4 1/2tägige Schneeschuh-Hüttentour im Spitzingbereich

    • 4 1/2tägige Schneeschuh-Hüttentour im Spitzingbereich

      War m.E. eine interessante Variante, eine 5tägige Hüttentour in kl. Gruppe (alle mit Schneeschuh- und Hochgebirgserfahrung) vom 22. - 26.03.09 bei ständig wechselnden Bedingungen/Verhältnissen in den Voralpen zumachen. Mein Fazit vorneweg: Wunderbare Tour mit z.T. hochalpinem Charakter, bei der man besser den ursprünglichen Plan der jeweiligen Situation/Gefahr täglich anpaßt. Viele Traversierungen (Sicherheitsabstände zur Druckentlastung!). Lawinenausrüstung anzuraten.
      Unterwegs kaum Leute angetroffen, außer am alten Brecherspitz-Skihang und auf den Pisten. Hütten alle fast leer (außer Linkhtt.). Unter der Woche eine gelungene, ruhige Tour, die auch als mehrtägige Hüttentour nie langweilig war. Allerdings z.T. ganz schön anstrengend.

      Aufstieg am Sonntag (Law. stufe 1, Tendenz 2) vom Bhf. Neuhaus, Ankelalm, links zum NO-Grat (Umgehung der Mulde) der Brecherspitze. Auf dem Grat (im oberen Teil sind 3 steilere Stellen zu überwinden) am 22.3.09 zumeist guter Harsch, fast Windstille (außer im Gipfelbereich), beste Sicht, zumeist sonnig. SW-Grat, z.T. ausgesetzt und sehr schmal, muß begangen werden, da die Fixseile nicht frei waren.
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      Abstieg zur Oberen Firstalm (dort Rodel leihbar: schöne Rodelstrecke zum Spitzingsattel). Von dort noch etwas Schinderei (Traversierungen mit Schneeschuhen halt nicht komfortabel) zur Schönfeldhtt.

      Auch am Montag ganz gutes Wetter (heiter bis wolkig, Law. stufe 2 lt. Hüttenwirt). Aufstieg über Taubensteinsattel zur Hütte (dort Gepäck deponiert); mit Tagesrucksack Rotwandreibn über Taubenstein, Lempersberg, Kirchsteinsattel, Rotwand, Kümpflscharte, Miesingsattel (mit Abstecher zum Hochmiesing), Kleintiefentalalm zurück zum Taubensteinhaus.
      Ab Hochmiesing zunehmend stürmisch. Das Tau zwischen Taubenstein und Lempersberg lag nicht frei (harter, angesteilter Schnee), aber die Latschen waren ein hilfreicher Ersatz. Situation zw. Lempersberg und Kirchsteinsattel waren o.k., aber die anschl. geplante obere Traversierung unter den Rotwandfelsen war nicht möglich.
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      Daher etwas Richtung Rotwandhs. abgestiegen (etwa halbe Höhe zw. Fels und Sommerweg), dann Traversierung und Gipfel.
      Nach Hüttenrast kurze problematische Stelle zw. Hütte und Kümpflscharte (steile Querung mit Schneeschuhen nicht machbar, aber Umgehung ca. 20 m tiefer war möglich). Traversierung Rotwandostseite oberhalb der Großtiefentalalm.
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      Hochmiesing easy.
      In der Nacht Sturm + Schneefall. Daher am Dienstag Law.stufe 3 und Torenänderung (am Vortag wäre m.E. Auerspitz und Pfanngraben machbar gewesen). Nunmehr im Sturm (aber zunächst sonnig) zum Taubensteinsattel und südseitig steil zum Rauhkopf. Abstieg nordseitig (freigeblasen).
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      Weiter zur Schnittlauchmoosalm (Umgehung der Mulde rechts), dann Tanzeck (Aiplspitzwestgrat nicht wie erhofft vom Sturm freigeblasen, sondern hohe Gratwächten), deshalb nur noch zum Benzigspitz (am SO-Grat anstrengend im tiefen Schnee empor). Ab Gipfelkreuz schlechte Sicht + Schneefall (Sturm legte sich), daher zunächst in den Spuren zurück, dann über Benzingsattel und Ob. Schönfeldalm, Schwarzenkopfhs. zur Linkhtt. (knapper halber Ruhetag).

      Am Mittwoch Law.stufe 3 (hatte die Nacht wieder geschneit). Daher über die Valepperalmen zur Talstation der Stümpfling-Seilbahn. Bergfahrt, dann über Stümpfling und Suttenstein auf den Südgrat des Bodensschneid. Wunderschöner, unberührter Pulverschnee auf Altunterlage. Gipfelgrat überwächtet.
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      Aber wegen guter Sicht unproblematisch. Überschreitung nicht machbar. Abstieg wieder über Südgrat bei einsetzendem Schneefall (fast ununterbrochen bis Donnerstag früh), Untere/Obere Firstalm, Freudenreichsattel, Abstieg. Vor Freudenreichalm diese rechts liegengelassen und links fast eben zum Waldrand (dort Schild; Winterweg zum Bodenschneidhaus markiert), dann den Wald gequert und etwas anstrengend zur AV-Hütte aufwärts.
      Am Donnerstag anstrengendes Spuren im hohen Neuschnee über Raineralm zurück zum Bhf. Erst im Dürnbachtal bei Kreuzung W 10/11 Spur erkennbar. Daher muß man ahnen, wo man den Hüttenweg unterhalb der Raineralm rechts in den Wald hinunter verläßt (aber mit Schneeschuhe unproblematisch).