurück ist soweit wie nach vorne!). Neben grandioser, dolomitenartiger Landschaft bietet die Tour ständig wechselnde Ausblicke und wegen der unterschiedlichen Expositionen im Frühjahr häufig Firn als auch Pulver.

Lawinengefahr: mittel bis hoch

Exposition: alle

Gehzeit: 4 bis 5 Stunden für Aufstieg und Abfahrt; mit Pausen und durch mehrmaliges An- und Abfellen ergibt sich aber meist eine tagesfüllende Tour! Daher genug Zeit einplanen!

Tourdaten: je nach Variante 900 bis 1000 Höhenmeter im Aufstieg (inkl. Gegenanstiege); ca. 1500 Hm in der Abfahrt.

Beste Jahreszeit: Am schönsten im Spätwinter und im Frühjahr bis Ostern (solange läuft in der Regel der Marienberglift). Die Tour wird aber auch bei sicheren Verhältnissen und entsprechender Schneelage bereits im Winter begangen.

Stützpunkt: Auf Tour keine. Einkehrmöglichkeiten an der Piste der Ehrwalder Alm und nahe der Talstation (Gaistalerhof).

Karte: Kompass Blatt 5, Wettersteingebirge, 1:50.000.

Autor: Bernhard Ziegler

Wetter

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Ehrwald
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Bild des Monats

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