Osterschitouren in Slowenien, Teil 1

    • Osterschitouren in Slowenien, Teil 1

      Vom Freitag 22.03.2013 mit Sonntag 24.03.2013 war ich in Slowenien für einige Schitouren. Auch hier hat es schöne Schitouren, und dieses Jahr hatte es dort eine ausgezeichnete Schneelage. Ich war aus Sicherheitsüberlegungen mit einem örtlichen Bergführer, Mitja Šorn , unterwegs (ein weiterer Gast war auch dabei). Es ist immer eine gute Idee, einen ortskundigen Führer dabeizuhaben, und der Mitja hat es wirklich gut gemacht
      (gorski.vodnik.alpinizem.net/en/)

      Die Karten, die ich dabei hatte, waren:
      Julijske Alpe, vzhodni del 1:50 000
      Triglav 1:25 000
      Bohinjski jezero z okolico 1:25 000
      Alle drei ausgegeben von der Planinska zveza Slovenije (der Slowenische Alpenverein).

      Das betreffende Gebiet wird von deutschsprächiger Führerliteratur leider nur sehr teilweise abgedeckt. Ein guter Schitouren-Gebietsführer ist: „Turni smuki“ von Andraž Poljanec (Planinska zveza Slovenije, Ljubljana, 2003, ISBN 961-6156-46-2), auf Slowenisch, auf der Internetseite der PZS zu erstehen. Auf Englisch gibt es in der Blogospäre einiges zu finden:
      summitpost.org/dovska-baba-frauenkogel/151390
      summitpost.org/rodica/153491
      slotrips.si/index.php/eng/objave/ID/907

      Am Freitag hieß es, ganz früh aus München loszufahren, denn der Treffpunkt war für 9.00 vormittags ausgemacht, bei Dovje, an einem Parkplatz an der Hauptstraße Jesenice-Kranjska Gora (bei der Ampel). Es ging an diesem Tag zum Dovška Baba (Frauenkogel, 1891 m), ein Gipfel auf der Grenze zu Österreich, in den Karawanken.

      Ab Parkplatz ging es mit dem Auto durch Dovje hindurch, gegen Ende des Dorfes folgten wir eine Straße schräg links hinauf. Auf etwa 780 m fanden wir eine kleine Parkmöglichkeit (die sind dünn gesäht dort, wir standen am Arbeitsplatz eines Waldbauern), hier wurde aufgefellt. Ein Straßl linksab den Spuren nach ging es empor, stets die Spuren folgend, die Felsen der Blažčeva skala unterhalb passierend und über leichtes Almgelände abkürzend wo es nur sinnvoll war. Da es schon etwas später war, und recht warm, erübrigte sich der Einsatz von Harscheisen. Der kleine Gipfel Bela Pec rechtsum umgehend folgten wir die Almstraße weiter, in der zweiten Hälfte hie und da Lawinenkegel überquerend, bis zur Alm Planina Dovška Rožca.

      Ab hier ging es im Hang entlang des Südwestkammes leicht empor zum Gipfel. Generell gab es bei der Tour keine steilen Passagen.

      Auch in Richtung Klagenfurt und Zentralalpen ein guter Blick.


      Während der Abfahrt hatten wir auf den Wiesenabschnitten meist sehr gut befahrbare Schneedecken, nur auf der Fahrstraße war der Schnee ziemlich durchpflügt gewesen und dann wieder gefroren. Wir waren halt schon etwas spät dran. Dafür hatten wir schöne Aussichten im goldenen Abendlicht.


      Kurzum: schöne, leichte aber nicht kurze Schitour, generell wenig lawinengefährdet mit Ausnahme einiger punktuellen Stellen im Wald unterhalb Planina Dovška Rožca (aber an dem Tag war alles schon entladen, die Schneedecke machte beim Profiltest einen bombenfesten Eindruck), wo es schon ´mal ´runterrauscht, auf einem Gipfel mit wirklich schöner Rundschau. Exposition: überwiegend S.

      Siehe auch hier: Osterschitouren in Slowenien, Teil 3
      Osterschitouren in Slowenien, Teil 2