E-Bike

    • Martin hat eine Radltour vorgestellt, die er mit Hilfe von einem E-Bike gemacht hat. Nun schätze ich Martins Beiträge durchaus und vermute, dass er auf das Karwendelhaus auch so gut hochkäme (ich, 70 Jahre, fahr nur bis zum kleinen Ahornboden und muß da hinter schon gelegentlich schieben). Ich finde ,dass es schade ist, dass durch die elektronische Unterstützung immer mehr Menschen in Ecken kommen , wo sie sonst nicht (mehr) hinkämen. Auch bei mir sind manche Ziele altersbedingt nicht mehr realisierbar - ist halt so. Ich weiss, dass ich wahrscheinlich auf verlorenem Posten bin, aber mir wäre es lieber, wenn die E-Bikes draussen im Tal (in Scharnitz, Hinterriß oder Hinterstein ...) blieben. Nix für Ungut!
    • Steckt da ein bisschen Selbstbeweihräucherung dahinter? So nach dem Motto: "also als wir noch jung waren, da hatten wir das nicht nötig". Ich kann mich noch an meinen Großvater erinnern, der es Sch***se fand, dass ich mit Fellen und Silvretta 404 das Dammkar hochgehe. Da trage man bitte die Schi auf dem Buckel (nur weil seine Kabelbindung für die Steilheit nicht geeignet war).
      Und ja, ich bin auch schon deutlich älter als der bergsteigende Durchschnitt. Aber ich komme nicht auf die Idee neue Techniken zu verdammen. Beim Klettern meckert ja auch keiner über Friends und Bolts, wo man doch früher sein Leben heldenhaft an selbstgeschmiedete Rostgurken gehängt hat. Auch nix für ungut.
    • Leben und leben lassen !

      Ich denke jeder macht es so wie es für ihn am besten passt. Meistens sind die Ebiker eh nur auf Wegen zu Hütten oder Almen anzutreffen.
      Manche Normalradler nehmen den Begriff
      ' by fair Means ' erst ab dem Parkplatz
      ( Anfahrt mit dem Auto ) wirklich wörtlich.
      Also .... alles wird gut.

      Gruß Daniel
      -------- Arbeit ist die aus finanziellen Gründen verursachte Abwesenheit von Freizeit. -----
    • Ich sehe beim Beitrag von Martin eher die Werbung für Trek etwas kritisch. Die Fahrräder wurden doch etwas zu sehr in Szene gesetzt. Er schreibt zwar das die Räder von Trek zur Verfügung gestellt wurden, aber zu welchem Zweck ?

      Seine Tourenbeschreibungen ohne den Ausrüstungshinweis gefallen mir jedenfalls sehr viel besser und sind auch etwas aufregender als die Auffahrt zum Karwendelhaus auf orangen Rädern !

      Grüße
      Joc
    • Das Rail 9.8 ist ein elektrisches Long-Travel-Mountainbike, mit dem du schneller zu den unterhaltsamen Passagen gelangst. Die Upgrades an Gabel, Antrieb und Variosattelstütze sorgen auch auf den brutalsten Runs für eine außerordentliche Performance. Dieses E-Mountainbike fährt sich wie unsere wildesten Trailbikes und profitiert von derselben trailspezifischen Ausstattung. Der Unterschied: Das leistungsstarke neue Bosch-Antriebssystem schiebt dich förmlich die Anstiege hinauf, damit du dich weniger abrackern musst und dich mehr auf den Spaß konzentrieren kannst. (Treck)


