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Hoher Dachstein (2995 m)

Die 25 Kilometer lange Abfahrt vom Hohen Dachstein nach Obertraun gilt als Österreichs National-Skitour ein grandioser Genuss! Wer den Gipfel an der Grenze zwischen Steiermark und Oberösterreich erklimmen möchte, muss sich allerdings auf den letzten 100 Höhenmetern auf ein hochalpines Finale einstellen.
bild
Schwierigkeit
Kondition
Gefahrenpotenzial
Landschaft
Frequentierung
Skihochtour | Oberösterreich | Dachsteingebirge | Hallstatt

Tourensteckbrief Hoher Dachstein

Anfahrt: Von Norden über die A 8 von München nach Salzburg. Hinter der Grenze am Knoten Salzburg auf die A 10/E55 in Richtung Graz/Villach einfädeln und der Autobahn bis zur Ausfahrt Golling folgen. Von dort weiter Richtung Abtenau, Gosau, Bad Goisern und über die Bundesstraßen B 162 und B 166 sowie den Pass Gschütt zum Hallstätter See. Hinter Gosau geht es nach einem Waldstück rechts Richtung Hallstatt und Obertraun. Immer bis Obertraun und dann rechts hinauf Richtung Seilbahn (großer Parkplatz). Siehe auch Google Maps.

Ausgangspunkt: Talstation der Krippensteinbahn in Obertraun (540m)

Route: Von der Talstation der Krippensteinbahn aus erfolgt der Aufstieg über die Piste bis zur Talstation der dritten Krippenbahn-Teilstrecke, wo man nach rechts abzweigt und, an einem Tellerlift vorbei, kurz hinabfährt zur Gjaidalm (1739 m). Die Distanz auf diesem erstem Teilabschnitt beträgt elf Kilometer. Von der Gjaidalm verläuft die nächste Etappe zur Simonyhütte (etwa sechs Kilometer) in westlicher Richtung durch stark kupierte Landschaft: Entlang der Markierungsstangen windet sich die meist von einer Schneekatze präparierte Route in ständigem Auf und Ab in westliche Richtung, ehe unterhalb der Simonyhütte ein Schlenker nach Südsosten erfolgt. An der Simonyhütte fährt man kurz in Richtung Schöberl ab (manche sprechen vom „Hütten-Matterhorn“), das rechts umgangen wird. Fortan geht es in südwestlicher Richtung über den sanft ansteigenden Hallstätter Gletscher (Stangen, gespurte Route) an imposanten Felswänden vorbei bis zum Niederen Dachstein (2934m), der östlich (im Aufstiegssinn links) umgangen wird. Nun etwas steiler rechts hinauf zum Gipfelaufbau des Hohen Dachstein (Skidepot). Die letzten gut 100 Höhenmeter in steilem Fels (Kletterei II- UIAA) entlang von Drahtseilen, die im Winter aber oft eingeschneit sind. Bei Vereisung der Felsen sind Steigeisen, Pickel, eventuell auch Helm und eigene Seilsicherung dringend zu empfehlen.

Abfahrt: Auf dem Anstiegsweg; das Schöberl kann im Abfahrtssinn rechts umfahren werden, um ohne Gegenanstieg zur Simonyhütte zu gelangen. Wer bei den diversen Gegenanstiegen zwischen Simonyhütte und Gjaidalm die Ski ordentlich laufen lässt, kommt meist ohne schieben aus.

Charakter / Schwierigkeit: Die Route verläuft in grandioser Hochgebirgslandschaft, am Gipfel wechseln sich spektakuläre Tief- mit herrlichen Fernblicken ab. Skitechnisch ist die Tour eher einfach, doch darf man nicht vergessen, dass es sich um hochalpines Gelände mit einem spaltenreichen Gletscher handelt, bei dem abseits der durchweg präparierten und markierten Skirouten entsprechende Gefahren lauern. Die äußerst steile Passage vom Skidepot zum Gipfel setzt absolut sicheres Klettern mit Steigeisen in kombiniertem Fels-Eis-Gelände voraus. Wegen der Länge der Tour sind eine Übernachtung in einer der Hütten sowie eine gute Kondition ratsam. Für die Skiabfahrt sollte genügend Zeit einkalkuliert werden (ca. 2 Stunden bis Obertraun).

Lawinengefahr: mittel

Exposition: überwiegend Nordost

Aufstiegszeit: insgesamt 7 Stunden (1,5 Stunden bis Gjaidalm, weitere 2,5 Stunden bis Simonyhütte, gut 2 Stunden zum Skidepot, 45 Min. zum Gipfel). Achtung, auch Zeit für die Abfahrt einkalkulieren (ca. 2 Std.)

Tourdaten: 2600 Meter (mit Gegenanstiegen)

Beste Jahreszeit: Dezember bis März

Stützpunkt: 1. Gjaidalm/Schilcherhaus, 1739 m (privat, bewirtschaftet von Ende Dezember bis Main und von Juni bis Oktober; 70 Schlafplätze, Tel. +43 / (0)6131 / 596.
2. Simonyhütte, 2203 m (OeAV-Sektion Austria), ganzjährig geöffnet, 130 Schlafplätze, Tel. +43 / (0) 3622 / 52322.

Hinweis: Auf der beschrieben Anstiegsroute lässt sich der Aufstieg bis zur Gjaidalm durch die Benutzung der Krippensteinbahn verkürzen; eine deutliche kürzere Alternative ist es, von Ramsau aus mittels der Dachstein-Gletscherbahn bis auf 2700 m hinaufzufahren, dann noch ein Stück (ca. 100 Höhenmeter) in Richtung Dachsteinwarte aufzusteigen, um hier auf die Obertraun-Route zu stossen. Jeweils am Dienstag, Samstag und Sonntag um 15.15 Uhr (ab Seilbahn Talstation Krippenstein) fahren Planai-Busse zurück nach Schladming; von dort Anschlussmöglichkeiten mit den Linienbussen nach Rohrmoos und Ramsau-Ort. Preis (Stand: Januar 2008): 13,50 Euro für Erwachsene, 10,50 Euro für Kinder. Eine Anmeldung für den Rücktransport ist bei der Kassa Talstation Dachstein-Gletscher-Bahn unbedingt erforderlich (Tel. +43 (0) 3687 / 22042-800)!

Karte: Kompass-Karte 20 (Dachstein, 1:50.000); DAV-Kartenblatt Nr. 14 (Dachstein, 1:25.000); Freytag & Berndt WK 281 (Dachstein, 1:50.000).

Autor: Martin Becker

Wetter

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Galerie

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