Sonnspitze und Bischof

    • Sonnspitze und Bischof

      Gipfel und Höhe: Sonnspitze (2062m), Bischof (2127m), Weißkopfkogel (1971m)

      Gebirge: Kitzbüheler

      Art der Tour: anspruchsvolle Bergtour, T4+ (das + wegen der teils winterlichen Verhältnisse)

      Datum der Tour: 28.11.20

      Ausgangspunkt: kostenloser PP im Auracher Graben, knapp unterhalb des Wildparks

      Tourenverhältnisse: Grundsätzlich sehr fein, aber doch leicht winterlich mit Schnee und einigen vereisten Passagen. Ich bin zunächst über die Forststraße zur Hochwildalm und von dort auf die Sonnspitze (ganz toller Aussichtsgipfel mit einer schönen Gipfelbank). Bis hier ist die Tour ziemlich einfach und auch markiert und ausgeschildert. Der Übergang zum Bischof über die Mesnerschneide (mit einem "s" - hat nichts mit Reinhold dem Großen zu tun...) ist aber recht anspruchsvoll (einige leichte Kletterstellen I) und mitunter ausgesetzt. Teils liegt Schnee, teils ist es aper, was in den schneeigen Passagen schnell dazu führt, das man die zarte Pfadspur, die es hier gibt, verliert. Glücklicherweise ist eine Person (vermutlich schon vor ein paar Tagen) vor mir hier unterwegs gewesen, sodass ich diesen Spuren folgen konnte. Dennoch muss man ein Gespür für die sinnvollste Routenwahl haben, um sich nicht unversehens in heiklem Gelände wiederzufinden. Der Abstieg vom Bischof ist ebenfalls etwas eisig, aber gut zu machen. Den Weißkopfkogel kann man dann noch mit 10 Minuten Mehraufwand mitnehmen. Etwa die Hälfte der Tour ist schneebedeckt (5-10cm), wobei die Konsistenz je nach Expostion von Pulver über Harsch bis hin zu richtigem Eis variiert - manchmal innerhalb weniger Meter.

      Gefahreneinschätzung: Die Überschreitung sollte bei den aktuellen Verhältnissen nicht unterschätzt werden. Die "Gefahrenstellen" (exponiert + vereist) sind zwar immer nur sehr kurz, aber da darf es einen dann halt auch wirklich nicht runter hauen...

      Grödel sehr nützlich.

      Prognose: Bleibt bis zum nächsten Schneefall so.

      Sonstiges: Der Weißkopfkogel ist als eigenständige Tour auch gut von Familien mit kleinen Kindern zu machen. Als ich heute dort am Gipfel saß, kamen zwei völlig enthusiastische Buben (so ca. 4 und 7 Jahre alt) heraufgelaufen, die ihre Eltern ein bisserl abgehängt hatten und legten sich gleich direkt über die Abbruchkante - "Boah, geht es da runter!" -,dass mir schon fast Angst und Bange wurde, bis ihr Papa sie sanft aber bestimmt aufforderte, doch ein bisserl von der Kante wegzugehen.