Schafsiedel und Aleitenspitze

    • Schafsiedel und Aleitenspitze

      Gipfel und Höhe: Schafsiedel (2447m) und Aleitenspitze (2449m)


      Gebirge: Kitzbühler Alpen


      Art der Tour: einfache, aber recht lange Wanderung (max. T3 an der Aleitenspitze)


      Datum der Tour: 05.07.20


      Ausgangspunkt: Gasthaus Wegscheid im Kurzen Grund; Anfahrt von Kelchsau über Mautstraße. Die Parkplätze sind am Wochenende meist schon allerspätetestens um 9 belegt. Bei der Rückfahrt habe ich gesehen, dass viele Autos in den Wiesen neben der Straße "wild" geparkt waren. Ob man da aber nicht Probleme mit den Almbauern bekommt, weiß ich nicht...


      Tourenverhältnisse: Perfekt. Bisher war mir das Gebiet um die Bamberger Hütte nur von Skitouren bekannt, doch ich konnte feststellen, dass es im Sommer genauso lohnend ist. Die schönste Tour ist dabei sicher die Überschreitung von Schafsiedel und Aleitenspitze, die an den drei großen Wildalmseen und unzähligen kleinen Seeaugen vorbeiführt. Aufstieg zum Schafsiedel auf dem markierten Weg, dann Pfadspuren (unmarkiert) folgend hinüber zur zwei Meter höheren Aleitenspitze. Diese wirkt vom Schafsiedel aus sehr nahe, aber es dauert dann doch 15-20 Minuten bis man oben ist. Das Gelände lässt hier verschiedene Optionen zu. Der Übergang ist vom Einsamkeitsfaktor her sehr zu empfehlen, da es am Schafsiedel schon ordentlich zugeht und sich fast niemand die Mühe macht, dem Kamm weiter zu folgen. Interessant finde ich, dass auf dem felsigen Schafsiedel weder die namensgebenden Schafe noch deren Hinterlassenschaften zu finden sind - ganz im Gegensatz zur grasigen Aleitenspitze, auf der es riecht wie auf der Rotwand am Spitzing - bevor deren Gipfel heuer abgezäunt wurde... Wenn man ein wenig Weggespür hat, muss man von der Aleiten nicht am Aufstiegsweg zurück, sondern kann deren Ostkamm unschwierig auf (sehr) schwachen Trittspuren folgen, bis man in eine Mulde kommt, wo nach links ein Pfad zu einem Blockfeld hinunterleitet. Hier steigt man bis zum Bach ab und trifft nach wenigen Metern Anstieg wiederum auf eine schwache Pfadspur, die um eine Flanke herum zum normalen Weg führt. Vom Gipfel aus sieht man diese Wegführung aber sehr gut, kann sie sich einprägen und gefährlich ist es auch nicht.


      Gefahreneinschätzung: Keine (Bei schlechter Sicht sollte man den beschriebenen Abstieg von der Aleiten aber vielleicht nicht machen, wenn man ihn nicht kennt.)


      Exposition der Route: alle


      Prognose: Bleibt so


      Sonstiges: Auch wenn die Tour keine "alpinistischen" Anforderungen bereithält, ist sie unglaublich empfehlenswert! Sensationelle Aussicht, vor allen zum Großvenediger - wobei ich mir gestern dachte, dass die Eiszunge vom Grat zum Obersulzbachkees doch mittlerweile schon erschreckend schmal erscheint...

      Die drei Wildalmseen laden bei so einem Wetter wie gestern einfach zum Baden ein, wobei der untere und der mittlere auch schon Temperaturen aufweisen, bei denen man nicht nur seine Mann/Fraulichkeit nach dem Motto "Wuhh, seht mich an - ich bin der harte Eisschwimmer!"beweisen, sondern wirklich genussvoll eintauchen kann. Wir sind im mittleren geschwommen. Wundervoll ist es auch, barfuß durch die sumpfig-warmen Randbereiche zum See zu gehen. Neben der herrlichen Alpenrosenblüte sind am Wegesrand auch zahlreiche weitere botanische Schmankerl zu bestaunen. Und die Bamberger Hütte bietet eine große Auswahl an flüssigen und festen Köstlichkeiten.


      Bilder / GPS-Track:
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