Ostgrönland - am Rande des ewigen Eises

    • Ostgrönland - am Rande des ewigen Eises

      Etwas Ursprünglicheres und Einsameres gibt es fast nicht als eine Woche im Osten Grönlands am Rande des ewigen Eises zu verbringen. Von der größten Ortschaft Tasiilaq -1500 Einwohner - aus lassen sich Berg- und Gletschertouren aller Art organiseren. Hier hat der Südtiroler Robert Peroni - der erste, dem es 1983 gelungen ist, das Grönländische Inlandseis an seiner breitesten Stelle (1300 km) zu durchqueren seine Agentur "Tuning" aufgebaut. Zugleich betreibt er ein Gästehaus und sein "No Limits" Center - Treffpunkt für Besucher und Arbeitgeber sowie Sozialstation für Einheimische. tuning-greenland.de

      Während unserer 10tägigen Tour sind wir zunächst mit dem Boot nach Tinit gefahren und haben von dort aus eine Zelt-Rundtour über Fjell (Berg) und entlang diverser Fjorde gemacht. Ohne markierte Wege, querfeldein sucht man sich selber seinen Weg, so wie ihn das Gelände vorgibt - was natürlich nur möglich ist weil kein Mensch unterwegs ist. Und immer wieder traumhafte Blicke auf die Eisberge des Semlik-Fjordes, auf das Inlandeis, auf Berge, Seen und Gletscher. Das Besondere an solch einer Tour ist nicht nur die Einsamkeit, auch das arktische Licht, die klare Luft, die hellen Nächte, was unbeschreibliche Stimmungen erzeugt, die kein Foto wiedergeben kann.

      Mitnehmen sollte man ein Gewehr (Eisbär!), ein Satelitentelefon (kann man sich alles bei Tuning ausleihen) und ein GPS - letzteres weniger zur Orienterung als zur Ortsbestimmung in einem Notfall.

      Das Klima ist arktisch und im Sommer meist trocken - wir hatten jetzt, Anfang August, bis 20 Grad tagsüber und um die Null Grad in der Nacht.

      Grönland hat bei uns allen tiefe Endrücke hinterlassen. Wer einmal dort war, den packt das Polarfieber.
      Bilder
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