Zwei Trekkingtouren in Tibet: 1. Von Ganden nach Samaye und 2. Von Tingri zum Everest Base Camp

    • Zwei Trekkingtouren in Tibet: 1. Von Ganden nach Samaye und 2. Von Tingri zum Everest Base Camp

      Gipfel/Höhe: Pass Shuga-La 5250 Meter und Everest Base Camp 5150 Meter

      Region: Asien/Tibet

      Gebirge: Himalaya

      Ausgangspunkt: Lhasa

      Von 18. September bis 12. Oktober 2012 hatte ich die Gelegenheit Tibet zu bereisen und dabei zwei Trekkingtouren zu leiten. Tibet ist wirklich etwas Besonderes, alleine deshalb, weil es nicht gerade unkompliziert ist, überhaupt dorthin zu kommen. Man muss über China einreisen, braucht im Vorfeld einen Permit des "Tiebetean Tourism Board". Ohne diesen Permit darf man gar nicht erst einreisen, weshalb alle Tibetreisen über China oder Kathmandu gehen. Vor Ort geht gar nichts ohne Lokalen Guide - wobei wir mit unserem Rigsang einen umsichtigen einheimischen tibetischen Führer hatten, besser hätten wir Land und Leute nicht kennenlernen können. Schwierig nach wie vor die politische Situation, in Lhasa Polizei und Militär, Überwachungskameras. Unterwegs immer wieder Checkpoints. Insgesamt kamen wir aber unbehelligt durchs Land. Wobei man bei einer Tibet-Tour Religion und Politik nicht ausblenden kann - bewundernswert wie seit 60 Jahren das tibetische Volk mit seinem tiefen Glauben sich der chinesischen Besatzung entgegenstellt.

      Ausgangspunkt einer jeden Trekkingtour ist die tibetische Hauptstadt Lhasa, wo man sich auf 3600 Metern gut ein paar Tage akklimatisieren kann. Zu sehen gibt es genug, die richtige Mischung aus Sightseeing und Bewegung. Danach ging es los zu unserer ersten Trekkingtour:

      1. Vom Kloser Ganden nach Samaye

      Ausgangspunkt ist das Kloser Ganden, während der Kulturrevolution stark von den Chinesen zerstört, wird es wieder mit viel Aufwand aufgebaut. Von dort geht es los, 80 km in 4 Tagen über zwei 5000er Pässe des tibetischen Hochlandes in das älteste Kloster von Tibet, nach Samaye. Landschaftlich wunderschön und abwechslungsreich, vor allem aber haben wir das nomadische Leben kennengelernt. Ein Zeltplatz schöner als der andere, rundherum Edelweiß in Massen. Morgens uns Abends die Gelegenheit, unbenannte Gipfel links und rechts am Weg "mitzunehmen". Unser Gepäck wurde hier von Yaks transportiert, mit unseren Yak-Treibern und unserer Kochmannschaft hatten wir bald ein herzliches Verhältnis. Vor allem aber hatten wir Glück mit dem Wetter, trocken, tagsüber T-Shirt-Wetter und klare Sicht!

      Nach vier Tagen Sightseeing hat uns das zweite Trekking von der Ortschaft

      2. Tingri zum Everest Base Camp

      geführt. Highlight war hier natürlich der Blick auf den höchsten Gipfel der Welt - klare Sicht und wolkenlos haben sich uns die höchsten Gipfel der Welt präsentiert, nicht selbstverständlich. In vier Tagen haben wir uns zu Fuß dem Mount Everest genähert, allerdings muss man viel "Piste" gehen, wo ich mir ein Radl gewünscht hätte. So schlimm war es dann doch nicht, weil wir durch den ständigen Blick auf die Sieben- und Achttausender-Riesen entschädigt wurden. Die Tour dauert vier Tage, Begleitung mit dem Jeep oder Bus, wieder an wunderschönen Zeltplätzen. Von dort aus steigt man einfach am Abend querfeldein auf einen der umliegenden Hügel und schaut und schaut und schaut.... Natürlich ist es hier touristischer, aber nicht so schlimm wie ich gedacht habe. Und: Wann wacht man in der früh auf, schaut aus dem Zelt auf den 8201 Meter hohen Cho Oyu? Oder nächtigt auf 5000 Metern neben dem höchsten Kloster der Welt, Rongbuk, und schaut sich den Sonnenuntergang am Everest an? Das Base Camp an sich ist nur ein Hügel, vor dem die Chinesen kontrollieren, den man besteigen, aber nicht überschreiten darf. Wenn man Glück hat mit dem Wetter wie wir (Sonne, trotzdem kalt durch eisige Fallwinde) kann man das ganze Äußere übersehen und einfach den Blick genießen. Hat man schlechte Sicht, womöglich noch Niederschlag, kann das Ganze schnell frustrierend werden.

      Unsere Heimreise ging über Kathmandu - von Tingri aus in zwei langen Tagen mit dem Bus, aber wieder durch spektakuläre Landschaft, vom tibetischen Hochland in die Subtropen. Von 5000 auf 1300 Meter. Von augebauten Straßen in Tibet auf die Oneway-Schotterpiste entlang steiler Schluchten. Vom Buddhismus zur hinduistischen Götterwelt. Zwei Wochen Nepal wären noch schön gewesen! Nächstes Jahr.... Oder mit dem Radl von Lhasa nach Katmandu...vielleicht findet sich eine Tourentipp-Gruppe zusammen?!
      Bilder
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