Risikoeinschätzung Winterbergsteigen: Beispiel Alpspitz-Ferrata

    • Risikoeinschätzung Winterbergsteigen: Beispiel Alpspitz-Ferrata

      Hallo!

      Als begeisterter Sommerbergsteiger reizt es mich zunehmend, auch im Winter "interessantere" Touren zu gehen.
      Leider fahre ich wegen eines Knieproblems kein Ski und damit fallen Skitouren auf längere Zeit flach.

      Als Einstieg ins Winterbergsteigen soll angeblich die Alpspitz-Ferrata ganz gut geeignet sein.
      Die Gegend und die Tour kenne ich auch aus dem Sommer ganz gut.
      Allerdings habe ich noch ein paar Fragen va. zu den passenden Bedingungen, die ich natürlich abwarten muss:
      1. Schneemenge/Lawinen
        Die Schneemenge ist m.E. der kritische Faktor.
        Ich würde gerne auf unangenehm steilen Schneefeldern mit einem Halbseil sichern und dazu immer wieder mal an den Klettersteig-Verankerungen Stand machen.
        Daher dürfte wohl nicht zu viel Schnee liegen, sodass zumindest häufiger mal das Seil aus dem Schnee ragt oder man es schnell ausgraben kann.
        --> Was denkt ihr Wie viel Schnee (z.B. als Maß am Osterfelder) liegen dürfte, dass das noch klappt?

        Weiter ist für mich in einer solchen Steilwand die Lawinengefahr schwer einzuschätzen.
        Die teilw. sehr schattigen und steilen Schneefelder sind aus meiner Sicht ziemlich störanfällig; Deshalb plane ich hier in ungewissen Situationen zumindest eine Seilsicherung (Stand am KS) als Sicherung gegen Absturz einzusetzen.
        --> Wie seht ihr die Lawinen-Situation in der Nordwand-Ferrata? Bei welchen Anzeichen/Bedinguen kann man sich "relativ sicher" in der Nordwand bewegen und was ist besonder kritisch?

        Oder ist die Beurteilung im Prinzip gleich (nach LLB und üblichen Methoden) wie für einen sehr steilen "normalen" NO-Hang?

      2. Abstieg
        Der Abstieg bereitet mir va. wegen der Lawinen-Bedingunen noch etwas Sorgen.

        Am liebsten würde ich die Ost-Schulter und Oberkar Absteigen, dafür braucht es m.E. aber schon ziemlich sichere Lawinenverhältnisse am Osthang (Fußgänger = große Belastung für Schneedecke).
        Dann würde ich über Stuiben den Bernadeinkopf umrunden, damit ich nicht auch noch die Schöngänge absteigen muss denn das wäre m.E. dann schon ziemlich unangenehm.

        Alternativ sehe ich noch den Rückweg auf gleichem Weg (Ferrata). Ich denke das frisst aber ziemlich Zeit wenn man schon im Aufstieg gesichert hat.

        Den Abstieg zur Grießkarscharte würde ich mal ausschließen für mich, da ich diesen Weg noch nicht aus dem Sommer kenne und weder Grieß- noch Matheisenkar aus meiner Sicht Lawinensicherer sind als die Ostschulter.
        Oder irre ich da?

      ==> Kurzum: ich würde mich über einige Tipps freuen, auf welche Bedingunen und welche Anzeichen ich achten und warten sollte, um die Tour möglichst sicher gehen zu können.


      Vielen Dank euch und viele Grüße!
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