      .....muss jeder selbst wissen, ob sowas ins Karwendel (oder auch sonstwo hinter alle "für KFZ-gesperrt-Schilder") gehört.
      Traurig. Mag in diesem Fall ein Einzelfall sein, aber das Kind liegt ja schon längst im Brunnen...
    • Die elektronische Unterstützung ist genau dazu gedacht, unser Leben einfacher zu machen. Mit einem E-Bike muss man sich nicht so stark körperlich anstrengen, was in vielen Fällen sehr behilflich ist und was ich eigentlich nur als Vorteil sehe. :)
      Darüber hinaus kann man den Motor jederzeit ausschalten. Das ist also nur eine Option. Und besonders für Amateure ist es eine perfekte Alternative zu den langweiligen Waldspaziergängen.
      Naja, früher war er natürlich anders. Das heißt aber noch nicht, dass alle moderne Erfindungen blöd sind. Man soll die einfacher ausprobieren, Erfahrungen sammeln und dann vielleicht sich daran gewöhnen. Früher wollte man die Handys nicht benutzen, nun gehören sie aber zum Alltag.
    • Der Argumentation von Gögö kann ich nur zum Teil folgen, was soweit auch ok ist.
      Vereehrter Gögö, also ich finde es schade, daß Du Dich damit zufrieden gibst, was Du mit dem sog. Bio-Bike
      noch erreichst, also altersbedingt. Ich hoffe, Du gönnst es mir trotzdem, daß ich einfach aus reiner
      Freude in der herrlichen Landschaft noch bis zu Falkenhütte weiterfahren möchte?
      Anschließend noch eine kleine Tour zu Fuß, vielleicht zum Mahnkopf.
      Warum soll ich als Älterer auf eine schöne Tour verzichten.
      Und genau deswegen habe ich mir auch so ein Gerät zugelegt.
      Also, alles gut, hoffe ich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von watzi ()

    • Mountainbiking ist Freizeit.

      Ich persönlich finde es in einer Zeit, in der wir unseren Planeten in vielerlei Hinsicht gewaltig ökologisch unter Druck setzen, völlig daneben, eine (neue) Freizeitbeschäftigung einzuführen, die ohne Not diesen Druck stark erhöht. Das betrifft den Druck auf Ökosysteme, die stärker von Bergtouristen frequentiert werden (können), genauso wie den CO2-Abdruck, der bei jedem Elektro-Mountainmotorrad größer ist als bei einem klassischen Mountainbike.

      Setzte man Art. 28 des bayerischen Naturschutzgesetzes gesetze-bayern.de/Content/Docu…AutoDetectCookieSupport=1 konsequent um, dann hätten wir diese Diskussion nicht oder nur sehr schwach. Dass die Lobbyarbeit es geschafft hat, Elektromotoren aus der Definition "Motor" herauszunehmen, ist dabei schon ein starkes Stück.

      Daniels Argument mit der Nachhaltigkeit ab dem Parkplatz ist dabei in der Masse nicht stichhaltig, weil nach meiner Beobachtung die Anzahl der Leute, die mit dem Elektromotorrad zum Berg fahren, verschwindend gering ist. Insoweit gibt es hier keinen relevanten Unterschied zwischen den Zweiradarten.
      Argumentationslinien entlang von Neid und Traditionalismus setzen nach meinem Dafürhalten auch keinen relevanten Hebel an, weil sie am eigentlichen, dem ökologischen Problem vorbei gehen.

      Und ansonsten wird es wahrscheinlich gerade der intelligente Verzicht - in vielerlei HInsicht - sein, der neue und spannende Möglichkeiten eröffnen kann, die dann nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch und sozial nachhaltig sind. Vielleicht könnte es "back to the roots" heissen: keine (Halb-)Tagesausflüge in die Berge mehr sondern mehrtägige Aufenthalte, die dann auch den Menschen vor Ort mehr hinterlassen.

      Bitte beachten: Ich möchte damit niemanden individuell angreifen. Es gibt sicher gute Gründe und auch sehr ökologische Arten, mit einem Elektromotorrad unterwegs zu sein. Ich tue also einen Teufel und greife irgendjemand persönlich an. Dass die Sache zur Massensportart geworden ist, das ist das Problem, das eingedämmt gehörte.