Kartenmaßstab für Skitouren

    • Kartenmaßstab für Skitouren

      Servus miteinand,

      im aktuellen Bergundsteigen ist ein Artikel mit dem Schönen TItel "Die Hangneigung - eine Unbekannte?". In diesem Artikel geht es darum wie man die Hangneigung, die doch seeehr relevant für die Einschätzung der Lawinengefahr ist, in der Planung und vor Ort misst bzw. sie einzuschätzen lernt.
      In dem Artikel findet sich der eher nebenbei "gesagte" Satz:

      Eine Abstandsmessung zur Bestimmung der Hangneigung ist dabei
      nur sinnvoll bei Karten im Maßstab von 1:25.000, einer Äquidistanz
      (Abstand der Höhenschichtlinien) von 20 oder 25 Metern und einer
      entsprechend genauen Geländedarstellung.
      Ein kleinerer Maßstab
      (z.B. 1:50.000) ist praktisch nicht zur winterlichen Tourenplanung
      geeignet,
      da z.B. kleine, aber mitunter problematische Hänge von
      50 x 100 m auf der Karte nur 2 x 1 mm groß und damit praktisch ge-
      sehen „unsichtbar“ sind.


      WIe haltet Ihr es denn mit Kartenmaterial? Geht jemand von mit einer 1:50.000er Karte auf Skitour?

      ZB die Kartenquellen bei den Tourentipp-Skitouren führen fast nur 1:50.000er Karten oder die doch eher mauen Kompass Karten an. Zumindest in Deutschland, Schweiz und Frankreich gibt es ja einwandfreie 1:25.000er Karten. In Österreich ist die OEK25 leider nur eine vergrößerte Version der OEK50. Wenn es da keine Alpenvereinskarte gibt, dann ist es eher schwierig.
    • Hallo Horst,

      Ist die App denn netzunabhängig, oder braucht sie eine Netzverbindung, um die entsprechenden Daten zu ziehen?
      Denn wenn ich Netz (und genug Saft im Akku...) hab, dann kann ich gleich tiris o.ä. im Browser benutzen.

      Aber meine Frage zielte nicht auf die Verwendung von digitalen Hangneigungskarten ab. Mich interessiert: Nimmt überhaupt noch jemand 1:50.000er Karten für Skitouren her, und warum werden in Tourentipp überhaupt 1:50.000er Karten für Skitouren als Quelle empfohlen, wo sie doch eindeutig untauglich sind.

      Gruß
      Florian
    • Hallo Florian,
      untauglich sind 1.50000er Karten auf keinen Fall. Wenns drum geht sich zu orientieren tun sie ihren Dienst je nach Geländestruktur und Kartenqualität oft tadellos. Das Messen von Hangsteilheiten ist ja nur ein kleiner Aspekt, der vor allem für die Beurteilung des Lawinenrisikos wichtig ist, wenn man sich rein auf statistische Methoden verlassen möchte, aber das ist auch mit vielen 1:25000er Karten nicht exakt genug möglich ist. Für das Abschätzen der Hangsteilheiten nach typischen Steilheitsklassen (flach, mäßig steil, steil, extrem steil) wie sie auch im LLB verwendet werden, reichen die besseren 1:50.000er (z. B. AV-Karten Kitzbüheler Alpen) m.M. nach schon aus. Und ob ein Hang nun 32 Grad oder 35 Grad hat, ist mir ehrlich gesagt wurscht.
      Scheena Gruaß
      Markus
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